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Die Ehrenamtlichen im Fokus

Der Wind fängt am frühen Abend kräftig an zu pusten. Es wird Herbst, als am 21. September viele DRKler das Bürgerhaus in Kernen betreten, um am Ehrungsabend für verdiente Helfer teilzunehmen. Ein Sonnenschirm der Bäckerei droht umzufallen, da greift ein beherzter Mann ein und klappt den Sonnenschirm zusammen, weil die Verkäuferinnen gerade alle beschäftigt sind. Eine Szene mit Symbolcharakter, denn in Kernen werden Leute geehrt, die anpacken, die sich um die Finanzen kümmern, andere Menschen in erster Hilfe ausbilden oder sich auf andere Art und Weise vielseitig beim DRK - und damit für die Menschen im Landkreis - engagieren. Für 2830 Jahre ehrenamtliches Engagement werden Menschen geehrt, nicht alle können am Ehrugnsabend teilnehmen.

„Wer anderen Zeit schenkt, Zuwendungen spüren lässt, wer seine Fähigkeiten und Talente mit anderen teilt oder anderen hilft, wieder aufzustehen, der verdient Respekt und Anerkennung. Er zählt zum Aktivposten unserer Zivilgesellschaft!“, hält Johannes Fuchs, Präsident des DRK-Kreisverband in seiner Rede fest. Die Ehrenamtlichen investieren Kraft und Zeit und opfern dafür allzu oft ihre Freizeit, um anderen ihre Zuwendung spüren zu lassen. Um diesen engagierten Bürgerinnen und Bürgern Anerkennung, Wertschätzung und Dank auszudrücken, veranstaltet das DRK seit einigen Jahren einen Ehrungsabend. Ob beim Sanitätsdienst, beim Jugendrotkreuz, beim Rettungsdienst, in der Notfallnachsorge oder in der Seniorenarbeit: Das DRK hilft und unterstützt auf vielfältige Art die Menschen im Landkreis. „Wer sich freiwillig beteiligt, der kriegt auch etwas zurück“, betont Alt-Landrat Fuchs.

Wolfgang Haalboom, Vizepräsident des DRK Landesverband Baden-Württemberg, macht sich Gedanken zum Ehrenamt, betonte beide Seiten der Helfer-Medaille. „Das Ehrenamt hilft nicht nur anderen, es hilft auch einem selbst“. Wer sich in der Gruppe engagiert, könne seine Stärken einbringen, etwas dazulernen und Erfolge feiern. Wer sich in eine Gruppe einbringt, findet ein soziales Umfeld. „Man fühlt sich wertvoll“, konstatiert Haalboom. „Das Ehrenamt steht ganz oben, es macht den Unterschied zwischen dem Roten Kreuz und den vielen anderen Dienstleistern im Gesundheitswesen.“ Durch ehrenamtliches Engagement werden Solidarität und gesellschaftliches Miteinander belebt.

Doch natürlich sei das Ehrenamt oft auch anstrengend, wenn einem nachts der Alarm aus dem Schlaf schreckt, weil man sich als Helfer vor Ort engagiert. Es sei auch nicht immer angenehm, einen Kleidercontainer zu leeren, weil dort leider nicht nur Kleidung abgelegt werde. Angehörige von Verstorbenen fachmännisch zu betreuen, erfordere den Helfern ebenfalls Kraft ab. Als Leiterinnen einer Selbsthilfegruppe werde man ebenfalls mit schweren Schicksalen konfrontiert. „Ehrenamt ist manchmal richtig schwierig, doch es kann auch richtig schön sein“, fasst Haalboom zusammen. Im Anschluss werden zahlreiche ehrenamtliche und auch hauptamtliche Mitarbeiter geehrt und verabschiedet.

In Kernen geehrt wurden für 20-jährige Mitgliedschaft Utz Bergmann; für 25 Jahre Rita Schick, Margarete Schlechtriem und Tobias Filippi; für 30 Jahre Michael Budig, Tanja Burgemeister, Ulrich Fischer, Andrea Freimann-Haerer, Sabine Gremmelspacher und Simone Weißenborn; für 35 Jahre Jürgen Dannenbauer, Harry Hasert, Iris Hasert, Karsten Huber, Johanna Mattheis, Günther Munz, Sven Semet, Andreas Wieland, Lothar Nitschke und Dr. Andreas Ode; für 40 Jahre Ursula Klamke, Helga Knödler, Bernhard Letzgus, Eugen Ritter und Inge Zierhut; für 45 Jahre Waltraud Bühl, Dieter Hurlebaus, Herbert Schäfer, Hans-Joachim Taulien und Hans Schwaderer; für 50 Jahre Walter Maier, Joachim Martens, Werner Jäkle und Walter Hörsch; für 55 Jahre Walter Gabler; für 60 Jahre Adolf Heger und Hildegard Stetter; für 65 Jahre Hilde Schiemann und für 70 Jahre Erwin Borck.

Für herausragende Verdienste erhielten Martin Jungbauer die Ehrenplakette des Kreisverbandes und Horst Fischer die Verdienstmedaille des Landesverbandes.

In den (baldigen) Ruhestand wurden Sigrun Michalzik, sie war 19 Jahre beim DRK aktiv, Karl Knödler, 44 Jahre im Rettungsdienst unterwegs sowie Sabine Assemann-Antes, 32 Jahre unter anderem für das Jugendrotkreuz im Kreis zuständig, verabschiedet.

Nach einem Buffet gab es noch etwas für die Ohren und die Lachmusikeln, als das Duo „Alpen Sperrmüll“ nach einigen Umbaumaßnahmen Gartenschaufel, Staubsauger, Klopümpel, Heurechen und vielen weitere Geräte als klangvolle Musikinstrumente präsentierte und viel Applaus erhielt. Denn selten haben die DRKler „smoke on the water“ auf derart nachhaltige Art und Weise gehört. 13,50 Euro hätten ihre 25 Instrumente gekostet, hielten die schneiden Alpen-Musiker fest – und spielten auf ihrer "Reservekanistarre" und auf ihrem "Abflussrohr-Didgeridoo". Dass ihr Onkel Erwin, dem sie viele Gerätschaften aus der Autowerkstatt stibitzt hatten, die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter sichert, in dem er die Natur unterstützt, Marder züchtet und sie dann natürlich auch in die freie Wildbahn entlässt, sorgte auch für viele Lacher – schließlich arbeitet Onkel Erwin ja bei Garmisch-Patenkirchen – und nicht im Rems-Murr-Kreis.

Fotos: P. Leidner, DRK.

Erfahrene Retter verabschiedet

Welzheim.
Wo heute zwei moderne Rettungswagen in der renovierten Wache des DRK in Welzheim auf ihren nächsten Einsatz warten, sah es vor knapp einem halben Jahrhundert noch gänzlich anders aus. „Es gab keine Wache, bloß eine Scheune“, erinnern sich sieben Retter im Ruhestand, die Anfang September beim Rettungswachen-Fest des DRK in der Limesstadt Karl Knödler in den Ruhestand verabschiedet haben. Mehr als 320 Jahre haben die acht Männer für das DRK und die Menschen im Landkreis gearbeitet, Leben gerettet, Frühchen transportiert und die rasante Entwicklung des Rettungsdienstes in Deutschland mitgemacht.

 „Jeder von uns hatte mal einen Bandscheibenvorfall“, erinnern sich die Retter – und können rückblickend darüber lachen. Auch wenn der Rettungsdienst in den vergangenen Jahrzehnten von enormen technischen Fortschritten geprägt war, leisten auch die Retter im 21. Jahrhundert körperliche Höchstleistungen. Nachtschichten, Patienten auf Tragen- und Tragestühlen transportieren, stets Ruhe bewahren und verunglückte Menschen noch am Unfallort reanimieren: Das geht an die Substanz. „Dass jemand fast 45 Jahre im Rettungsdienst tätig ist, das ist selten“, weiß DRK- Rettungsdienstleiter Marco Flittner und gratuliert Karl Knödler, der nach 44 Dienstjahren in Rente gegangen ist. Aller Anfang war schwer.

Die modernen Rettungswagen bezeichnet der Welzheimer Wachleiter René Demisch als „rollende Intensivboxen“. 185 000 Euro kostete das neue Allrad-Fahrzeug für den Welzheimer Wald. In den 70er Jahren sah das noch ganz anders aus. „Das waren Fahrzeuge mit Liege und Verbandmaterial“, sagen die Retter im Ruhestand.  Zwei Hausmeister vom Krankenhaus Welzheim fungierten Mitte der 70er Jahre als Fahrer für die Krankentransporter. Mitunter holten die Hausmeister sie zuhause in der Wohnung ab und fuhren zum Unfallort, erzählt Karl Knödler.

Eine medizinische Versorgung wie man sie heute kennt, fand Mitte der 70er Jahre nicht statt. Eine fundierte mehrjährige Ausbildung gab es noch nicht. In den ersten Jahren waren sie daher überwiegend für den Transport zuständig. Sie waren eine Art „Hilfsarbeiter mit rettungsdienstlicher Aufgabe“, halten die verdienten DRKler fest. „Das war eine sehr harte Zeit“, sagt Günther Novotny. Die Männer waren mit schlimmsten Verletzungen konfrontiert. Erst 1984 wurde ein Bußgeld verhängt, wenn Autofahrer nicht angeschnallt waren. Airbag? Knautschzone? Nicht vorhanden. „Es gab richtig schwere Unfälle“, erinnern sich die Helfer, da habe auch mal ein Oberschenkelknochen rausgeguckt. Die Zahl der Verkehrstoten war deutlich höher als heute, somit auch die Anzahl der Schwerverletzten. Und diese mussten schnell ins Krankenhaus gebracht werden.

Doch oft waren die Retter in ihren frühen Berufsjahren allein unterwegs. Eduard Schneider erinnert sich, wie er zwei Schwerverletzte in den Wagen bugsieren musste. Oft half die Polizei mit. Die Patienten hatte er anschließend über den Rückspiegel im Blick, daher stammt der Begriff der „Spiegelrettung“.

 „mit Auge und Hand“

Wo heute technische Geräte Auskunft über die Körperfunktionen bieten, arbeiteten Sanitäter wie Karl Knödler anfangs vor allem „mit Auge und Hand“. „Innerhalb von 30 Sekunden haben wir gewusst, was es ist“, sagt Eduard Schneider. Knödler habe jedem Patienten die Hand gegeben und „Grüß Gott“ gesagt. Dann wusste er: Schwitzt der Patient oder ist die Hand kalt? Wie hoch ist der Puls? Von diesen Erfahrungen haben jüngere Retter profitiert, weil die älteren Kollegen diese besondere Ruhe ausstrahlten, sagt DRK-Wachleiter René Demisch. Die „alten Hasen“ wussten, wie man mit wenigen Handgriffen Menschenleben retten konnte. Er habe großen Respekt vor ihnen – und auch etwas Mitleid. Er weiß, wie anstrengend es ist, wenn sie Patienten auf einem Tragestuhl aus der Wohnung bugsieren müssen. Doch Karl Knödler und Eduard Schneider mussten Verletzte mitunter aus dem vierten Stock tragen – ohne große Hilfsmittel. Karl Knödler hat auch erfahren, dass die Erwartungshaltung an Retter viel größer geworden ist. Früher hätten die Patienten im Welzheimer Wald trotz eines nächtlichen Herzinfarktes noch bis in die Morgenstunden gewartet, bis sie den Rettungsdienst gerufen hätten. Heute gebe es viel mehr Einsätze.

Eduard Schneider und Co. erinnern sich an 24 Stunden-Schichten an sieben Tagen in der Woche. Schneider schildert, wie er vor Jahrzehnten ein Frühchen in einem Inkubator in eine Spezialklinik nach Ulm transportieren musste. Dann sei der Sauerstoff für das Frühchen ausgegangen. Er habe dann einfach während der Fahrt den Deckel aufgemacht – und ein lebendiges Baby abgeliefert. „Über uns könnten Sie ein Buch schreiben“, sagt DRK-Kollege Gerhard Weng und lacht. Die Tragen hätten anfangs noch keine Rollen gehabt – auch daher rührten die vielen Bandscheibenvorfälle. Und doch hält Eduard Schneider fest: „Ja, es hat Spaß gemacht“, wie sie damals als junges Team gemeinsam Dienst gehabt hätten, schließlich zu zweit mit dem Kranken- und Rettungswagen ausgerückt seien und ihre Arbeit immer professioneller wurde.

Karl Knödler hat diese Quantensprünge beim Rettungsdienst bis Ende August dieses Jahres mitgemacht. Seine alten Weggefährten und auch junge Azubis der DRK-Rettungswache zollten ihm und seinen Kollegen dafür Respekt. Denn trotz aller Hindernisse sei ihr Einsatz ein Erfolgsmodell gewesen, stellt Wachleiter René Demisch fest. Weil sie Menschen retten konnte, habe sich der Rettungsdienst professionalisiert. Und nun rettet eine neue Generation von DRK-Helfern den Menschen im Welzheimer Wald und darüber hinaus das Leben – mit moderner Gerätemedizin – und mit „Auge und Hand“.

DRK-Rettungsdienstleiter Marco Flittner würdigt die Leistungen der altgedienten Retter. „Es gab auch keine psychologische Betreuung“, betont er. „Wir haben das unter uns Kollegen ausgemacht“, sagt Eduard Schneider. Flittner: Es hat einen „unglaublichen Wandel gegeben“ in puncto Ausbildung, Technik und Ausrüstung. Und diesen Wandel hat Karl Knödler in knapp 45 Berufsjahren mitgemacht. Früher gab es Vorträge über Knochenbrüche, gibt Marco Flittner ein plakatives Beispiel. Heute würden Notfallsanitäter an Simulationspuppen ausgebildet, die Zehntausende Euro kosteten. Dieser Wandel begann bereits in den 70er Jahren, weg vom schnellen Transport in die Klinik hin zur notfallmedizinischen Versorgung direkt am Ort des Geschehens.

DRK Kreisverband Rems-Murr e. V. bietet Tagespflege an

Der DRK-Kreisverband Rems-Murr erweitert sein Angebot und bietet ab Juli diesen Jahres die Möglichkeit an, ältere und pflegebedürftige Menschen in der Tagespflege betreuen zu lassen. In den behinderten- und rollstuhlgerechten Räumen im Erdgeschoss im Stauferpark, Beinsteiner Straße 8/1 in Waiblingen, können bis zu zehn Gäste wochentags zwischen 8 und 16.30 Uhr betreut, verpflegt und gefördert werden.

„Unsere Tagespflege ist für Gäste geeignet, die tagsüber eine sinnvolle Betreuung wünschen. Um einen familiären Charakter zu bewahren, werden maximal zehn Gäste aufgenommen“, betont Utz Bergmann, Leiter der Abteilung Sozialarbeit beim DRK-Kreisverband. Fachkräfte werden sich tagsüber um die älteren und pflegebedürftige Menschen kümmern, die am Abend wieder in die eigene Wohnung zurückkehren. „Wir legen Wert auf einen persönlichen Kontakt zu jedem Gast“, stellt Utz Bergmann fest. Sowohl ältere Menschen mit körperlichen oder physischen Erkrankungen als auch nicht pflegebedürftige Menschen, die Anregungen und Kontakt suchen, sind in der DRK-Tagespflege willkommen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten und verbessern möchten – auch, damit sie noch möglichst lange Zeit zuhause wohnen bleiben können.  

Die DRK-Mitarbeiter unterstützen die Gäste bei der Tagesstrukturierung und entlasten die pflegenden Angehörigen, beispielsweise auch dann, wenn die älteren Menschen lediglich vorübergehend Betreuung benötigen. „Die Individualität der Menschen mit ihrer einzigartigen Lebensgeschichte, ihren Gewohnheiten und Vorlieben soll im Tagesablauf so weit wie möglich berücksichtigt werden“, kündigt Bergmann an. Man lege Wert auf „Wohlbefinden, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit“, wolle vielseitige und wechselnde Anregungen bei Einzel- und Gruppenaktivitäten geben. Die Gäste werden aktiv in das Tagesgeschehen integriert, können kleinere oder größere Tätigkeiten übernehmen, beispielsweise in den Koch- und Backgruppen. „So besteht immer wieder die Möglichkeit, eigene Interessen und Lebenserfahrungen in die Gruppe einzubringen, sich auszutauschen und in Bewegung zu bleiben“, hält der Leiter der Abteilung Sozialarbeit fest. Darüber hinaus werden unter anderem in den Ruhe- und Gymnastikräumen regelmäßig Gruppenstunden angeboten, beispielsweise Gymnastik, Gedächtnistraining und kreatives Arbeiten. „Mit dem Ziel einer selbstständigen Lebensführung bekommen die Gäste Hilfe bei der Mobilität, bei der Ernährung und bei der Körperpflege“, ergänzt Utz Bergmann. 

Außerdem werden in den behinderten- und rollstuhlgerechten Räumen im Stauferpark täglich Frühstück und Mittagessen serviert, nachmittags gibt es Kaffee. „Wenn der Tagespflegegast nicht von den Angehörigen in den Stauferpark gebracht werden kann, steht morgens und abends ein hauseigener, kostenloser Fahrdienst zur Verfügung“, betont Bergmann, „gerne können Interessierte einen kostenlosen Probetag bei uns verbringen.“

Info:

Die DRK-Tagespflege im Stauferpark hat montags bis freitags, außer an Feiertagen, von 8:00 bis 16:30 Uhr geöffnet. Wer Fragen rund um Pflegeversicherung, Unterbringung und Angebot hat, kann sich an die Mitarbeiter des DRK wenden. Wer Fragen hat, kann sich an Anja Holzwarth,   07151 2070914, oder an Iris Hellmann wenden, 07151 200256. E-Mails an tagespflege@ - drk-rems-murr.de oder an pflege@ - drk-rems-murr.de.

 

 

Termin Selbsthilfegruppe "Gemeinsam Leben mit Krebs"

In der Selbsthilfegruppe "Gemeinsam Leben mit Krebs" treffen sich Krebserkrankte und ihre Angehörigen immer am letzten Mittwoch im Monat zum Gespräch. Der nächste Termin ist der 28.02.2018 um 18 Uhr in Waiblingen, Beinsteiner Straße 8/1. Bitte klingeln bei "DRK".

Ein besonderes Extra für Sie am 09.03.2018

Viel Leid könnte vermieden werden, wenn die Symptome eines Herzinfarkts rechtzeitig erkannt und entsprechend gehandelt werden würde. Dafür setzt sich der Verein „Gemeinsam gegen den Herzinfarkt e. V.“ ein.  

Der DRK-Kreisverband Rems-Murr und das Landespolizeiorchester laden zu einem Benefizkonzert in die Hermann-Schwab-Halle in Winnenden ein.

Praxistag der Helfergrundausbildung

Der erste Helfergrundausbildung-Praxistag des DRK Kreisverbands Rems-Murr im Jahr 2017 fand am Samstag, den 30. September in Waiblingen statt.

Die Helfergrundausbildung ist Pflicht für alle Rotkreuzhelfer, die in einer Einsatzformation, beispielsweise einer Einsatzgruppe Akut, einer Schnelleinsatzgruppe oder einer Einsatzeinheit aktiv werden wollen. Durch diese Ausbildung sollen die Helfer einsatzklar gemacht werden. So nimmt der Arbeitsschutz und die Ausbildung im technischen Bereich einen großen Anteil ein. Den fachlichen Anteil erhalten die zukünftigen Einsatzkräfte dann in ihren Fachausbildungen wie beispielsweise dem Sanitätslehrgang.

Bevor die zukünftigen Einsatzkräfte zum Praxistag durften, mussten sie mehrere Module über eine Onlineplattform absolvieren. Dort konnten sie sich das theoretische Wissen aneignen. Beim Praxistag liegt der Schwerpunkt, wie der Name schon sagt, auf dem Vermitteln der praktischen Fähigkeiten. Mit der Teilnahme am Praxistag schließen die Helfer ihre Helfergrundausbildung ab.

Insgesamt waren 23 Teilnehmer aus 7 Ortsvereinen, auf drei Gruppen bzw. MTW verteilt, bei diesem Praxistag dabei. Nach einer Begrüßung im Vereinsheim des DRK Ortsvereins Waiblingen mussten die Gruppen anhand von UTM-Koordinaten ihre erste Station finden.

Insgesamt hatte jede Gruppe 4 Stationen, welche über das Gebiet der Stadt Waiblingen verteilt waren, zu bewältigen.

An einer Station wurde der Auf- und Abbau eines Stangengerüstzeltes geübt. Bei einer weiteren der eines aufblasbaren Zeltes. An der gleichen Station wurde den Teilnehmern auch die Aufgaben des Kreisauskunftsbüros nähergebracht. An einer weiteren Station wurde auf die verschiedenen Fahrzeugarten, insbesondere den Notfallkrankentransportwagen Typ B und ein Fahrzeug der Gruppe Technik und Sicherheit eingewiesen. Die vierte Station beschäftigte sich mit der erweiterten Ersten Hilfe, bei welcher geübt werden konnte, wie man als Team einen Patienten am besten versorgt.

Nach einem anstrengenden, aber auch lehrreichen Tag konnten die 23 Teilnehmer Glückwünsche zum erfolgreichen Abschluss ihrer Helfergrundausbildung entgegennehmen.

Wir danken allen Ausbildern und Helfern, die an diesem Tag ehrenamtlich die neuen Einsatzkräfte auf ihre zukünftige Tätigkeit in den Einsatzformationen vorbereitet haben. Ebenso vielen Dank an den DRK Ortsverein Waiblingen, dessen Räumlichkeiten wir nutzen konnten und dessen Helfer sich um die Verpflegung den kompletten Tag über gekümmert hatten. Für das Mittagessen vielen Dank an den DRK Ortsverein Althütte.

Und nicht zu vergessen, vielen Dank an die Teilnehmer des Praxistages, welche sich in ihrer Freizeit fortbilden, um Menschen in Notsituationen helfen zu können. 

Zuwachs für unseren Sanitätsdienst

Bild: Wünsch, DRK Rems-Murr

In der Zeit vom 24.06.-25.07.2017 wurden 16 hochmotivierte Kameraden/Innen aus 6 Ortsvereinen für den Einsatz im Sanitätsdienst ausgebildet, trainiert und qualifiziert. Auf Grund extremer Temperaturen bis über 30 Grad C floss viel Schweiß und es wurde mehr als hart gearbeitet.

Den krönenden Abschluss bildete am 25.07.2017 die praktische Prüfung, in der alle Frischlinge ihre erworbenen Fähig- und Fertigkeiten unter Beweis stellen konnten.

Unsere Ortsvereine Backnang, Sulzbach, Urbach, Waiblingen, Weinstadt und Welzheim können sich ab sofort über tatkräftige Unterstützung freuen.

Herzlichen Glückwunsch, viel Freude und Erfolg.

Andrea Steinacker

Ausbildungsleiterin

Leiterin Rotkreuzdienste

Jugendrotkreuz-Erlebnistage in der ersten Ferienwoche

Von Montag, 31.07. bis Mittwoch, 02.08.2017 bietet das Jugendrotkreuz drei spannende Tage mit viel Action rund um das Rote Kreuz.

Gemeinsam spielen und entdecken, Neues kennenlernen und selbst etwas herstellen, all dies kannst Du an diesen Tagen mit uns erleben.

Termin:      31.07.-02.08.2017, jeweils 8:00 Uhr – 17:00 Uhr

Alter:          6 – 10 Jahre

Kosten:      25 €

Ort:             DRK-Heim Eisental, Anton-Schmidt-Str. 1,    

                   71332 Waiblingen

Leistungen: Mittagessen, Programm und Material

Anmeldung und weitere Informationen bei Sabine Assemann-Antes, Tel.: 07151 2002-24, E-Mail: sabine.assemann-antes@drk-rems-murr.de

Reisen mit dem DRK-Kreisverband Rems-Murr e. V. - Neue Reiseziele 2017

   Der DRK-Kreisverband Rems-Murr e. V. bietet wieder neue, sehr interessante Flug- und Busreiseziele vom Frühjahr bis in den Winter 2017, in exquisiten Hotels innerhalb Deutschlands/Österreich/Italien sowie im gesamten Mittelmeer an.

Wir sorgen dafür, dass Senioren die wundervollsten zwei Wochen des Jahres individuell genießen können. Mit einem sehr gut organisierten Reiseprogramm können „jung gebliebene“ Menschen hohen Komfort und optimalen Service genießen. Die geschulten DRK-Reisebegleiter und Begleiterinnen sorgen für gemeinsame Unternehmungen und eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung am Urlaubsort.

Um allen Interessierten das Betreute Reisen näher zu bringen, veranstaltet der DRK-Kreisverband Rems-Murr e. V. am

Mittwoch, 1. Februar 2017 um 10:30 Uhr
im großen Saal, in der Henri-Dunant-Str. 1,
71334 Waiblingen eine Informationsveranstaltung
.
Der Eintritt ist frei!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um telefonische Anmeldung unter Tel. 07151 2002-0 Zentrale (Frau Antje Sänftl) oder Tel. 07151 2002-31 Frau Dorothea Franz.  

                                      DRK-Reisekatalog_2017

Ein historischer Ehrungsabend

Foto: Philipp Leidner/DRK KV Rems-Murr e. V.

Ehrungsabend des DRK Rems-Murr im Bürgerhaus in Kernen – 4. November 2016 Kernen.

„Wer sorgt sich um das Wir? Wer pflegt Zusammenhalt? Wer langt hin, ohne zu fragen, gibt Halt und schenkt Trost und Geborgenheit?“, fragte Johannes Fuchs, Präsident des DRK-Kreisverbandes Rems-Murr, am Freitagabend im Bürgerhaus in Kernen? „Sie, sehr geehrte Haupt- und Ehrenamtliche Rot-Kreuz–Aktive“, gab Fuchs die Antwort. In Kernen wurden die DRK-Helfer geehrt. Manch einer ist seit mehr als einem halben Jahrhundert beim DRK aktiv. Am Ende wurde es historisch: Kabarettist Sebastian Schnoy legte los - und war dabei herrlich böse.

Zwei Rettungssanitäter sitzen im Bürgerhaus, leicht erkennbar an ihrer Uniform mit dem roten Kreuz. Droht ein Notfall, greifen die Hauptamtlichen ein, leisten Hilfe. Doch das DRK ist mehr als Rettungswagen und Blutspendetermine. 1360 Ehrenamtliche sind im Landkreis im Einsatz. Einige von ihnen wurden nun bei einem Ehrungsabend für ihre Verdienste, nicht nur für das DRK, sondern die Menschen im Landkreis, ausgezeichnet. Landrat Dr. Richard Sigel schüttelte persönlich einige Hände, machte deutlich, welche Bedeutung das Ehrenamt, hier im Falle des DRK, auch für die Gesellschaft und die politischen Verantwortlichen hat. „Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass wir staatliche Leistungen in einem Umfang leisten können, die ohne das DRK nicht möglich wäre!“ Beispiel Flüchtlingskrise: „Ohne das DRK hätten die Verwaltungen das nicht geschafft!“ Seit etwas mehr als einem Jahr, einer Zeit mit Kriegen weltweit, Elend und Flucht, sei es beruhigend, dass es einen Partner wie das DRK gebe, hielt er in seinem Grußwort fest.

Der Landrat dankte den Familien der Helfer, die ihre hohe Einsatz­bereitschaft oft auch erst ermöglichten. Das DRK sei „eine Institution, auf die man sich verlassen“ könne, würdigte Sigel, an einem Abend, an dem viel geredet wurde: Über Geehrte, über Einsätze – und über Europa. Denn für den unterhalt­samen Höhepunkt sorgte Sebastian Schnoy, „Deutschlands schrägstem Historiker“, wie ihn DRK-Präsident Johannes Fuchs vorstellte.

Zuvor wurden viele Blumen verteilt (Fuchs: Ein Landrat als Blumenkavalier, das mache doch mehr Spaß als die Kreisumlage festzulegen), blumige Worte gefunden und Urkunden überreicht. Johannes Fuchs und DRK-Geschäftsführer Sven Knödler dankten ihren vielen Helfern, ob haupt- oder ehrenamtlich aktiv. Fuchs stellte die ganze Bandbreite des DRK vor: einen „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“, Multitalente in den Ortsvereinen, Techniker und Bauherren, die DRK-Heime schufen sowie Initiatoren, die die DRK-Nachwuchsarbeit in den Orten anstießen. Dafür gab es Blumen, Urkunden und Ehrenplaketten. Leonard Fröscher ist beispielsweise seit 60 Jahren beim DRK-Ortsverband in Althütte aktiv. Nicht nur dafür gab es Applaus von den vielen DRK-lern im Bürgerhaus. Explizit wurden auch die Helfer in Sachen Flüchtlingsbetreuung geehrt.

Fuchs dankte den Helfern („In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen wachsen häufig Verunsicherung, auch Ängste und Misstrauen. Ihr ehrenamtliches Wirken sind Anker des Vertrauens auf Nächstenhilfe“), die in den Kleiderkammern an­packen, Gymnastikgruppen leiten, Fahrdienste übernehmen, mit dem Rettungs­wagen unterwegs sind, die Trost schenken, Todesnachrichten übermitteln, aufpassen, zuhören und die selbst auch einiges mitmachen müssen, treffen sie an einem Unfallort ein, um den Angehörigen von Opfern danach noch professionelle Seelsorge bieten. Und so wurde am Freitagabend viel geklatscht, gut gegessen und am Ende herzlich gelacht, denn nun trat Sebastian Schnoy auf, der sich satirisch Europa vorknöpfte und auf die Eigenheiten der europäischen Völker einging.

Das beste Europa wäre doch, „wenn die Engländer die Polizisten wären, die Franzosen die Köche, die Deutschen die Automechaniker, die Italiener die Liebhaber und die Schweizer organisieren alles“. Doch, oh je, es sähe doch anders aus: „In Europa sind die Deutschen die Polizisten, die Engländer die Köche, die Franzosen die Automechaniker, die Schweizer die Liebhaber – und die Italiener organisieren alles!“ Die Gäste lachen! DRK halte nicht nur fit, wie Fuchs immer mal wieder augenzwinkernd bei den Ehrungen festhielt, das DRK bringt auch zum Lachen. Schnoy nahm kein Blatt vor den Mund.

Kein Wunder, dass die Briten austreten wollten, machten doch einige Gerüchte die Runde: Angeblich habe Brüssel doch 1980 probiert, in England den Rechtsverkehr einzuführen, übergangsweise nur für LKW, kurzes Nachdenken, dann schallendes Gelächter. Er macht sich auch über die moderne Technik lustig. Früher habe man seine Aggressionen noch am Telefon ausleben und sich abreagieren können, als man den Hörer auf die Gabel warf. Und heute? Smartphones würden doch nur noch gestreichelt. Er brüllt auf der Bühne in sein Smartphone und bricht sich dann fast den Finger, als er das Telefonat mit einem Wischer beenden will. Dann wird er wieder geschichtlich. Wenn die Briten austreten wollen, dann müssten sie viel zurückgeben – unter anderem ihre Sprache, denn englisch, Stichwort Anglistik, haben die Engländer - das ist das Land der Angeln - doch von den Angelsachsen erhalten. „Die sprechen Plattdeutsch!“ Und dann ihr deutsches Königshaus: George I war ein deutscher Herzog, der Anfang des 18. Jahrhunderts britischer König wurde. „Der konnte genauso wenig Englisch sprechen wie Oettinger in Brüssel!“ Wieder Lacher.

Schnoy knöpft sich die Österreicher vor, die so „looongsaaam“ seien. Kein Wunder. Jeder der früher die Alpen nicht überqueren wollte, sei in Österreich hängen geblieben! Dann wird er wieder böse. Wer sich als Muslim in die Luft jagt, weil im Himmel angeblich 72 Jungfrauen warten, liege falsch. Er habe ihm Koran geforscht: Im Himmel warte nur eine 72-Jährige auf den Selbstmörder. Böse. Und dann ruft er die verbissenen Deutschen, er verweist auf akribische Nordic-Walkerinnen hin, zur Anarchie auf: „Werfen Sie mal nach 19 Uhr grüne Flaschen in den braunen Altglascontainer!“ Was dann wohl los wäre! Eine gelungene Geschichtsstunde, bissig, lustig und auch hintersinnig.

Schnoy zog dann sogar noch den roten Faden zum DRK, dankte den Gästen für ihren Einsatz und unterhielt sich ungezwungen mit den Leuten. Auch er habe sich schon ehrenamtlich engagiert, Zeit für andere aufgebracht. Geld und Zeit zu schenken mache nämlich mehr Spaß, als sein ganzes Geld zu behalten. Der Kabarettist hatte genauso wenig Starallüren und Berührungsängste wie die Helfer vom DRK, denen dieser Abend gewidmet war.

Infokasten:

Johannes Fuchs und Sven Knödler dankten den Helfern der Flüchtlingsarbeit und den langjährigen Helfern. Für 40 Jahre Tätigkeit fürs DRK wurden Peter Schneider, Markus Frank (beide Althütte), Ella Blümle, Annamarie und Karl Herrmann, Ingrid Müller, Oliver Kron, (alle aus Plüderhausen) Maria Gerst (Remshalden), Dietmar Walter, Dieter Kollros (beide Waiblingen) sowie Rettungsdienstler Thomas Röhrer geehrt. 45 Jahre sind Jochen Daiß (Plüderhausen), Jürgen Bähne (Waiblingen), Angelo Di Girolamo (Remshalden), Waldemar Weidner (Spiegelberg), Egon Flaig, Brigitte Köhne (beide Wieslauftal) aktiv dabei. Brunhilde Fallaschek, Ingrid Fink (beide Kernen), Kurt Hurlebaus (Urbach) und Otto Siegle (Weinstadt) engagieren sich seit 50 Jahren für das DRK. Heinz Wacker und Helga Bareither (beide Alhütte) sind seit 55 Jahren dabei. Für sage und schreibe sechs Jahrzehnte wurde Leonard Fröscher aus Althütte geehrt.

Die Ehrenplakette erhielten Helga Bareither, Gisela Mohr, Heike Steinicke, Hans-Ulrich Stäbler und Gotthold Erlenbusch. Verabschiedet wurde Dieter Schick, Leiter der Rettungswache in Backnang sowie Günter Drexel Leiter der Rettungswache in Schorndorf.


14 frischgebackene Sanitäter

Bild: Kai Kübler/DRK Sulzbach

In der Zeit vom 17.09.-23.10.2016 wurden 14 motivierte Mädels und Jungs aus 10 Ortsvereinen für den Ernst des Lebens ausgebildet und fit gemacht.

Ihr Können stellten die Vierzehn am 26.10.2016 im Rahmen einer praktischen Prüfung unter Beweis.

Freuen können sich über künftige Verstärkung die jeweiligen Führungs- und leitungskräfte aus Aspach, Backnang, Kernen, Murrhardt, Remshalden, Schorndorf,Sulzbach, Weinstadt, Weissacher Tal und Winnenden.

Herzlichen Glückwunsch, viel Freude und Erfolg bei künftigen Diensten und Einsätzen.

Andrea Steinacker

Ausbildungsleiterin

Leiterin Rotkreuzdienste

Reiterkurs in Backnang - Wenn ein Reiter in den Graben fällt

Foto: Eppler/StZ

Das Rote Kreuz bietet im Rems-Murr-Kreis spezielle Kurse für Reiter in Erster Hilfe an. Die Nachfrage ist groß.


Kathrin Renz sitzt auf dem Boden und hält sich den rechten Unterarm, auf dem eine ziemlich lange blutige Risswunde klafft. Während ihre Reitkollegin Jessica Striegel sich mit Verbandszeug daran macht, ihr zu helfen, scheint das Pferd Endret sich mehr für die Äpfel an einem Baum neben ihm zu interessieren. Erst als Kathrin Renz aufsteht und ihre Helferin grinsend darauf hinweist, „du hättest mir aufhelfen sollen“, weckt das die Neugier des Hengstes. Er streckt den Kopf nach vorne, der Hals wird immer länger, bis die Nase an dem leuchtend weißen Verband schnuppert. Doch scheint Endret etwas anderes erwartet zu haben. Er schüttelt den Kopf und schaut sich wieder nach den Äpfeln um.

Bei Reitunfällen kommt es oft zu Knochenbrüchen

Tatsächlich ist das Pferd an diesem Samstagnachmittag mehr oder weniger Statist. Denn der Erste-Hilfe-Kurs für Reiter gilt Menschen, nicht ihren Rössern. „Wir sind für die Menschen zuständig“, sagt Andrea Steinacker vom Kreisverband Rems-Murr des Roten Kreuzes, die zusammen mit zwei Kolleginnen zum Reitstall Kienzle bei Backnang-Mittelschöntal gekommen ist, um mit 13 Reiterinnen zu üben, was man bei speziellen Unfällen von Reitern unternimmt.

Melanie Burr hat die Gruppe von Reiterinnen mit dem Roten Kreuz zusammen gebracht. Sie hatte von dem Angebot in der Zeitung gelesen. „Wir sind kein Verein, aber eine feste Gruppe von Reiterinnen. Ich hab die anderen gefragt und uns dann angemeldet.“

Dass Reitunfälle drastisch ausfallen können, ist allein schon an der Fallhöhe zu erkennen, die eine Reiterin oder ein Reiter hat. Endrets Rücken ist nahezu mannshoch. „Es gibt aber noch größere Pferde“, klärt Melanie Burr den Laien auf. Neben Knochenbrüchen, Wirbelsäulen- und Kopfverletzungen kann es auch zu offenen Wunden an Armen und Beinen kommen, wenn man zu nahe an Ästen oder Ranken vorbeikommt.

„Da braucht nur eine Brombeerranke über den Weg zu hängen“, sagt Andrea Steinacker. Die Ausbildungsleiterin hat den Erste-Hilfe-Kurs zusammen mit dem Rötleshof konzipiert, einem Reiterhof, der auch auf Backnanger Gemarkung liegt. Neben den Handgriffen nach einer Verletzung wurden auch Präventionsmaßnahmen erdacht. „Man sollte immer mindestens zu dritt ausreiten. Wenn jemandem etwas passiert, kann die zweite Person helfen, die dritte das Pferd halten.“

Hilfe holen wie Fury oder Lassie würde ein echtes Pferd kaum

Wenn dieses nicht schon vor Schreck auf und davon ist. „Die einen rennen davon, andere gleich zurück in den Stall“, diskutieren die Teilnehmerinnen das Verhalten ihrer Pferde. Einig sind sie sich nur in einem Punkt: Um einen heruntergefallenen Reiter würde sich wohl kaum ein Pferd kümmern, geschweige denn wie Lassie oder Fury Hilfe herbeiholen. Höchstens indirekt: „Wenn ein Pferd ohne Reiter zurückkehrt, ist klar, dass etwas passiert ist. Jetzt muss man allerdings noch wissen, wo er steckt“, sagt Andrea Steinacker. Hier hilft eine einfache, aber wirkungsvolle Präventionsmaßnahme. „Man legt Ausrittrouten fest und nummeriert diese. Wenn jemand ausreitet, trägt er oder sie die Nummer der Route auf einem Plan ein. So weiß man zumindest ungefähr den Aufenthaltsort.“

Spezielle Kurse wie für Reiter werden vom Roten Kreuz immer mal wieder ausgearbeitet. „2012 sind Motorradfahrer auf uns zugekommen“, erinnert sich Andrea Steinacker. Und es gibt sogar einen Kurs, wie man Hunde wiederbelebt. „Das macht unsere Hundeführerstaffel.“

 

Text: Thomas Schwarz/StZ

Erste Hilfe für Sportgruppen

Bild: Andrea Steinacker/DRK KV Rems-Murr

Seit vielen Jahren gehört der Lehrgang „Erste Hilfe für Sportgruppen“ zu den festen Angeboten des Deutschen Roten Kreuzes.

Um unsere Kursteilnehmer noch praxisbezogener zu schulen und hilfreiche Tipps geben zu können, haben unsere Lehrkräfte an einer Tape-Unterweisung teilgenommen. Wie man sieht, waren alle mit Spaß und Engagement bei der Sache.

Ein besonderes Dankeschön an Timo Kalbantener vom Bewegungsmuster Fellbach, der uns fit gemacht hat.

 

Ausbildungsleiterin

Andrea Steinacker

Presseinformation

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

viele unserer Nachbarn unterstützen bereits seit langer Zeit stillschweigend das Deutsche Rote Kreuz, das nichts anderes tut, als anderen zu helfen. Herzlichen Dank allen, die dazu beitragen. Das Rote Kreuz geht jeden an. Hier hat jeder die Möglichkeit, anderen zu helfen und sich selbst. Vielleicht entschließen Sie sich, förderndes Mitglied beim Roten Kreuz zu werden. DRK-Beauftragte kommen in den nächsten Tagen auch zu Ihnen, um Sie als förderndes Mitglied für das Rote Kreuz zu werben.

Das Deutsche Rote Kreuz bietet seinen Fördermitgliedern die Möglichkeit, über den DRK-Flugdienst im medizinischen Notfall im Ausland zur Behandlung in die Bundesrepublik Deutschland zurückgeholt zu werden. Im Rahmen des boden­gebundenen Rückholdienstes holt der DRK-Kreisverband Rems-Murr Mitglieder, die in einem auswärtigen Krankenhaus liegen, in ein heimatliches Krankenhaus zurück – selbstverständlich kostenlos.

Geldspenden nehmen unsere Helferinnen und Helfer nicht entgegen. Diese sind der jährlichen Haus- und Straßensammlung vorbehalten.

Wir würden uns sehr freuen, auch Sie bald als förderndes Mitglied begrüßen zu können.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V., 71334 Waiblingen, Henri-Dunant-Str. 1, Tel. 07151 2002-28.

Waiblingen, Juli 2016

Praxistag zur Helfergrundausbildung in Waiblingen

Am Samstag, den 02.07.2016  fand ein weiterer Praxistag zur Helfergrundausbildung in Waiblingen statt.

Diese Ausbildung ist für alle Rotkreuzhelfer erforderlich, die in einer Bereitschaft, Einsatzeinheit oder medizinischen Task Force ehrenamtlich tätig werden möchten.

Zwei Gruppen mit insgesamt 10 Teilnehmern machten Waiblingen unsicher, um an verschiedenen Stellen, die anhand von UTM-Koordinaten gefunden werden mussten, bestimmte Aufgaben zu lösen.

Geübt wurden der Auf- und Abbau eines Stangengerüstzeltes sowie eines aufblasbaren Zeltes. Die Aufgaben des Kreisauskunftsbüros wurden durchgespielt, indem die Registrierung von Einsatzkräften und anderen Personen durchgeführt wurde. Auf verschiedene Fahrzeugarten wurde eingewiesen, insbesondere auf die Abfahrtskontrolle.

Bei der Versorgung eines schwerverletzten Motorradfahrers konnten die Teilnehmer ihre Erste Hilfe Kenntnisse unter Beweis stellen.

Nach einem arbeitsreichen Tag konnten 10 Teilnehmer aus fünf Ortsvereinen die Glückwünsche zu einem erfolgreichen Abschluss entgegennehmen.

Ausbildungsleiterin

Andrea Steinacker

Erste Hilfe für Reiter

Foto: Alex Becher

Die Reiterin liegt reglos auf dem Boden. Eva Buchfink eilt zu der Verletzten, die vom Pferd gestürzt ist. „Nikola! Hallo? Wie geht es dir?“ Sie spricht mit der Verletzen, nimmt den Helm ab und kontrolliert die Atmung und stellt die Stabile Seitenlage her. Es wirkt routiniert. Genau das ist das Ziel des neuen DRK-Kursangebots „Erste Hilfe für Reiter“. Pferdefreunde können ab sofort beim Roten Kreuz lernen, wie sie im Ernstfall schnell helfen können.

Was Eva Buchfink von der Pferdepension Rötleshof vormacht, soll den Teilnehmerinnen des Kurses zeigen, wie sie im Ernstfall reagieren sollen. Bewusstsein prüfen, Atmung kontrollieren, stabile Seitenlage. Das sind die gängigen Hilfsmaßnahmen, an die sich Teilnehmer von Erste-Hilfe-Kursen noch erinnern. Doch was können sie unternehmen, wenn jemand von einem Huf getroffen wurde, wenn eine Reiterin vom Pferd gestürzt ist? Es sind genau diese Szenarien, die Andrea Steinacker, Ausbildungsleiterin beim DRK-Rems-Murr, gemeinsam mit Pferdefreunden vom Rötleshof in Backnang aufgearbeitet haben. Daraus ist ein sechsstündiger Erste-Hilfe-Kurs entstanden, der demonstriert, wie Reiter sich selbst und anderen in Gefahrensituationen helfen können: auf dem Hof, im Wald, auf der Wiese und im Alltag.

Über viele Monate wurden die Kursinhalte gestaltet, überprüft, ergänzt und nun zum ersten Mal  auf dem Rötleshof durchgeführt. „Die Kursinhalte sind exakt auf Reiter zugeschnitten“, sagt Andrea Steinacker. Eva Buchfink empfiehlt den Reitern ihrer Pferdepension die Teilnahme – und allen übrigen Pferdefreunden ebenfalls.

„Ich lege es allen Reitern ans Herz, damit man im Ernstfall sicher handlungsfähig ist, denn ein Unfall kann schnell passieren“, sagt die Reiterin. Sie selbst ist schon einmal vom Pferd gestürzt. Dann sind Verletzungen am Kopf und an der Schulter möglich, auch die Wirbelsäule kann betroffen sein. Anders als bei Unfällen im Betrieb sind Reiter in der Regel auf sich allein gestellt, wenn es zu einem Unfall gekommen ist. „Die reine Lehre sagt, dass man nur zu dritt ausreiten sollte“, schildert Eva Buchfink. Das sei nicht immer der Fall. Daher sei es wichtig, andere zu informieren, wo der Ausritt hingeht und lang führt. Ausritte als Gruppe haben Vorteile: Einer kann dem Opfer helfen, die andere Person Hilfe holen. Hier setzt der DRK-Kurs an. Andrea Steinacker und weitere Ausbilder erklären und zeigen, wie ein Reithelm

abgenommen und eine Schulterverletzung erkannt wird. Doch die Hilfe beginnt schon viel früher.

„Wir empfehlen allen Reitern eine Bauchtasche“, sagt Andrea Steinacker. Die sollte mindestens ein Handy, Verbandsmaterial und eine Rettungsdecke enthalten, um einen Notruf abzusetzen und Hilfe leisten zu können. Wer sein Handy am Sattel befestigt, hat das Nachsehen, wenn das Pferd nach einem Unfall durchgeht. „Pferde sind Fluchttiere“, erklärt Eva Buchfink. Daher drehen sich die Unterrichtseinheiten anfangs um Prävention, um Helme, Schutzwesten und das Verhalten auf dem Feld oder im Straßenverkehr. Danach folgt Aufklärung über Wunden, Knochenbrüche und übrige Verletzungen, wie man sie behandelt und schließlich Rettungsmaßnahmen einleitet. Theorie und Praxis.

Andrea Steinacker sitzt mit den Kursteilnehmerinnen im Reiterstüble. Es geht um das Auffinden eines verletzten Reiters. Erst werde das Bewusstsein kontrolliert. Reagiert der Betroffene nicht, muss der Helm abgenommen, die Atmung überprüft und Hilfe geholt werden. Die stabile Seitenlage ist dann obligatorisch. Auf dem Hofgelände steht dann auch die Reanimation auf dem Programm, klassische Erste-Hilfe-Kursinhalte. Andrea Steinacker erläutert, wie Knochenbrüche erkannt und die Betroffenen richtig hingelegt werden. Dann stehen Kopf- und Schulterverletzungen im Vordergrund. Hat der Reiter lediglich eine Beule am Kopf oder eine Gehirnerschütterung? Steinacker macht deutlich, dass es auch bei einer Kopfverletzung notwendig werden kann, einen Verletzten in die stabile Seitenlage zu bringen, damit die Atemwege frei bleiben. Carola Reese nickt. Die Reiterin will wissen, was sie konkret unternehmen kann, wenn es zum Unfall gekommen ist. Die Behandlung von Brandverletzungen steht daher an diesem Tag nicht auf der Tagesordnung. Stattdessen lernen die Reiterinnen, wie sie mit Menschen mit Schulterverletzungen umgehen und Blutungen stillen. Das seien eben die klassischen Verletzungen bei Reitern. Wer bei 35 Stundenkilometern vom Pferd stürzt, der könne sich schwer verletzen, weiß Eva Buchfink. Wer das sieht, sei oft überfordert, wisse nicht, wie er oder sie helfen könne. Wer hingegen vorbereitet ist, kann unmittelbar Hilfe leisten.

„Nachhaltig ist das Ausprobieren“, weiß Andrea Steinacker und weist auf Teilnehmerinnen, die einen Defibrillator einsetzen. „Braucht noch jemand die stabile Seitenlage?“, fragt sie in die Runde. Routine und die Sicherheit für die Anwender sei Ziel des Kurses. Carola Reese ergänzt: „Man muss sich an die eigene Nase fassen: ,Wann war mein letzter Erste-Hilfe-Kurs?´“ Eva Buchfink sieht das genauso. „Ich will im Ernstfall handlungsfähig sein!“

Das bei all den Übungen auch gelacht wird, viele Fragen gestellt werden und mit einer Karotte ein Druckverband verstärkt wird, gehört ebenfalls zum Programm. Und dass es nicht bloß darum geht, den Menschen zu versorgen, sondern sich auch um die Pferde zu kümmern, wenn der Notruf abgesetzt und alles Notwendige getan wurde, steht für alle Teilnehmerinnen fest. Wird die Möhre nicht für einen Verband benötigt, wird sie verfüttert.

Info:

Der Kurs „Erste Hilfe für Reiter“ wird vom DRK-Rems-Murr angeboten. Er ist für Gruppen, sechs bis 15 Personen, konzipiert. Die Kosten pro Person liegen bei 30 oder 250 Euro pro Gruppe. Die sechs Unterrichtseinheiten umfassen rund 4,5 Stunden. Die Teilnehmer werden geschult, können Fragen stellen und erhalten Materialien.

Termine gibt es auf Anfrage beim DRK. Die Kurse können auf Reiterhöfen durchgeführt werden. Ansprechpartnerin ist Andreas Steinacker, Tel.: 07151 2002-99, Mail: andrea.steinacker@ - drk-rems-murr.de.

 

Text: Christian Siekmann

Leistungsentscheid der Bereitschaften

Am 23.04.2016 fand ein Bereichsentscheid des DRK Landesverbandes Baden-Württemberg in Weinstadt-Endersbach statt. Für die bestplatzierten geht es am 16.07.2016 zum Landesentscheid nach Nürtingen. Hier haben die Gruppen die Möglichkeit, sich für den Bundesentscheid zu qualifizieren.

11 hochmotivierte Gruppen aus ganz Baden-Württemberg wurden auf den Parcour geschickt, der sich durch den kompletten Endersbacher Ortskern schlängelte.  An 5 Stationen mussten Einzel-, Partner- und Gruppenaufgaben innerhalb von 10 Minuten abgearbeitet werden. Mithilfe unserer bewährten „Realistischen Notfalldarstellung“ entstanden echt wirkende Notfallszenarien. An 2 Stationen mussten Fragen zu medizinischen Themen, sowie allgemeine Fragen über das Deutsche Rote Kreuz beantwortet werden. Für Aufgaben mit Spiel & Spaß war ebenfalls gesorgt.

Zusätzlich wurden Punkte für den Bereich “menschliche Zuwendung“ vergeben.

Unsere teilnehmenden Gruppen aus Waiblingen und Sulzbach konnten sich beide für den Landesentscheid qualifizieren.

In der Rubrik „Menschliche Zuwendung“  errang Waiblingen den Platz 1.

Herzlichen Glückwunsch unseren beiden Gruppen und viel Erfolg beim Landesentscheid.

Ganz herzlich möchten wir uns bei den vielen Helfern bedanken. Ohne Euch wäre es nicht gelungen, diesen Tag so erfolgreich durchzuführen.

 

Text Kevin Deiss, Ortsverein Weinstadt

„Helfer vor Ort“ (First Responder)

Ziel des Systems „Helfer vor Ort“ des DRK Kreisverband Rems-Murr e. V. ist, dass der Zeitraum zwischen Eintritt des Notfalls und dem Eintreffen des Rettungsdienstes durch frühzeitige qualifizierte Hilfe verkürzt wird, um somit eine Minderung von Folgeschäden für den Notfallpatienten zu erzielen.

Für diese Tätigkeit haben sich 10 Kameraden des DRK Ortsvereins Urbach in der Zeit vom 03.03. – 07.04.2016 weiterqualifiziert, was einen erheblichen Mehrwert für die Urbacher Bürger bedeutet.

Für Ihren ehrenamtlichen Einsatz im HvO-Dienst wünschen wir unseren Kameraden alles Gute.

 

Ausbildungsleiterin

Andrea Steinacker

Helfergrundausbildung 3. Praxistag

Bild: DRK-KV Rems-Murr e. V.

Am Samstag, den 24.10.2015 fand der 3. Praxistag zur Helfergrundausbildung in Oppenweiler statt.

Diese Ausbildung ist für alle Rotkreuzhelfer erforderlich, die in einer Bereitschaft, Einsatzeinheit oder medizinischen Task Force ehrenamtlich tätig werden möchten.

Geübt wurden der Auf- und Abbau eines Stangengerüstzeltes sowie eines aufblasbaren Zeltes. Die Aufgaben des Kreisauskunftsbüros wurden durchgespielt, indem die Registrierung von Einsatzkräften und anderen Personen durchgeführt wurde. Auf verschiedene Fahrzeugarten wurde eingewiesen, insbesondere auf die Abfahrtskontrolle.

Bei der Versorgung eines schwerverletzten Waldarbeiters konnten die Teilnehmer ihre Erste Hilfe Kenntnisse unter Beweis stellen.

Nach einem arbeitsreichen Tag konnten 16 Teilnehmer aus sechs Ortsvereinen die Glückwünsche zu einem erfolgreichen Abschluss entgegennehmen.

 

Ausbildungsleiterin

Andrea Steinacker

15 neue Sanitäter

In der Zeit vom 06.06. bis 21.07.2015 fand in Sulzbach an der Murr eine Sanitätsausbildung statt. 15 Teilnehmer aus insgesamt 5 Ortsvereinen absolvierten mit viel Schwung und Elan, trotz mörderischer Temperaturen, die 64 Unterrichtseinheiten. Am 21.07.2015 konnten sie im Rahmen der praktischen Prüfung ihr Können unter Beweis stellen.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Alle 15 Teilnehmer haben erfolgreich bestanden.

Ausbildungsleiterin
Andrea Steinacker

Bild: Andrea Steinacker / DRK

Helfergrundausbildung - Praxistag

Der vom DRK Kreisverband Rems-Murr ausgerichtete Praxistag am 06.06.2015 in Waiblingen stellte den Abschluss der Helfergrundausbildung, die jeder Helfer benötigt, der in der Bereitschaft oder einer Einsatzeinheit tätig werden möchte, dar. Um sich für die Teilnahme am Praxistag zu qualifizieren, muss der Helfer vorher die Theorie der Lernmodule Einsatz, Betreuung und Technik und Sicherheit im E-Learning absolvieren. Während des Praxistages hat er dann die Möglichkeit, das erworbene Wissen praktisch anzuwenden und viele Dinge real kennenzulernen, die er zunächst nur virtuell betrachten konnte.

So gab es bei einer Station die Möglichkeit verschiedene Fahrzeugarten durchzuschauen und eine Abfahrtskontrolle durchzuführen. Bei anderen Stationen konnten die Teilnehmer die Unterschiede zwischen einem Stangen-Gerüst- und einem aufblasbaren Zelt feststellen. Auch wurde die Arbeit des Kreisauskunftsbüros, einer der wichtigsten Aufgaben des Roten Kreuzes am Beispiel einer Auffangstelle praktisch durchgespielt.

Natürlich durfte beim Deutschen Roten Kreuz ein Erste HilfeTeil nicht fehlen und so mussten die Teams bei verschiedenen Fallbeispielen unter Beweis stellen, wie fit sie in der Anwendung von Erste Hilfe Maßnahmen sind.  So musste beispielsweise eine Patientin aus einer verrauchten Garage gerettet und anschließend erstversorgt werden. Eine weitere Aufgabe war die Durchführung einer Reanimation.

Bild: Heiko Fischer

Trotz der extremen Hitze haben unsere Kreisausbildungsleiterin Andrea Steinacker und der leitende Ausbilder und Organisator Peter Scholpp am Ende des Praxistages von allen Beteiligten eine durchweg positive Rückmeldung für den Praxistag erhalten.  Unser Dank gilt den Bereitschaften Althütte, Oppenweiler, Waiblingen 1 und Weinstadt, die durch die Bereitstellung von Fahrzeugen, Übungsmaterialien und Lehrkräften zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen. Ohne diese Unterstützung wäre eine Durchführung dieses Praxistages nicht möglich gewesen.

Bild: Andrea Steinacker