DRK Presseinformationen https://www.drk-rems-murr.de de DRK Fri, 14 Jan 2022 10:50:43 +0100 Fri, 14 Jan 2022 10:50:43 +0100 TYPO3 EXT:news news-297 Fri, 07 Jan 2022 09:23:58 +0100 Neuer Impfstützpunkt: Erst Nachtschicht, dann Ehrenamt https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/neuer-impfstuetzpunkt-erst-nachtschicht-dann-ehrenamt.html Yvonne Butzert hat ihre Nachtschicht am Morgen beendet, ein paar Stunden geschlafen und steht nun im neu eröffneten Impfstützpunkt in Winnenden bereit. Dort wird seit Mittwochabend geimpft. Die Krankenschwester ist Sinnbild für die Einsatzbereitschaft der DRK-Ehrenamtlichen. Zwischen Weihnachten und Neujahr wurde das Projekt im Eiltempo an den Start gebracht und wenige Tage nach Neujahr heißt es nun „Impfen zum Feierabend“.

Betreiber ist der niedergelassene Arzt Dr. Christian Schweninger, unterstützt vom DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V. in Kooperation mit Stadtverwaltung Winnenden und Landkreis. Impfstoff, Terminvergabe, Impfstoffaufbereitung, Impfung: „Wenn alle Partner ihre Kräfte bündeln, kann in wenigen Tagen ein neuer Impfstützpunkt eröffnen“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler. „Das Impfen ist eine wichtige Säule bei der Bekämpfung der Pandemie. Deswegen sind wir auch an dieser Stelle als Partner für Ärzte, Kommunen und Landkreis schnell und verlässlich da.“

Phänomenales Engagement unserer Ehrenamtlichen!

Dass über den Jahreswechsel in wenigen Tagen alle Schichten für die ersten Wochen mit ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt werden können, zeige die Leistungsfähigkeit des Ehrenamts, so Knödler. „Es braucht Initiative und es braucht Menschen, die es machen und den Betrieb der Impfstützpunkte etc. sicherstellen. Ich bin stolz über das phänomenale Engagement unserer Ehrenamtlichen!“

Jörg Behrens vom DRK-Kreisverband hat wieder mal sein Organisationstalent bewiesen und mit den Partnern in kurzer Zeit viel erreicht: Standort, Personal, Zelte, Technik etc. Er dankt ebenfalls allen Helfern, vor allem auch dem DRK-Ortsverein Winnenden, der die ersten Tage mit seinen Einsatzkräften die Schichten besetzt. Das DRK Winnenden ist derzeit stark gefordert und hilft an vielen Stellen. Bei der Impfstoffaufbereitung kommt erfahrenes Personal aus dem medizinischen Bereich zum Einsatz. Auch bei der Nachbetreuung der Geimpften kann das DRK helfen. Und so ist Yvonne Butzert erneut viel beschäftigt. „Ich bin seit 25 Jahren beim DRK. Es hat mir schon immer Spaß gemacht zu helfen.“ Danke ans Ehrenamt!

Der Impfstützpunkt hat ab sofort montags bis sonntags, von 17.00 bis 20.30 Uhr geöffnet. Geimpft mit den Impfstoffen BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson. Termine gibt es über das kreisweite Buchungsportal des Landratsamts.

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news-296 Thu, 16 Dec 2021 13:56:34 +0100 „Sie können mit einfachen Mitteln viel bewegen” DRK Rems-Murr hilft seit fünf Monaten im Ahrtal https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/sie-koennen-mit-einfachen-mitteln-viel-bewegen-drk-rems-murr-hilft-seit-fuenf-monaten-im-ahrtal.html „Es ist immer noch unvorstellbar“, sagt Peter Fink vom DRK-Ortsverein Urbach. Er ist einer von mehr als 50 ehrenamtlichen Einsatzkräften des DRK Rems-Murr, die in den von Hochwasser betroffenen Gebieten tatkräftig geholfen haben, in der Akutphase und bei der Wiederherstellung der Infrastruktur vor Ort. Seit fünf Monaten ist das DRK im Ahrtal präsent. Die Helferinnen und Helfer übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Der Einsatz wird zeitnah beendet.

Mehr als 50 Rotkreuzler haben bisher vor Ort geholfen

„Du hast das Gefühl, es ist noch nicht fertig“, sagt Peter Fink auf die Frage, warum er bereits vier Mal vor Ort geholfen hat. Er ist Bereitschaftsleiter des DRK Urbach. Normale Einsätze endeten zeitnah und hoffentlich erfolgreich. „Dieser Einsatz ist für mich immer noch nicht abgeschlossen.“ Die ausgebildeten Einsatzkräfte des DRK haben in den vergangenen fünf Monaten viel geleistet, gesehen und erlebt und noch mehr gehört. „Wie will man das verkraften?“, hat sich Sina Löhle, stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin des DRK Rems-Murr mehrfach gefragt. „Man kommt mit Menschen ins Gespräch und es ist schlimm“, sagt sie. „Krieg trifft es am besten.“ Eine Frau habe ihren Mann, ihr Haus und ihre Kinder verloren. Ein Mann schilderte ihr, wie seine Familie nachts auf dem Hausdach ausgeharrt und genau wie ihre Nachbarn um Hilfe gerufen hätte. Dann sei das Haus gegenüber fortgespült worden. Dann war Ruhe. So begann nach der Akutphase, in der das DRK Rems-Murr mit ausgebildeten Sanitäterinnen und Sanitätern den Rettungsdienst unterstützt hat, die zweite Phase des Einsatzes: Ehrenamtliche Kräfte der psychosozialen Notfallversorgung des DRK halfen sowohl den Bewohnern als auch den Einsatzkräften.

Ein Netzwerk aus Ansprechpartnern, die nach solchen Einsätzen beraten können, stehe bereit, erläutert Markus Frey. Er organisiert, wann welche Einsatzkräfte aus dem Rems-Murr-Kreis vor Ort helfen. Der DRK-Landesverband stelle eine Anfrage nach Personal, er gibt den Bedarf weiter und koordiniert die Hilfe. Fast jede Woche waren es zwei, drei Menschen, die für ein paar Tage oder eine Woche ins Ahrtal fuhren. Manche nahmen sich Urlaub, andere wurden vom Arbeitgeber freigestellt. Wer nach so einem Einsatz Hilfe benötigt, der erhält sie. „Es war dramatisch“, sagt auch Frey, der in der Akutphase selbst mitangepackt hat. „Das Ausmaß der Zerstörung war überwältigend!“ – und auch die Anzahl der Toten. Dennoch sei die Hilfsbereitschaft beim Team des DRK-Rems-Murr enorm. „Die Einsatzkräfte haben aus sich heraus das Bedürfnis gehabt, dort tätig werden zu wollen.“ Mehr als 50 Rotkreuzler der insgesamt 26 Ortsvereine hätten bisher geholfen. Warum?

„Das Rote Kreuz ist überall. Wir haben mobile Arztpraxen und betreiben sogar Kläranlagen“

„Man sieht die dramatische Situation im Fernsehen“, sagt Frey und die Rotkreuzler mit abgeschlossener Fachdienstausbildung wissen, dass sie vor Ort helfen können, dass ihr Einsatz als Sanitäter, Koch, Lkw-Fahrer und Elektriker Sinn macht. „Sie können mit einfachen Mitteln helfen und viel bewegen.“ Mussten anfangs Menschen mit Hubschraubern von Hausdächern geholt werden, waren es nachher Touren mit geländegängigen Lkw in Ortschaften, die tage- und wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten waren. Kleidung, Medizin, Lebensmittel, Kühlschränke, Bautrockner, Treibstoff. Das alles hätten die Helfer an die richtigen Stellen gebracht.

Manche Helfer vom Roten Kreuz Rems-Murr hätten am Steuer gesessen, Notstromaggregate repariert, waren im Führungsbereich tätig, haben Essen gekocht, eingepackt und verteilt, Wunden versorgt oder einfach nur zugehört. Viele Einsatzkräfte sind daran beteiligt, die Infrastruktur wiederherzustellen. „Es macht mich wahnsinnig stolz, was das DRK und die Hilfsorganisationen dort leisten“, sagt Sina Löhle. „Das Rote Kreuz ist überall. Wir haben mobile Arztpraxen und betreiben sogar Kläranlagen“, sagt sie. Viele Menschen hätten die Einsatzkräfte des DRK gebeten, vor Ort zu bleiben, weiterhin so vielschichtig zu helfen. „Bitte geht nicht!“, hätten viele Menschen gesagt. Auch das sei eine Motivation, warum Woche für Woche Rotkreuzler aufbrechen würden, um vor Ort zu helfen. „Man lernt das DRK zu schätzen“, so Löhle und „es ist schön helfen zu können.“

„Es macht ja auch Spaß, von morgens 7 bis abends 19 Uhr durchzuarbeiten!“

Von der Zahnbürste bis zum Ersatzstromerzeuger hätte er alles verteilt, sagt Peter Fink aus Urbach. Es habe ihm geholfen, den Einsatz als neutralen Auftrag zu sehen. Es wird Hilfe benötigt, also wird sie gegeben. „Und es macht absolut Sinn.“ Fast drei Wochen war er insgesamt im Einsatz. Was wäre, wenn es das Ehrenamt der Hilfsorganisationen wie DRK nicht geben würde?

Ein Einsatz dieser Größenordnung könne ohne die zielgenaue Hilfe der ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen nicht in dieser Form ablaufen. „Wir können auch mal unkonventionell zielführende Maßnahmen ergreifen, um schnell zu helfen“, sagt Markus Frey. Er ist sich sicher, ohne das Ehrenamt hätte man nicht in so kurzer Zeit so passgenau helfen können – und dies auch, weil zahlreiche Arbeitgeber dies ermöglichten. „Es gibt Firmen, die haben ihre Mitarbeiter freigestellt und auf den Lohnersatz verzichtet“, freut sich Markus Frey.

Der Einsatz des DRK im Ahrtal wird – Stand jetzt – Ende Dezember enden. Und Peter Fink und Co. würden bestimmt auch ein fünftes Mal helfen. „Es macht ja auch Spaß, von morgens 7 bis abends 19 Uhr durchzuarbeiten!“ Wenn der Einsatz Sinn macht. 

Info:

Sie können das Ehrenamt des DRK-Rems-Murr mit Spenden und einer Fördermitgliedschaft unterstützen und somit für einen hohen Ausbildungsstandard und moderne Fahrzeuge sorgen und vor allem Ihre Wertschätzung für den Einsatz der Ehrenamtlichen ausdrücken. Spenden können Sie ebenfalls: IBAN: DE88 6025 0010 0000 1102 20. Informationen auch auf www.drk-rems-murr.de

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news-295 Tue, 14 Dec 2021 11:12:23 +0100 Wieder Eltern-Baby-Kurse: Das dicke Plus für Eltern und Babys https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/wieder-eltern-baby-kurse-das-dicke-plus-fuer-eltern-und-babys.html Das Corona-Virus hat das Kursangebot für junge Eltern stark eingeschränkt. Gemeinsame Gruppenstunden, Spiele, Ratschläge, Angebote und vor allem diese wichtigen Austauschrunden für Eltern fanden kaum statt. „Dies kam in den vergangenen Jahren viel zu kurz“, sagt Gruppenleiterin Gabi Dürrwächter von fam futur in Backnang. Sie freut sich, dass das Familienzentrum und das Rote Kreuz Rems-Murr bald wieder Kurse für Eltern in besonderen Lebenslagen anbieten.

„Unsere Kurse bieten Raum und Zeit für Mütter und Väter und ihre Babys im ersten Lebensjahr“, sagt Gabi Dürrwächter. Ihr „Eltern-Baby-Kurs Plus“ vermittle Informationen über die kindliche Entwicklung, verpackt in einen netten und informativen Kurs, den sie auch als „Austauschplattform für Eltern“ bezeichnet. Hier treffen sich Eltern in besonderen Lebenslagen, die nach der Geburt vor besondere Probleme gestellt werden, und daher mehr Hilfe benötigen als Familien, die über ein größeres privates Unterstützungsnetzwerk verfügen.    

Austausch mit Familien und fundierte Informationen

Rund zwei Jahre musste das Angebot pausieren. Mit einem Hygienekonzept wollen Gabi Dürrwächter und Cordula Friederich nun endlich wieder durchstarten. Ihr Angebot sei nicht nur stark, was die Inhalte betrifft, sondern schaffe Bindungen und Verbindungen. Die Bindung zum Kind werde verstärkt, im Kurs gebe es die Chance, zur Ruhe zu kommen und intensiv Zeit mit dem Kind zu verbringen und Achtsamkeit für die kindlichen Bedürfnisse zu entwickeln. Verbindungen werden ermöglicht, weil sich die Eltern untereinander zu vielen Themen rund um die frühkindliche Entwicklung austauschen können und fachkundige Informationen von der Kursleitung erhalten. Neue Kontakte und Netzwerke mit anderen Familien werden geknüpft – und natürlich sei es auch schön, wenn sich die Babys begegnen und sich vielleicht auch die ein oder anderen Dinge abgucken können.

Über mehrere Wochen können sich Eltern gemeinsam treffen und sich über alle mögliche Fragen austauschen und den Rat der Expertinnen einholen. Die beiden pädagogischen Fachkräfte bieten den Kurs seit zehn Jahren an. Sie wissen, dass in diesem Umfeld langfristige Freundschaften entstanden sind. Natürlich geht es auch um ganz handfeste Themen.

Infos zu Beikost, Ernährung, Stillen, Sicherheit im Haushalt, Kinderkrankheiten und mehr

„Wir geben Informationen zu Beikost, Ernährung, Stillen, Sicherheit im Haushalt, Kinderkrankheiten und mehr“, sagt Cordula Friederich. Bewegungs- und Spielangebote werden ebenfalls gemacht. „Es geht darum, sich mit den Kindern zu beschäftigen und sie dabei zu fördern.“ Die beiden Frauen betonen, natürlich sind auch Väter herzlich willkommen. Bei Sprachproblemen können Dolmetscher teilnehmen. Ein Hygienekonzept wurde erstellt und wird laufend angepasst.

„Wir wollen, dass alle Kinder mit all ihren Sinnen die Welt entdecken“, sagt Gabi Dürrwächter. Und so wird bei den ElBA Plus-Kursen nicht nur viel geredet, sondern vor allem auch erlebt, angefasst und ausprobiert. Auch die Sprachentwicklung steht im Fokus, ergänzt Cordula Friederich. Vorlesen sei extrem wichtig – auch weil dies die Bindung zum Kind stärke. Mit Spielen und vielen Tipps wollen sie Eltern sensibilisieren, wie wichtig und wie einfach es ist, Kinder jeden Tag zu fördern.

Auch die Mütter und Väter sollen konkret profitieren und gestärkt werden und „Achtsamkeit gegenüber sich selbst entwickeln. Denn nur dann können die Eltern stabil und kraftvoll nach den Kindern gucken.“ Von einem Besuch bei ElBa Plus haben daher alle etwas; auch die beiden Gruppenleiterinnen. „Wenn ich über unser Angebot rede, kriege ich schon wieder richtig Lust auf unseren Kurs!“, sagt Cordula Friederich und lacht.

Informationen:

Bei den ElBA Plus-Kursen erhalten Eltern ausführliche Informationen über Säuglingspflege, Entwicklungsschritte der Kleinen, Ernährung, Sicherheit im Haushalt, Kinderkrankheiten und Hausapotheke, Betreuungs- und Unterstützungsmöglichkeiten, Spielanregungen für zuhause, etc. Der Kurs für Eltern in besonderen Lebenslagen wird über das Landesprogramm „Stärke“ finanziert und ist kostenlos. Für 2022 sind drei Kurse geplant mit jeweils zehn Treffen. Der erste Kurs beginnt am 26. Januar. Die anderen starten am 4. Mai und am 28. September, immer mittwochs von 9.30 bis 11 Uhr. Die pädagogischen Fachkräfte mit der Ausbildung bei der DRK-Landesschule freuen sich auf Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr. Corona-Tests vor Ort sind im Vorfeld möglich. Dies sollte vorher besprochen werden. Die Kurse finden statt im Familienzentrum „fam futur“ in der Theodor-Körner-Straße 1 in 71522 Backnang. Infos bei Gabi Dürrwächter: g.duerrwaechter(at)kinderundjugendhilfe-bk.de und 07191/3419-123 sowie auf www.famfutur-bk.de

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news-294 Fri, 10 Dec 2021 11:05:19 +0100 Weihnachtlicher Erste Hilfe-Rundweg - Wer will den Weihnachtswichteln helfen? https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/weihnachtlicher-erste-hilfe-rundweg-wer-will-den-weihnachtswichteln-helfen.html Im Winter macht der Erste-Hilfe-Rundweg des DRK in Schorndorf Pause – und kleine Wichtel haben sich an einigen Stationen breitgemacht. Gemütliche Plätze, unter anderem eine kleine Weihnachtsbäckerei, haben sie sich eingerichtet. Doch auch kleine Wichtel können in eine Notlage geraten. Familien mit Kindern können ihnen ab sofort helfen – und viel über Erste Hilfe lernen. Eine tolle Aktion des Jugendrotkreuz Rems-Murr.

Wer seinen Blick beim Parkplatz Johannesstraße schweifen lässt, dessen Augen bleiben an goldenen Girlanden und bunten Weihnachtskugeln hängen. Beim „Grüß Gott-Weg“ ist die erste kleine Wichtel-Wohnung entstanden. Nina Siegle und Heidrun Hellmuth vom Jugendrotkreuz des DRK Rems-Murr haben sie dekoriert und fünf weitere Stationen gezaubert. Der Clou: An jeder Station trifft man auf verschiedene Wichtel-Wehwehchen – und muss helfen. Die Kinder sind gefragt, den Knetfiguren zu helfen. Machen sie alles richtig, erfahren sie neue Koordinaten und per GPS werden sie zur nächsten Station geführt. Daher ist es gut, wenn Jugendliche oder Eltern die Kinder begleiten, damit die Technik rundläuft, sagt Nina Siegle. Ein Info-Text beim Grüß-Gott-Weg-Schild führt in die kleine Erste-Hilfe-Rallye ein. Arthur und Amalia waren bei der Generalprobe dabei. Ihr Urteil?

„Super“, sagt der Grundschüler Arthur und grinst. Ihm war die Begeisterung anzumerken, denn sobald am Wegesrand ein kleiner Wichtel an einem Ast auftauchte, wusste er, dass sie sich der nächsten Station nähern – und das sind echte Hingucker. Weihnachtswichtel Zipfelmütz hat eine dicke Träne auf der Wange. Sein Freund Pünktchen liegt unter einer mächtigen Baumwurzel, weihnachtlich geschmückt. Ihm ist kalt. Amalia gibt ihm eine Decke und Arthur einen Schluck warmen Tee. Aus den richtigen Tricks bei Kälte ergeben sich die richtigen Koordinaten – und die führen zum Wichtel Smörrebröd.

Am Ende des Rundwegs wartet eine Belohnung auf die Kinder

Zucker- und Zimtstangen hängen über Smörrebröd, der neben dem Backofen steht. Neben ihm plätschert eine Quelle. Die Kinder sehen sofort, was ihm fehlt. Sie müssen den Finger kühlen. Das passt zur Geschichte, die Nina Siegle ihnen vorliest. Bäcker Smörrebröd hat sich den Daumen verbrannt. Arthur kühlt mit Wasser. Perfekt. Weiter geht’s.

Figuren, Deko, Texte und Ideen, das alles hat sich Nina Siegle, unterstützt von DRK-Jugendreferentin Heidrun Hellmuth selbst ausgedacht. Die JRK-Pädagogin weiß, wie sie spielerisch Erste Hilfe vermitteln kann. Doch vor der Generalprobe war sie aufgeregt: Kommen die Wichtel bei Arthur und Amalia an? Auf jeden Fall. „Ich bin so froh, dass es funktioniert“, sagt Nina Siegle. Die Kinder lösen die Rätsel, lesen ihr die Buchstaben und Zeichen vor, die sich hinter der richtigen Antwort verbergen, und sie tippt diese in ihre Google-Maps-App ein. Wenn ihr Smartphone ihr anzeigt, dass wenige Hundert Meter entfernt der nächste Wichtel wohnt, haben sie alles richtiggemacht. „Am Ende des Rundwegs wartet eine Belohnung auf die Kinder“, sagt Nina Siegle. 90 Minuten dauert der Rundweg, man kann sich aber auch mehr Zeit nehmen.

„Ihr seid super Ersthelfer“

Wer kann mitmachen? Kinder ab drei Jahren mit ihren Eltern, bestenfalls Grundschulkinder. Erwachsene sind wichtig. Dann übernehmen sie den Smartphone- Part und die Kinder können sich voll auf das weihnachtliche Naturerlebnis einlassen und viel über Erste Hilfe lernen. „Wir sind schon fast da“, ruft Arthur vor der letzten Station und rennt los, als er den Wichtel sieht. Amalia folgt ihm, „guck mal, es glitzert“. Allerdings müssen sie aufpassen, zuweilen ist es arg matschig. Daher sind Stiefel oder Wanderschuhe zu empfehlen, sagt Nina Siegle – und Desinfektionsmittel für die Hände vor und nach der Benutzung der Wichtel.

Sie hat noch einen Wunsch: Die Wichtel-Wohnungen sind liebevoll aufgebaut worden. Sie hofft, dass alle sorgsam damit umgehen. Noch viele Kinder sollen das Rätseln und die bunten Figuren mit ihren Geschichten genießen. „Allen Wichteln geht es wieder gut“, fasst Nina Siegle am Ende zusammen und schaut die Kinder glücklich an: „Ihr seid super Ersthelfer“, sagt sie. Und es gibt eine Belohnung. Welche das ist? Das können Familien ab sofort bis zum Ende der Weihnachtsfeiern rausfinden. Beginn ist der Parkplatz an der Johannesstraße.

Info: Informationen finden sich auf der Homepage des DRK: www.drk-rems-murr.de. Der „Weihnachtswichtel“-Erste Hilfe-Rundweg in Schorndorf beginnt an Station 1, (N48° 47.512 E009° 31.204) am Parkplatz oberhalb der Johannesstraße in Schorndorf. Alle Stationen sind ähnlich aufgebaut und gut sichtbar. Kleine hängende Wichtel zeigen den richtigen Weg an. Wenn etwas fehlt, bitte eine Mail an geo@drk-rems-murr.de schreiben.

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news-293 Mon, 29 Nov 2021 12:51:02 +0100 Ausbildung beim DRK: Wir bilden acht junge Menschen zu Notfallsanitätern aus https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/ausbilung-beim-drk-wir-bilden-acht-junge-menschen-zu-notfallsanitaetern-aus.html Seit ein paar Wochen sind sie bereits beim DRK-Kreisverband Rems-Murr aktiv und werden in den nächsten drei Jahren zum Notfallsanitäter und zur Notfallsanitäterin ausgebildet. Es steht viel Theorie auf dem Stundenplan und noch mehr Praxis; in den Kliniken aber vor allem in den Lehrrettungswachen des DRK Rems-Murr, wo erfahrene Kolleginnen und Kollegen und insbesondere die Praxisanleiter den jungen Leuten viel Wissen und praktische Ratschläge mit auf den Weg geben werden. Herzlich willkommen!

Ihr Job ist anspruchsvoll, fordernd und abwechslungsreich – und das nicht nur in Zeiten von Corona. Unsere Notfallsanitäter werden in der Notfallrettung eingesetzt und versorgen die Patienten in medizinischen Notsituationen und werden eigenverantwortlich tätig. Der Weg dahin ist eine Herausforderung, die die jungen Leuten im und mit dem Team des DRK-Rettungsdienstes gemeinsam annehmen. Denn auf jede Herausforderung werden sie beim Roten Kreuz Rems-Murr optimal vorbereitet.

Lebensbedrohliche Zustände erkennen, bewerten und lebenserhaltende Maßnahmen durchführen

In den nächsten Jahren werden sie alle notwendigen Bausteine der Notfallmedizin erlernen und zeitnah anwenden. Nach ihrer Ausbildung werden sie dann selbst Einsätze leiten. Darauf werden die acht jungen Retterinnen und Retter gezielt vorbereitet. Zu Beginn fahren sie als dritte Kraft auf den Rettungswagen mit und erleben Notfallmedizin hautnah. Je nach Einsatzlage ermöglichen es erfahrene Kolleginnen und Kollegen den jungen Leuten, unter ihrer sicheren Aufsicht früh Patienten zu behandeln, sofern rechtlich möglich und dem Ausbildungsstand entsprechend. Danach wird der Einsatz besprochen. Hierbei geht es auch um Auftreten, Wissen, Kompetenz und den Umgang mit den Patienten und einer mitunter schwierigen Einsatzlage. Darum steht die Praxis ganz früh auf dem Lehrplan. Sie lernen lebensbedrohliche Zustände zu erkennen, zu bewerten und lebenserhaltende Maßnahmen durchzuführen. Wir wünschen Euch für die Ausbildung in Wachen, Kliniken und in der DRK-Landesschule ganz viel Erfolg und sind dankbar, euch im Team zu haben!

Das Foto wurde Anfang Oktober in Welzheim gemacht. Danke an Carsten Leidner / DRK.

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news-292 Thu, 25 Nov 2021 08:44:12 +0100 Wie wird man eigentlich Babysitter? https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/wie-wird-man-eigentlich-babysitter.html Als sie die Babypuppe auf den Arm nimmt, nachdem sie ihr zuvor noch sehr vorsichtig die Windeln gewechselt hatte, strahlen die Augen der Teenagerin und suchen den Blick der Übungsleiterin. Die nickt und bestätigt: Windel akkurat gewechselt, Baby korrekt über die Seite aufgenommen. Daumen hoch. Neun überwiegend junge Menschen haben kürzlich – vor Inkrafttreten der Corona-Alarmstufe – den zweitägigen Babysitter-Kurs des DRK Rems-Murr absolviert.

„Freunde von mir bekommen nun nach und nach Kinder. Da schadet es nicht, wenn man sich informiert“, sagt Madeleine, eine junge Frau. Vor allem auch der ausgiebige Kursteil „Erste Hilfe am Kind“ sei wichtig. Da nicken alle. Soeben hat die ehrenamtliche Gruppenleiterin Claudia Schietinger vor aller Augen Windeln gewechselt. Jetzt bitte nachmachen. Und wenn eine Familie Stoffwindeln einsetzt? „Dann fragt einfach nach, ob ihr beim Babysitten nicht normale Windeln einsetzen könnt oder ihr lasst euch die jeweilige Wickeltechnik von den Eltern zeigen.“ Der Kurs läuft kommunikativ ab. Man merkt, die beiden Leiterinnen sind erfahrene Mütter. Sie bieten den Kurs seit 15 Jahren an, haben schon einige Windeln gewechselt und haben immer eine vernünftige Antwort parat.

„Ich möchte mehr Sicherheit bekommen“

Masha ist 14 Jahre alt und hat bereits auf das Nachbarbaby aufgepasst. „Ich möchte mehr Sicherheit bekommen“, sagt sie. Bisher musste sie noch keine Windeln wechseln. Nach diesem Kurs in Oppenweiler wird sie wissen, wie sie wickelt, Essen zubereitet, massiert, füttert, Kinder betreut und sie dabei sinnvoll beschäftigt. Auch wenn das Baby mal schreien oder unruhig schlafen sollte, wird sie nach dem zweitägigen Kurs die Situation einschätzen können. Claudia Schietinger und Stefanie Falker-Sing vermitteln auch, welche Entwicklungsschritte Babys und Kinder durchlaufen, was diese mit ein, zwei oder vier Jahren können und eben auch nicht beherrschen – und was die Babysitter ihnen beibringen könnten. Rechtsanwältin Kirsten Stuhlmann deckte mit einem Vortrag den rechtlichen Teil der Ausbildung ab. Das Konzept hat sich bewährt.

„Viele Eltern legen Wert darauf, dass ihr Babysitter ein Zertifikat hat“, weiß Claudia Schietinger und „wir bilden gut geschulte Babysitter aus“, sagt sie und lächelt. Wer ihren Kurs absolviert hat, erhält dieses Zertifikat und wird in die Babysitter-Kartei aufgenommen. Das heißt, die jungen Leute können von offizieller Seite vermittelt werden und mit ihrem wichtigen Dienst auch etwas Geld verdienen. Auch angehende Au-pair bilden sie regelmäßig aus. Corona-bedingt sei dies aber aktuell weniger der Fall. Und immer wieder sind auch ältere Frauen, oft Omas, an Bord – und ja, auch Jungs machen mit – aber meistens sind die Frauen unter sich.

Wieder steht ein Praxisteil an. Je öfter die jungen Frauen etwas ausprobieren, desto sicherer werden sie. „Sprecht mit dem Kind“, sagt Claudia Schietinger, „das beruhigt das Baby – und euch auch! Wenn euch der Wickeltisch zu hoch ist, dann sorgt für eine sichere Unterlage und wickelt das Kind auf dem Boden“. Und die Hände nicht nur nachher, sondern auch vorher waschen. Die Teilnehmerinnen nicken wissend. „Passt es so?“, fragt eine Teenagerin skeptisch, als sie die Puppe hält. Es folgt ein prüfender Blick. „Das Baby hat noch Luft,“ sagt Stefanie Falker-Sing, nachdem sie geguckt hat, wie straff die Windel sitzt. Babysitten hat viel mit Sicherheit und Vertrauen zu tun: Vertrauen der Eltern in die jungen Menschen und Vertrauen in die eigenen Stärken als Babysitter.

mit Maske, Abstand und Desinfizieren

„Man nimmt ein Kind nicht einfach aus dem Bett“, sagt Claudia Schietinger nun, „ihr baut Kontakt auf, redet und streichelt“. Sie macht es vor, dreht das Kind auf die Seite, stützt den Kopf und hebt das Kind sicher aus dem Bett. Nun demonstriert sie den Fliegergriff, „der entspannt den Bauch“. Dann legt sie die Puppe wieder gut sichtbar hin. Zuerst müssen die Füße die Matratze berühren, dann Po, Rücken und Kopf. Die Frauen probieren es nun selbst aus – mit Maske, Abstand und Desinfizieren.

Schnell sind die ersten Stunden vorbei. Nach dem Mittag werden in Gruppen die Entwicklungen des Kindes von null bis sechs Jahren nachvollzogen. Dann wird gekocht. Am nächsten Tag folgt der Erste Hilfe-Kurs. Dann sind die neun Teilnehmerinnen bestens vorbereitet. Jede erhält noch eine umfangreiche Mappe mit vielen Tipps, Ratschlägen und Infos. Und bald werden sie dann statt kleiner Puppen warme und zappelnde Babys auf den Arm nehmen. Dann werden die Augen noch größer werden und die Freude, wie man sicher auf diese Kleinen aufpasst. Denn am Ende sollen alle zufrieden sein: Kinder, Eltern und auch die Babysitter.

Der DRK Kreisverband Rems-Murr e.V. bildet Babysitter aus, vermittelt qualifizierte Babysitter und unterstützt Familien bei der Suche nach geeigneten Babysittern. Informationen gibt DRK-Jugendreferentin Heidrun Hellmuth, 07151 2002-24, Babysitterkurs(at)drk-rems-murr.de. www.drk-rems-murr.de

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news-291 Sat, 13 Nov 2021 17:59:12 +0100 Hilfsorganisationen proben den Ernstfall in Waiblingen https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/hilfsorganisationen-proben-den-ernstfall-in-waiblingen.html ManV-Übung am 13.11.2021 an der Gewerblichen Schule Waiblingen: Am Samstagnachmittag, 13.11.2021, fand an der Gewerblichen Schule Waiblingen eine Großübung der Rettungsdienste mit den Blaulichtfraktionen statt. 60 Einsatzkräfte und 30 Mimen sorgten für ein ManV-Szenario, bei dem alle beteiligten Akteure wichtige Erkenntnisse gewinnen konnten. ManV steht für „Massenanfall Verletzter und Erkrankter“. Unter realistischen Bedingungen wurde das Zusammenspiel aller Partner einem Härtetest unterzogen, bei dem als Zwischenfazit schnell feststand: Die Menschen im Rems-Murr-Kreis können sich sicher fühlen, denn die Strukturen und die Zusammenarbeit der Blaulichtfraktionen funktionieren.

Die erste von vier ManV-Stufen wurde ausgelöst

Das Szenario: Bei einer Spielerei unter Schülern wurde Reizgas versprüht. Der Lehrer alarmierte den Notruf und teilte mit, dass mindestens zehn Personen betroffen seien. Somit wurde die erste von vier ManV-Stufen ausgelöst. Vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, Kommando- und Einsatzleitwagen sowie weitere Fahrzeuge der Hilfsorganisationen, Feuerwehr und Polizei trafen nach und nach am Einsatzort ein. Eine panische Flucht einiger Schüler war nur eine von mehreren Unwägbarkeiten, die das Szenario mitunter unübersichtlich machten und den Einsatzkräften einiges abverlangten. Der Organisatorischer Leiter Rettungsdienst sowie die Leitende Notärztin koordinierten den Einsatz, bei dem im Verlauf auch die Schnelleinsatzgruppe „Unteres Remstal“ des DRK Rems-Murr sowie die Einsatzgruppe Akut der DRK-Bereitschaft Waiblingen zum Einsatz kamen. Nach rund einer Stunde wurde der Einsatz erfolgreich beendet.

Die Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes koordinierte die Großübung, bei dem der Schwerpunkt auf dem Rettungseinsatz lag. Somit waren Feuerwehr und Polizei überwiegend unterstützend vor Ort. Größte Hilfsorganisation vor Ort war das DRK-Rems-Murr. Das Rote Kreuz arbeitete erfolgreich zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sowie der Johanniter Unfallhilfe. Trotz der Corona-bedingt angespannten Rahmenbedingungen stand für alle Beteiligten fest, dass die Übung bei maximalen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden müsse, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. In den nächsten Tagen werden wichtige Erkenntnisse ermittelt, um das seit 2018 verbindlich eingeführte ManV-Konzept des Landkreises gegebenenfalls an der ein oder anderen Stelle noch zu optimieren.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

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news-290 Wed, 10 Nov 2021 13:09:19 +0100 Kreisversammlung 2021: Das DRK packt an, wenn angepackt werden muss https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/kreisversammlung-2021-das-drk-packt-an-wenn-angepackt-werden-muss.html Bei der Kreisversammlung des DRK Rems-Murr e.V. blickten die Verantwortlichen auf ein turbulentes Jahr 2020 zurück – turbulent wegen der Corona-bedingt schwierigen Rahmenbedingungen. Die Pandemie und die Hochwasser-Katastrophe hätten die Bedeutung des DRK – des Rettungsdienstes und der ehrenamtlichen Einsatzkräfte – deutlich gemacht. Und doch sei das Rote Kreuz viel mehr, hielt Präsident Dr. Richard Sigel fest. Auch die Gastredner betonten die herausragende Bedeutung des DRK für die Menschen in zwei außergewöhnlichen Jahren, die für den Kreisverband anstrengend doch in vielerlei Hinsicht äußerst erfolgreich waren.

Alles auf einen Blick im Jahresrückblick.

Bewusst hatte sich der Kreisverband für eine Präsenzveranstaltung entschieden. Die strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie ein Maultaschen-Catering im Außenbereich garantierten einen sicheren und geselligen Abend in der Urbacher Auerbachhalle mit den Delegierten der 26 Ortsvereine und vielen Gästen. Vertreter der Blaulichtfraktionen, befreundeter Organisationen und Institutionen sowie der Politik bestätigten die klaren Botschaften, die Präsident Dr. Richard Sigel dem DRK und den vielen Gästen gleichermaßen mit auf den Weg gab.

Das Rote Kreuz biete so viel mehr

„Wir als DRK können stolz sein auf das, was wir geleistet haben und auf das das, was wir zu leisten in der Lage sind.“ Die Corona-Pandemie und der unermüdliche Einsatz ehrenamtlicher Einsatzkräfte in den Hochwasser-Gebieten haben den Menschen vor Augen geführt, was für elementar wichtige Funktionen das DRK sowohl im Alltag als auch in Krisensituationen einnimmt. „Die Menschen wissen, man kann sich auf das DRK verlassen.“ Sowohl im Rettungsdienst als auch im Bevölkerungsschutz sei das DRK von entscheidender Bedeutung. Die aktuellen Herausforderungen haben das Scheinwerferlicht auf jene geworfen, deren Dienste und Verdienste allzu oft als selbstverständlich hingenommen werden. Der Einsatz des DRK in den Krisen habe für Wertschätzung für das Haupt- und Ehrenamt gesorgt. Aber, so Dr. Sigel, dürfe man das Rote Kreuz nicht auf Corona, Retten und den Bevölkerungsschutz reduzieren. Das Rote Kreuz biete so viel mehr.

Das griffen auch die Gäste in ihren Grußworten auf. Urbachs Bürgermeisterin Martina Fehrlen betonte ebenfalls die Tiefe und Breite der Leistungen des DRK und den wichtigen Beitrag, den die Ehrenamtlichen für eine vitale Bürgergesellschaft leisteten. Das DRK stehe für Schutz, Hoffnung und Menschen, „die Dinge in die Hand nehmen“. Sie dankte den Anwesenden für ihren „unermüdlichen Einsatz“.

Das DRK hat „maßgeblichen Anteil am Funktionieren des sozialen Zusammenlebens“

Die Landtagsabgeordnete der Freien Demokraten Julia Goll, hielt fest, es habe nicht erst die Pandemie gebraucht, um den „unschätzbaren Wert der Arbeit des DRK zu zeigen“. Das DRK habe einen „maßgeblichen Anteil am Funktionieren des sozialen Zusammenlebens“. Mit Ausbruch der Corona-Pandemie sei „das DRK nicht auf Distanz gegangen“, sagte sie, sondern hätte „unter besonders erschwerten Bedingungen viel geleistet.“ Eine Schlüsselrolle hätten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes gehabt. Sie kritisierte die verbalen und körperlichen Angriffe auf Rettungskräfte und zeigte sich als ehemalige Richterin betroffen, dass die Retter den Eindruck hätten, von der Justiz keinen hinreichenden Schutz vor und nach Angriffen zu erfahren. Dies werde sie zum Thema machen.

Murrhardts Bürgermeister Armin Mößner entwarf als Vertreter der CDU ein vielfältiges Bild des DRK. Dessen Kräfte seien immer zur Stelle und erhöhten das Sicherheitsgefühl der Menschen. Sie leisteten wichtige Sozialarbeit für Familien, junge und ältere Menschen. Wichtig sei die Nachwuchsarbeit, um den Bevölkerungsschutz sicherzustellen. Das DRK als „Diener des Gemeinwesens“ verfüge über Menschen, die sich „ehrenamtlich engagieren, auch wenn es privat und beruflich ebenfalls Wichtiges zu erledigen“ gäbe. Die Vertreter des DRK verkörperten Werte wie Gemeinwohlorientierung, Nächstenliebe, Gemeinschaft und die Fähig- und Fertigkeiten, helfende Strukturen zu schaffen und Projekte zum Erfolg werden zu lassen.

„DRK als Säule und Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts“

In einem Video-Grußworte lobte die Bundestagsabgeordnete der Grünen Ricarda Lang das DRK „als Säule und Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts“. Sie würdigte, die Helferinnen und Helfer seien in eineinhalb Jahren „besonderen Härten ausgesetzt gewesen“ und hätten „Besonderes geleistet.“ Sie wolle sich für einen neuen Aufbruch für das Ehrenamt einsetzen, Bürokratie abbauen und die Leistungen mehr anerkennen und es einfacher machen, sich ehrenamtlich engagieren zu können, um die Zivilgesellschaft stärken.

Richard Sigel wendete sich in seinem Rechenschaftsbericht an die Anwesenden: „Sie haben unheimlich viel geleistet“, lobte er Haupt- und Ehrenamt und besonders auch Desinfektor Jörg Behrens für seinen Einsatz für den gesamten Landkreis während der Corona-Pandemie. Der geplante Neubau von Kreisgeschäftsstelle, Rettungswache und Integrierter Leitstelle in der Nähe der Rundsporthalle sei ebenfalls entscheidende Schritte vorangekommen. Dies sei ein Projekt des gesamten DRK, betonte er und machte deutlich, wie wichtig eine moderne Infrastruktur für Rettungsdienst, Ehrenamt und Bevölkerungsschutz ist. Dr. Sigel betonte einerseits die große Bedeutung dieses wichtigen Bauvorhabens für den Kreisverband, der seit Jahren wachse. Andererseits machte er deutlich, dass die Finanzierung von Neubauten wie Rettungswachen endgültig geklärt werden müsse. Die Hilfsorganisationen benötigten endlich Planungssicherheit. Förderrichtlinien müssten entsprechend praxisnah angepasst und eine Refinanzierung sichergestellt werden, sagte Dr. Richard Sigel an die Adresse von Politik und Krankenkassen.

Vorstand einstimmig entlastet

Auch wirtschaftlich sieht es für den Kreisverband sehr gut aus. Das DRK stehe auf einem guten Fundament mit einer breiten Angebotspalette. Die wirtschaftlichen Verhältnisse seien gut geordnet, so dass man große Projekte wie das Neubauvorhaben stemmen könne. Dies bestätigten die Wirtschaftsprüfer. Folgerichtig wurde das Präsidium einstimmig entlastet. Auch in turbulenten Jahren steht das DRK gut da, was Finanzen aber vor allem auch den erfolgreichen und wichtigen Einsatz aller haupt- und ehrenamtlichen Kräfte betrifft. Wahlen standen in diesem Jahr nicht an. Und so schloss Präsident Dr. Richard mit persönlichen Worten: „Seit drei Jahren bin ich Präsident des DRK-Kreisverbandes. Ich habe es zu schätzen gelernt, in eine Gruppe zu stoßen, die anpackt, wenn man anpacken muss und die für andere Menschen da ist“.

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news-282 Fri, 27 Aug 2021 11:09:34 +0200 Seit Wochen hilft das DRK Rems-Murr in den Hochwasser-Gebieten https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/seit-wochen-hilft-das-drk-rems-murr-in-den-hochwasser-gebieten.html Seit rund sechs Wochen helfen ehrenamtliche Einsatzkräfte des DRK-Kreisverbandes Rems-Murr in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten. Stand in der Akutphase die Bewältigung der unmittelbaren Schäden und deren Folgen im Fokus, so liegt der Schwerpunkt aktuell auf der Logistik vor Ort. Regelmäßig fahren neue Helferinnen und Helfer der DRK-Ortsvereine in das Krisengebiet.

Kräftezehrende Evakuierung eines Altenheims

In den ersten Tagen standen die Soforthilfe und die Versorgung der Bevölkerung im Vordergrund. Ganze Ortsteile waren nicht zu erreichen. Die professionellen ehrenamtlichen Ersthelfer übernahmen die Gebietsabsicherung, betreuten die Menschen vor Ort, versorgten sie, gaben Nahrung und Getränke aus. Helferinnen und Helfer standen an wichtigen Stellen als Ansprechpartner für die Menschen bereit und übernahmen die Wundversorgung der Menschen. Pflaster und Verbandsmaterial waren vor Ort nicht mehr vorhanden. Neben einem Team aus Winnenden waren zwei Helfer aus Sulzbach in die kräftezehrende Evakuierung eines Altenheims involviert.

Das Erdgeschoss war überschwemmt worden. Es galt, gemeinsam mit Feuerwehr und THW die Bewohner aus dem ersten und zweiten Stock zu evakuieren – um 2 Uhr nachts, bei Starkregen und ohne Strom. „Wir waren mittendrin“, schildert Rettungshelferin Isabell Hoffmann. „Die Bewohner wurden mit Radlader aus dem Gebäude geholt“. Das DRK-Team aus dem Rems-Murr-Kreis hatte eine wichtige Aufgabe. Als Arzt und als examinierte Altenpflegerin waren sie prädestiniert für die Sichtung der Bewohner. In vier Stunden haben sie mehr als 100 Menschen gesichtet, die mit den Krankentransportwagen auf nahegelegene Notunterkünfte verteilt werden mussten.

Derzeit stellt das DRK-Rems-Murr vor allem Fahrer und Helfer für das Verpflegungszentrum

Im Anschluss kamen auch PSNV-Kräfte zum Einsatz.  Die Maßnahmen der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) zielen auf die Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und der damit einhergehenden Belastungen für Betroffene (Angehörige, Hinterbliebene, Vermissende, Unfallzeugen von Notfällen) einerseits und für Einsatzkräfte andererseits.  

Derzeit stellt das DRK-Rems-Murr vor allem Fahrer und Helfer für das Verpflegungszentrum zur Verfügung. Die Fahrer sind im Lkw oder Unimog unterwegs und liefern Hilfsmaterial aus, Hausgeräte, Notstromaggregate, Hochdruckreiniger, Schmutzwasserpumpen, Stromerzeuger und Nass-/Trockensauger sowie auch Benzin und Trinkwasser. Viele Orte sind immer noch ohne Infrastruktur und auf Benzin etc. angewiesen, teilt ein Helfer mit. Die zu bewältigenden Strecken sind weit. Sie erstrecken sich im Osten auf 20 und im Westen auf 65 Kilometer Luftlinie. Die Helfer sind rund eine Woche im Einsatz und werden dann abgelöst. Rotkreuzler aus dem Kreis sind auch im Verpflegungszentrum aktiv.

„Bis zu 13.000 Essen und 10.000 Lunchpakete werden täglich ausgegeben und verteilt“. Diese gehen an die Helfer und die Bewohner, von denen viele auch nach rund sechs Wochen noch auf Lieferungen angewiesen sind. „Die Lage bleibt vielerorts noch katastrophal. Da waren Menschen, die hatten nichts mehr. Ihr Haus war weggeschwemmt worden oder bis in die zweite Etage von Wasser und Schlamm überschwemmt.“ Ein Rotkreuzler aus dem Rems-Murr-Kreis ist als Elektromeister ebenfalls vor Ort und kümmert sich um die Technik, das Anschließen und Warten von Notstromaggregaten und weiteren technischen Geräts. In der nächsten Woche kommen zwei Feldköche aus Fellbach zum Einsatz.

„Wir sind jederzeit bereit, Menschen zu helfen.“

„Wir sind stolz, dass wir als DRK im Rems-Murr-Kreis über so viele gut ausgebildete Helferinnen und Helfer verfügen. Im Notfall können wir umgehend qualifiziertes Personal in Krisengebiete schicken. Viele Ehrenamtliche gefährden sich dabei selbst. Wir danken allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz", so DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler. „Wir sind jederzeit bereit, Menschen zu helfen.“

Seit dem Beginn der Katastrophe ist das DRK mit zeitweise über 3.000 Helferinnen und Helfern im Einsatz. „Wir unterstützen Menschen, die plötzlich vor dem Nichts stehen, mit der Bereitstellung von Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Strom, mit Unterkünften, mobiler Gesundheitsversorgung und psychologischer Hilfe“, teilt das DRK mit.

Das DRK Deutschland bittet weiterhin um Spenden, damit die Betroffenen auch nach der akuten Soforthilfe eine umfassende Hilfe für Wiederaufbau und Rehabilitation erhalten können! Es wird erwartet, dass der Wiederaufbau Monate, sogar Jahre, dauern wird.

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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news-186 Wed, 01 Jan 2020 15:00:00 +0100 Das Rote Kreuz im Kreis auf einen Blick: Unsere Imagebroschüre https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/das-rote-kreuz-im-kreis-auf-einen-blick-unsere-imagebroschuere.html Endlich ist er da: Der neue Jahresbericht 2018, der keine Chronologie der Ereignise abbildet, sondern eine Imagebroschüre über das Rote Kreuz an Rems und Murr darstellt. Wenn Sie wissen wollen, was das DRK im Landkreis alles bietet, wie stark das Hauptamt ist und welche umfangreichen Angebote unser bärenstarkes Ehrenamt Kindern, Jugendlichen, Eltern, Familien, Senioren, Menschen mit Handicap, Pflegebedürftigen und vielen weiteren Menschen macht, dann investieren Sie ein paar Minuten und blättern oder scrollen Sie durch diesen Bericht. Unser Ehrenamt, unser Rettungsdienst, unser Krankentransport-, Leitstellen- und Pflege-Team sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich das verdient!

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