DRK Presseinformationen https://www.drk-rems-murr.de de DRK Thu, 16 May 2024 09:49:12 +0200 Thu, 16 May 2024 09:49:12 +0200 TYPO3 EXT:news news-423 Mon, 13 May 2024 09:00:50 +0200 Kindeswohl im Mittelpunkt: Gewaltschutzkonzept auf den Weg gebracht https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/kindeswohl-im-mittelpunkt-gewaltschutzkonzept-auf-den-weg-gebracht.html Sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen oder Menschen mit Behinderungen ist ein Thema, das uns betroffen macht. Als Verband, der sich in seinem obersten Grundsatz die Aufgabe gegeben hat, Leiden zu verhüten und der Menschenwürde Achtung zu verschaffen, ist das DRK aufgerufen und verpflichtet, Kinder und Jugendliche und Menschen mit Behinderungen vor sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in den eigenen Institutionen und Angeboten zu schützen. Auch beim Roten Kreuz ist dies ein wichtiges Thema.

In diesem Jahr fanden und finden einige Veranstaltungen bei uns im Rems-Murr-Kreis statt. Kürzlich haben sich JRK-Gruppenleiter in Waiblingen getroffen. Im Mittelpunkt stand das eigens für den Kreisverband angepasste Gewaltschutzkonzept (§ 8a Sozialgesetzbuch, Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung). Es geht darum, Leitungskräfte des JRK und DRK zu sensibilisieren, Bewusstsein zu schaffen und Leitplanken zu setzen. Interne Ansprechpartner beim DRK wurden benannt und natürlich auch externe Beratungsstellen vorgestellt, um bei gewichtigen Anhaltspunkten aktiv zu werden. Rechtliche Grundlagen, Kooperationen und Vernetzung mit Kreisjugendamt etc. standen ebenfalls im Fokus. 

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news-424 Fri, 10 May 2024 10:25:00 +0200 SWR dreht in Winnenden: Schlaganfall-Helfer des DRK im Fokus https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/swr-dreht-in-winnenden-schlaganfall-helfer-des-drk-im-fokus.html Im Mai hat SWR Aktuell in der Rems-Murr-Klinik Winnenden gedreht. Wir hoffen auf viele Nachahmer für dieses sinnvolle und wichtige Angebot, das es in BW bisher nur im Rems-Murr-Kreis gibt.
Den Beitrag finden Sie hier https://www.ardmediathek.de/video/swr-aktuell-baden-wuerttemberg/sendung-19-30-uhr-vom-10-5-2024/swr-bw/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIwNDgyNzc ab Minute 16:59.

Was machen unsere ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer?

Ein Schlaganfall kommt plötzlich und unerwartet. Oft wird das bisherige Leben auf den Kopf gestellt. Nach Krankenhaus und Reha-Aufenthalt gilt es, sich wieder zu Hause zurechtzufinden. Eine Herausforderung für alle Beteiligten. Nun gibt es eine neue Form der unkomplizierten Unterstützung: Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer können Betroffenen und deren Angehörigen gezielt und individuell Hilfestellung geben. Der DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V., die Rems-Murr-Kliniken und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe haben ein in Baden-Württemberg einmaliges Projekt initiiert.

Wir sind stolz, dass sich bereits Tandems gefunden haben und das DRK-Team der Helferinnen und Helfer Betroffene und ihre Angehören unterstützen kann. Ein weiteres tolles Angebot unserer Wohlfahrts- und Sozialarbeit!

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news-422 Mon, 06 May 2024 12:05:42 +0200 Vier Schwerverletzte nach Dachfenster-Sturz: DRK unterstützt Betroffene und Polizei https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/vier-schwerverletzte-nach-dachfenster-sturz-drk-unterstuetzt-betroffene-und-polizei.html Das Deutsche Rote Kreuz war bei dem Unfall in Grunbach, bei dem vier Kinder verletzt wurden, nicht nur mit 23 Einsatzkräften des Rettungsdienstes und 15 ehrenamtlichen Helfern vor Ort. Bis Mitternacht betreuten sechs Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung des DRK Rems-Murr Betroffene und Angehörige. Sie begleiteten die Menschen ins Krankenhaus und unterstützten die Polizei dabei, den Eltern die Nachricht zu überbringen, dass ihre Kinder bei einem Unfall mitunter schwer verletzt wurden.

Sechs PSNV-Kräfte im Einsatz

Bereits wenige Minuten nach dem Unfall zeigten die Meldeempfänger der ehrenamtlichen Heferinnen und Helfer der Psychosozialen Notfallversorgung des DRK um 20.34 Uhr den Notfall an, bei dem vier Kinder aus acht Metern auf einen harten Untergrund abgestürzt waren. Daher galten sie als schwerverletzt, erläutert das DRK. Somit war der Einsatz der PSNV-Kräfte angezeigt. Sie betreuen vor Ort Betroffene und Angehörige. Aufgrund der anfangs unklaren Lage waren gleich sechs Einsatzkräfte angefordert worden, die unmittelbar mit ihren Privatfahrzeugen zur Einsatzstelle in Remshalden kommen sollten. „Es war anfangs nicht klar, wie groß der Einsatz wird“, berichtet Alexandra Zoller, die an diesem Abend die Gruppenführung übernahm.

An der Notfallstelle gibt es klare Abläufe. Die Einsatzkräfte treffen nach und nach ein und melden sich beim Gruppenführer. Der steht in Kontakt mit der Einsatzleitung, bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Kräften, die über einen gemeinsamen Einsatzleitwagen verfügen. Dort laufen alle Informationen zusammen und werden zielgerichtet weitergeleitet. Es handelt sich um eine Art mobile Leitstelle. Als der Bedarf ermittelt war, wies der Gruppenführer den geschulten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ihre Dienste zu. Unter anderem galt es, einen Vater zu betreuen, der vom Unglück erfahren hatte und an den Unfallort geeilt war. „Wir sind vor Ort, um die Menschen zu betreuen. Wir helfen ihnen, in der Akutphase mit einer für sie völlig ungewohnten Situation umzugehen“, erläutert Alexandra Zoller. „Unsere Einsatzkräfte sind den Umgang mit Menschen gewohnt, die nach einer solchen Notlage völlig aus dem Leben gerissen wurden und sich mit unserer Hilfe erst einmal sortieren müssen.“ Auch begleiteten die Rotkreuzler die Polizei bei der Aufgabe, die Eltern der verunfallten Kinder über den Vorfall zu informieren. Wenn notwendig, unterstützen sie sowohl Betroffene als auch Angehörige beim Weg ins Krankenhaus. Einige PSNV-Kräfte konnten den Eltern auf diese Art helfen.

Sehr gute Zusammenarbeit mit kirchlichen Seelsorgern

„Wir betreuten priorisiert“, erläutert Alexandra Zoller. Die Einsatzleitung ermittelt den Bedarf und veranlasst dann die gezielte Hilfe für die Personen. Die Umsetzung übernehmen die PSNV-Kräfte. Oft geht es auch einfach darum, den Menschen zu erläutern, wie die Abläufe bei einer solchen Notlage sind, wie es weitergeht und Fragen zu beantworten. Den Angehörigen und den unverletzten Betroffenen werde nach der Akutphase signalisiert, dass es auch im Nachgang Unterstützungsangebote gibt, auf die jederzeit zurückgegriffen werden könne. „Alles was, wir in der Theorie lernen und üben, hat an diesem Abend sehr gut funktioniert“, sagt die erfahrene Helferin, die auch die sehr gute Zusammenarbeit mit den kirchlichen Seelsorgern lobt. Gegen Mitternacht war der Einsatz beendet. Allerdings gibt es auch danach klare Abläufe. Nun stehen die Helfer im Fokus.

„Grundsätzlich findet ein gemeinsamer Abschluss statt. In dieser Einsatznachbesprechung unmittelbar im Anschluss fragen wir, wie es unseren Einsatzkräften geht. Diese direkte Nachbesprechung ist ein elementarer Baustein unserer Hilfe“, sagt Alexandra Zoller. Zeigt sich beispielsweise, dass auch die Notfallhelfer nach dem Einsatz Unterstützung benötigen, können beispielsweise Peer-Präventionskräfte gerufen werden. Dabei handelt es sich ebenfalls um ausgebildete Kräfte des DRK, die sich gezielt um Einsatzkräfte kümmern. Erst kürzlich ermöglichte die neu gegründete Stiftung des Deutschen Roten Kreuzes im Rems-Murr-Kreis die Ausbildung der ersten Peer-Kräfte des DRK im Kreis. „In der Regel reicht aber eine kurze Nachfrage, da unsere geschulten Einsatzkräfte über eine gute Widerstandskraft verfügen. Aber es ist uns wichtig, dass nach belastenden Einsätzen nichts hängenbleibt.“ DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler dankt allen beteiligten Helfern. „Bei solchen Einsätzen, wo es darum geht, den Betroffenen schnellstmöglich zu helfen, zeigt sich, wie wichtig die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und allen weiteren beteiligten Einsatzkräften ist. Eine professionelle Notfallrettung und ein starkes Ehrenamt zeichnen uns im Rems-Murr-Kreis aus.” Die DRK war mit der sogenannten „Einsatzgruppe Akut” aus Remshalden sowie Kräften aus Fellbach, Urbach, Weinstadt, Rudersberg und Spiegelberg vor Ort.  

Information:

In allen akuten psychischen Krisensituationen leisten ehrenamtliche Kriseninterventionshelfer des Deutschen Roten Kreuzes psychosoziale Akuthilfe für Betroffene. Sie sind da, hören zu, trösten, begleiten, informieren und vermitteln. Sie kümmern sich um erste organisatorische Belange, helfen beim Verständigen von Angehörigen, Freunden und Bekannten. Die Maßnahmen der psychosozialen Notfallversorgung zielen auf die Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und der damit einhergehenden Belastungen für Betroffene einerseits und für Einsatzkräfte andererseits ab. Um die Qualität nach einheitlichen Standards sicherstellen zu können, sind Ziele, Aufgaben, Einsatzindikationen, Maßnahmen, - sowie Anforderungen und Ausbildungscurricula im DRK-Rahmenkonzept PSNV beschrieben. Beim DRK-Kreisverband Rems Murr engagieren sich aktuell rund 20 Menschen in diesem ehrenamtlichen Dienst.

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news-421 Fri, 26 Apr 2024 15:27:18 +0200 Rems-Murr schockt weiter: Mit dem Roten Kreuz gemeinsam gegen den Herzinfarkt https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/rems-murr-schockt-weiter-mit-dem-roten-kreuz-gemeinsam-gegen-den-herzinfarkt.html Im Rems-Murr-Kreis lebt es sich sicherer. Das ist das große Verdienst des Kardiovereins, der mit wichtigen Partnern im gemeinsamen Kampf gegen den Herzinfarkt viel bewegt hat. Nach fast 100 Aufklärungsveranstaltungen konnten die Menschen nachweislich für das Thema sensibilisiert und die Überlebenschancen von Betroffenen erhöht werden. Ein großartiger und einzigartiger Erfolg. Nun löst sich der Kardioverein auf. Aber Rems-Murr schockt weiter, denn das Rote Kreuz übernimmt. Die DRK-Ortsvereine bieten nun Termine an.

Wer vor Ort eine kostenfreie Veranstaltung mit dem DRK anbieten will, findet auf www.drk-rems-murr.de/herzinfarkt Informationen. Gerne auch eine E-Mail an  rotkreuzdienste(at)drk-rems-murr.de schicken oder anrufen: 07151 2002-77. Auch die alte E-Mail-Adresse info(at)kardioverein.de bleibt noch aktiv.

Es fehlte an Aufklärung

Es war 2014, erinnert sich Dr. Thomas Eul. Während eines Nachtdienstes in Winnenden traf ein Patient mit schwerem Herzinfarkt ein. Er klagte bereits einige Zeit über starke Schmerzen im Brustkorb, hatte Atembeschwerden. Aber erst nach zehn Stunden wurde er aktiv. Er setzte sich ans Steuer und fuhr tief in der Nacht unter Schmerzen in die Klinik, berichtet Thomas Eul. Das war der Auslöser, sagt der Kardiologie. Er und der Chefarzt der Kardiologie der Rems-Murr-Kliniken Andres Jeron rätselten am nächsten Morgen müde bei einem Kaffee: Woran liegt es, dass Menschen trotz typischer und starker Beschwerden keinen Herzinfarkt erkennen? Vielleicht fehlt es an Aufklärung. Der Grundstein für den Kardioverein war gelegt. Die Idee: Bei Veranstaltungen im ganzen Landkreis klären Kardiologen auf und das DRK sorgt für die Praxis.

Thomas Eul telefonierte viel. Schnell stand fest: Die AOK ist am Start. Es folgten die Rems-Murr-Kliniken, DRK, Landkreis und weitere Partner. So war es 20 Kardiologen 2016 möglich, den Verein „Gemeinsam gegen den Herzinfarkt e.V.“ zu gründen. Sie klärten über den Herzinfarkt auf und sensibilisierten die Menschen. Die Ausbilder der DRK-Ortsvereine zeigten allen Teilnehmern, wie einfach Erste Hilfe ist, wenn man sich ohne Angst traut, einzugreifen. Es begann ein einmaliges regionales Bündnis, das über den Landkreis hinausstrahlte. Veranstaltungen wie „Urbach schockt“ waren Meilensteine auf dem Weg, viele Menschen zu erreichen und Nachahmer zu finden. Vielerorts wurde geschockt. Mit Erfolg: Das Projekt, wissenschaftlich begleitet, übertraf die Erwartungen.

Knapp 100 Veranstaltungen mehr als 5000 Menschen

„Im Rems-Murr-Kreis geben die Menschen bei Herzinfarkt-Symptomen schneller einen Notruf ab, reanimieren zügiger Betroffene und setzen häufiger den lebensrettenden Defibrillator ein als im deutschlandweiten Vergleich“, listet Andreas Jeron auf. Die Kardiologen erreichten bei knapp 100 Veranstaltungen mehr als 5000 Menschen. „Stets hat ein Kardiologe einen Vortrag gehalten. Danach wurde die Wiederbelebung an Puppen geübt und die Durchführung der Defibrillation an entsprechenden Übungsgeräten geschult. Somit ging es um Prävention, Symptome und konkrete Erste Hilfe. Ein perfekter Mix – selbstverständlich völlig unentgeltlich“, erläutert Thomas Eul.

Das Projekt war auf rund vier Jahre angelegt. Dann kam die Corona-Pandemie. Erst 2023 konnte die Abschlussveranstaltung in Fellbach stattfinden. „Rems-Murr schockt“ war sowohl Motto als auch Bilanz des Kardiovereins. Doch die Sache hatte einen Haken. Das zeitweilige Veranstaltungs-Aus führte dazu, dass unter anderem die Quote der Laienreanimationen zurückging. Die Erkenntnis: Aufklärung über gesundheitsgefährdende Themen muss kontinuierlich stattfinden. Das konnten die Kardiologen nicht mehr leisten. Das DRK übernimmt.

Den Erfolg auch in der Zukunft garantieren

„Wenn wir weiterhin aktiv sind, können wir die Erfolge im Kampf gegen den Herzinfarkt auch in der Zukunft garantieren“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler bei einem gemeinsamen Pressetermin in Waiblingen. Und so führt das DRK das Projekt fort. „Unsere 26 Ortsvereine können mit ihren ehrenamtlichen Ausbildern eine flächendeckende praxisnahe Aufklärungsarbeit sicherstellen. Das ist uns allen eine Herzensangelegenheit.“

Das DRK weiß: Jeder Mensch kann Leben retten. Diese Erkenntnis, verbunden mit Aufklärung und Prävention, haben alle Partner im gemeinsamen Kampf gegen den Herzinfarkt erfolgreich verbreitet. „Wir haben gezeigt, dass niemand Angst vor Wiederbelebungsmaßnahmen haben muss und dass jede und jeder bei einem Herz-Kreislaufstillstand einen Defibrillator einsetzen kann“, sagt Sven Knödler. Dank zahlreicher Defi-Spenden konnte das DRK fast alle „Helfer vor Ort“, ausgebildete ehrenamtliche Kräfte, die im Notfall zu ausgewählten Einsätzen parallel zum Rettungsdienst ausrücken, mit Defibrillatoren ausstatten. Ein Defibrillator ist ein Gerät, das über Elektroden, die auf den Körper geklebt werden, Stromstöße abgibt, um den gestörten Herzrhythmus zu normalisieren. Es kann Leben retten. Thomas Brucklacher, Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle, programmierte das Defi-Netz, eine Karte, in der die Geräte digital erfasst und der Integrierten Leitstelle zur Verfügung gestellt werden. Im Notfall können Menschen gezielt zu einem Defi geführt werden.

Durch Vorträge und praktische Übungen ist unser Landkreis sicherer geworden

Das alles sind Erfolge, die durch die Initiative des Kardiovereins erzielt werden konnten. „Der Rems-Murr-Kreis schockt weiter“, freut sich auch Landrat Dr. Richard Sigel. „Es wäre schade, wenn ein mit so viel Engagement, Herzblut und auch Erfolg aufgebautes Projekt enden würde. Der Kardioverein hat es geschafft, dass die Gefahren eines Herzinfarktes über mehrere Jahre im gesamten Landkreis beleuchtet wurden. Durch Vorträge und praktische Übungen ist unser Landkreis sicherer geworden“, sagt der Präsident des DRK-Kreisverbandes und einer der beiden Schirmherren des Projekts.

An dem bewährten Konzept hält das DRK fest. Erfahrene Einsatzkräfte, Ausbilder und Bereitschaftsärzte werden in Zukunft kurz und knapp über den Herzinfarkt informieren, um auch in Zukunft möglichst viele Menschen dezentral über Symptome, Gefahren und Prävention aufzuklären und dann die Praxis zu starten, teilt das DRK mit. Bereits im Mai und Juni finden Veranstaltungen statt.

Der Wunsch:  Jeder Mensch soll reanimieren können!

Thomas Eul wirbt dafür, dass das DRK die gleiche Unterstützung erfährt, wie der Kardioverein sie erhielt. Auch hier geht die AOK voran: „Die AOK Ludwigsburg-Rems-Murr hat es sich auf die Fahnen geschrieben, in Sachen Gesundheit bei Prävention und Behandlung voranzugehen und Verantwortung für die Region zu übernehmen. Das Projekt „Gemeinsam gegen den Herzinfarkt“ ist aus all dem eine perfekte Kombination, weswegen wir es seit Beginn und auch weiterhin sehr gerne tatkräftig unterstützen“, kündigt AOK-Geschäftsführer Alexander Schmid an.

Thomas Eul würdigt abschließend die überragende Arbeit der Helfer vor Ort, der Lebensretter aus der Nachbarschaft. Diese sorgen für einen riesigen Zeitgewinn. Je eher mit der Behandlung eines Herzinfarktes begonnen wird, desto größer ist die Chance, dass ein Patient überlebt und das bestenfalls ohne Folgeschäden. Außerdem seien Präventionsmaßnahmen, ein gesunder Lebensstil und die Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien - neben der hervorragenden Arbeit von Rettungsdienst und Kardiologen – wichtig. „Jeder Mensch soll reanimieren können“, ist der Wunsch von Kardioverein und DRK, damit alle Betroffenen nach einem Herzinfarkt bestenfalls in ihr gewohntes Leben zurückkehren können.

Foto: Lukas Hinderer

Informationen:

Wer vor Ort eine Veranstaltung mit dem DRK anbieten will, findet auf www.drk-rems-murr.de/herzinfarkt Informationen. Gerne auch eine E-Mail an  rotkreuzdienste(at)drk-rems-murr.de schicken oder anrufen: 07151 2002-77. Auch die alte E-Mail-Adresse info(at)kardioverein.de bleibt noch aktiv.

Was sind die Symptome eines Infarkts?

Die typischen Beschwerden sind Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, Schweißausbruch, Angst. Schmerzen strahlen häufiger in Arme, den Hals die Zähne oder den Oberbauch aus. Aber auch ein Brennen im Brustkorb, eine Enge „wie ein Schraubstock“ in der Brust oder das Gefühl, „dass jemand auf dem Brustkorb sitzt“ werden häufig geschildert. Wichtig: Es müssen nicht alle diese Beschwerden gleichzeitig auftreten!

Wie reagiert man richtig?

Man darf auf keinen Fall lange warten, schon gar nicht zehn Stunden zögern! Halten genannte Beschwerden länger als fünf bis zehn Minuten an, sollte sofort der Rettungsdienst alarmiert werden. Keinesfalls selbst in die Klinik fahren! Je schneller reagiert wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Was sind Helfer vor Ort und wie wird man Helfer vor Ort?

Denn im Notfall zählt jede Minute. Wer einen Herz-Kreislaufstilland erleidet, benötigt unmittelbar Hilfe. Das DRK bietet seit vielen Jahren die Dienste der „Helfer vor Ort“ an. Über Meldeempfänger und eine App, die erkennt, welche registrierten Einsatzkräfte sich in der Nähe einer Notfallstelle aufhalten, wird so lange alarmiert, bis genügend Helfer ausrücken.  Ralph Maier ist für die Helfer vor Ort-Ausbildung beim DRK mit verantwortlich. „Durch unsere Helfer vor Ort wird das behandlungsfreie Intervall durch fachlich fundierte Hilfe gefüllt“, erläutert er. „Sie haben mindestens die Sanitäter-Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen. Außerdem müssen sie danach zwei Jahre Einsatzerfahrung aufweisen und mindestens 18 Jahre alt sein.“ Zu den häufigsten Einsatzindikationen gehören Reanimationen. „Das sind Einsatzgeschehen, die auch tragisch enden können“, weiß Ralph Maier. Darauf werden Helfer beim DRK vorbereitet.

Bei einer Einweisungsveranstaltung werden die Menschen intensiv über die Tätigkeit als Helfer vor Ort aufgeklärt. „Theoretische und rechtliche Inhalte werden vermittelt, zusätzlich die notwendigen Dokumentationspflichten etc.“, sagt Ralph Maier. Auch ein 16-stündiges Praktikum auf der nächsten Rettungswache muss absolviert werden. Die Einsätze können belastend sein. Daher bietet das DRK interne Angebote. Prüfungsinhalte sind ein internistischer und ein chirurgischer Notfall sowie eine Reanimation.

Alle Städte und Gemeinden im Kreis werden über das Helfer-vor-Ort-System abgedeckt. Das DRK versucht, in den Teilorten präsent zu sein. Alarmiert werden sie über den digitalen Meldeempfänger und/oder über eine App. Ihre Schnelligkeit macht sie so wertvoll. 

Die Helfer führen lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und betreuen die Patienten. Für die Ausbildung und die Ausrüstung kommt das DRK auf. Daher sind die Ortsvereine auf Spenden und Fördermitglieder angewiesen. 

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news-420 Thu, 18 Apr 2024 17:13:18 +0200 Ehrungsabend: 3600 Jahre Einsatz für die Menschen im Rems-Murr-Kreis https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/ehrungsabend-3600-jahre-einsatz-fuer-die-menschen-im-rems-murr-kreis.html Das Rote Kreuz verbinden die Menschen mit Helfen und Retten. Welche Dimensionen das annimmt, zeigte sich am Mittwoch. Beim Ehrungsabend des DRK Rems-Murr drückte Präsident Dr. Richard Sigel mehr als 140 Gästen seine Dankbarkeit aus. 89 Geehrte bringen es auf 3600 Jahre Ehrenamt. Acht ehrenamtliche Lebensretter leisteten 886 Einsätze in drei Jahren. Sieben Ehrenamtliche erhielten die DRK-Verdienstmedaille. Zum ersten Mal zeichnete der Kreisverband einen Partner aus.

Beim DRK hilft man sich - und anderen

Was Kernens Bürgermeister Benedikt Paulowitsch zu Beginn sagte, passt so gar nicht zu den 140 Gästen im Bürgerhaus. Er registriert, dass die Gesellschaft immer mehr von Individualismus geprägt sei. So könne Gesellschaft nicht funktionieren. Beim Roten Kreuz sei das anders. Hier geben Menschen aufeinander acht und helfen sich gegenseitig – und das nicht nur, wenn sie zu Einsätzen alarmiert werden. Sinnbild dafür: Hans Bühler aus Fellbach ist seit 65 Jahren für das DRK aktiv.

Paulowitsch und Präsident Dr. Richard Sigel stellten fest, das Ehrenamt sei von Leidenschaft und Freude geprägt. „Aber hinter dem Ehrenamt steckt auch harte Arbeit“, betonte Dr. Sigel. Wer Zugführer einer Bereitschaft ist, hat sich viele Stunden aus- und fortgebildet. Auch Übungsleiter für Kinder- oder Gymnastikgruppen investieren ihre Freizeit, um anderen Menschen eine gute Zeit zu bieten. Jüngstes Beispiel sind die ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer, die das DRK mit der Rems-Murr-Klinik ausgebildet hat. „An vielen Stellen wird ehrenamtliches Engagement zurückgefahren. Wir hingegen setzen neue Ideen um.“ Im Kreisverband und im Landkreis stimmten die Strukturen. Beim gemeinsamen Kampf gegen den Herzinfarkt werde das Ehrenamt des DRK in Zukunft vorangehen. Die Ortsvereine werden eigene Veranstaltungen anbieten, verkündete Dr. Sigel. Auch beim Thema „Katastrophenschutztag“ in den sechsten Klassen sei auf die Blaulicht-Fraktion Verlass, dankte der Präsident allen Hilfsorganisationen. Er kritisierte, dass die Politik Vorgaben mache, aber kein Konzept dazu anbiete. „Das Ehrenamt wird es schon machen“, sei die Devise. So gehe es nicht, machte er deutlich. Aber weil im Kreis auf die Blaulicht-Fraktion Verlass sei, werde diese gemeinsam mit dem Landkreis ein Konzept erstellen, um das Ehrenamt zu unterstützen. „Damit das Leben im Rems-Murr-Kreis gewinnt.“

Energie, Teamgeist, Hingabe und Freiraum

Dies ist das Motto des DRK-Kreisverbandes, sagte Dr. Sigel. Energie, Teamgeist und Hingabe zeichneten das Rote Kreuz im Kreis aus. Dieses sinnstiftende Hobby biete Freiraum für die Talente und Stärken der Menschen, von denen am Ende alle profitieren: Kinder, Senioren, Familien, Menschen mit Handicap, Verletzte, Patienten und auch Flüchtlinge. Denn für sie alle setze sich der Kreisverband ein – haupt- und ehrenamtlich.

Denn auch 14 hauptamtliche Kräfte wurden für 240 Dienstjahre ausgezeichnet. Sie arbeiten im Rettungsdienst, in der Integrierten Leitstelle, in der Verwaltung, in der Pflege oder in der Sozialarbeit, bei den Mobilen Diensten oder im Frauen- und Kinderschutzhaus. Auch ihnen drückten Dr. Sigel und Geschäftsführer Sven Knödler Dank ihre Anerkennung aus. Der Präsident forderte auch etwas ein.

Ehrenamt im Kreis stärken

Das DRK-Ehrenamt könne selbstgewusst genug sein und mehr Werbung in eigener Sache machen. Er wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für dieses tolle Hobby und die Vielseitigkeit der Möglichkeiten, sich für die Gesellschaft einzubringen. Wer nicht aktiv mitmachen kann oder will, könne das Ehrenamt als Fördermitglied unterstützen. Dies sei auch über die neue Stiftung des DRK-Kreisverbands möglich, die die Ortsvereine nachhaltig stärken will. Denn bei allem, was das DRK leistet, steht die Hilfe für den Nächsten im Mittelpunkt.

Die DRK-Verdienstmedaille

Als besondere Stützen des DRK erhielten sieben Helferinnen und Helfer die Verdienstmedaille für herausragende Dienste: Beate Blessing (Winnenden), Sybille Fezer (Urbach), Dieter Hurlebaus (Kernen), Inge Mayer und Annette Pauleit (Kirchberg), Ralph Reichert (Plüderhausen) und Alexander Schäfer (Fellbach). Sie alle vereint eine lange DRK-Geschichte, die bei einigen bereits im Jugendrotkreuz begann. Sie engagieren sich heute in den Bereitschaften und in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit. Alle sind voller Elan und mit Leidenschaft in ihren Ortsvereinen und für ihre Städte und Gemeinden aktiv.

Partner des DRK-Kreisverbandes

Zum ersten Mal wurde auch ein Partner des Kreisverbandes hervorgehoben. Mit dieser neuen Auszeichnung honoriert das DRK, wenn sich Privatpersonen, Firmen oder Institutionen um das DRK verdient gemacht haben. In diesem Jahr wurde das Weingut Häußer aus Winnenden ausgezeichnet. Die Familie ermöglicht es, dass Tochter Carolin Golter mehrere Tage im Ahrtal helfen konnte und dass sie regelmäßig als Helferin vor Ort auch während der Arbeitszeit ausrücken kann. Mit tollen Angeboten, Unterstützungsleistungen und Aktionen wie dem DRK-Helfer-Wein fördert das Weingut den DRK-Ortsverein Winnenden und damit indirekt das enge Netz der Hilfe.

Nach einer Belobigung für acht engagierte Helfer vor Ort, die es auf herausragende 886 Einsätze in drei Jahren brachten und einem schwäbischen Buffet folgte der Auftritt von Mentalmagier Andy Häussler. Er sorgte für Lacher und Überraschungen. Ein toller Abschluss für einen Abend im Zeichen des Ehrenamts.

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news-419 Tue, 16 Apr 2024 11:31:30 +0200 Eine Spende, die Leben rettet: Lions Club Remstal spendet Defi https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/eine-spende-die-leben-rettet-lions-club-remstal-spendet-defi.html "Gestern!“, antwortet Ralph Maier. Erst gestern hätten die Helfer vor Ort des DRK-Weinstadt zwei Einsätze gehabt. Helfer vor Ort sind qualifizierte ehrenamtliche Ersthelfer, die nach einer Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle in wenigen Minuten am Notfallort eintreffen und Erste Hilfe leisten. Der Lions Club Remstal hat den Einsatz des Ehrenamts nun gewürdigt und dem Ortsverein am Montag, 16. April, einen Defibrillator gespendet. Der kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Helfer vor Ort werden regelmäßig alarmiert, wenn bei einem Notruf ein Herzinfarkt gemeldet wird. Dann ist es entscheidend, dass sich ein Defibrillator, auch kurz „Defi“ genannt, in ihrem Helferrucksack befindet. Denn für den plötzlichen Herztod ist am häufigsten Kammerflimmern verantwortlich, das nur durch einen Elektroschock gestoppt werden kann. Der Elektroschock muss ohne Zeitverlust erfolgen. Je mehr Defis es vor Ort gibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt im besten Fall sogar ohne Folgeschäden zu überleben. Mit ihrer Spende verbessert der Lions Club daher die Sicherheit im Remstal. Das hat eine Vorgeschichte.

Im Januar bekamen die Lionsmitglieder die Gelegenheit, den Ernstfall zu proben: Der Fellbacher Kardiologe Dr. Thomas Eul informierte in einem Kurzvortrag über Symptome, richtiges Handeln und die Prävention von Herzinfarkten. Ein Team vom Roten Kreuz brachte Defibrillatoren mit, um den praktischen Umgang für den Ernstfall vorzuführen und zu proben. Das Motto „Gemeinsam gegen den Herzinfarkt“ hinterließ Eindruck.

Netz der Hilfe gestärkt

Um das Netz der Hilfe im Raum Weinstadt zu stärken, entschieden sich die Mitglieder des Lions Clubs nach dem Fachvortrag spontan dazu, einen Defibrillator zu spenden. Am Montag überreichte Präsident Rainer Hinzen den DRK-Helfern in Beutelsbach den kleinen Lebensretter. Man sei angetan von dem, was das Ehrenamt des DRK leistet, schilderte Rainer Hinzen.

Tanja Burgemeister und Ralph Maier vom DRK Weinstadt zeigten sich dankbar. „Der Defibrillator hilft uns und damit der Bevölkerung“, sagten beide. Bei einem Herzstillstand ohne Wiederbelebungsmaßnahmen sinke die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um zirka zehn Prozent. Je früher geholfen wird, umso besser. Der neue Defibrillator wird nun in dem Helferrucksack eines ehrenamtlichen Ersthelfers landen. Ralph Maier zeigte sich optimistisch: Diese Spende vom Lions Club könne in den nächsten Jahren wohl ein Leben retten.

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news-418 Wed, 10 Apr 2024 08:52:54 +0200 Sanitätsausbildung auf dem neuesten Stand https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/sanitaetsausbildung-auf-dem-neuesten-stand.html Der DRK-Bundesverband hat die bisherige Lehrunterlage zur Sanitätsausbildung komplett überarbeitet. Kürzlich wurden nun alle unsere SAN-Ausbildungskräfte auf die neue "Sanbox" eingewiesen. Für uns ändert sich wenig: Die Praxis bleibt im Vordergrund!

Ein wichtiges Merkmal ist der durchgängige Aufbau gemäß dem sog. ABCDE-Schema. Dabei steht A für Airway (Atemwege frei?), B für Breathing (Atmung ausreichend effektiv?), C für Circulation (Kreislauf in Ordnung?). Zu jeden Buchstaben werden Fallbeispiele, Maßnahmen und intensives Skilltraining angeboten. Der Fokus liegt auf intensivem Praxistraining und symptomorientiertem Handeln. Wobei der ersten Minute am Patienten eine besondere Wertigkeit zukommt um eine gute Ersteinschätzung der Situation abgeben zu können.

Durch die Grundorientierung am ABCDE-Schema folgt der neue Leitfaden den Abläufen des Rettungsdienstes und erleichtert somit die Schnittstelle zwischen ehrenamtlichen Sanitätern und dem Rettungsdienst.

"Die Änderungen durch den neuen Bundes-Leitfaden sind für die Sanitätsausbildung im DRK Rems-Murr nur geringfügig, da die Grundzüge bereits aus eigener Initiative seit längerem schon bei uns Anwendung finden, um eine sehr gute Ausbildungsqualität zu gewährleisten", teilt Beate Wichtler, Referentin Rotkreuzdienste beim DRK-Kreisverband mit.

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news-415 Wed, 13 Mar 2024 15:15:29 +0100 Stiftung ermöglicht wichtiges Projekt: Wenn Helfer Hilfe brauchen https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/stiftung-ermoeglicht-wichtiges-projekt-wenn-helfer-hilfe-brauchen.html Da war dieser Einsatz, erinnert sich eine ehrenamtliche Einsatzkraft. Kinder hatten im Wald eine schreckliche Entdeckung gemacht. Ob er bei der Betreuung der Kinder helfen könne. Das war belastend, erinnert sich der Ehrenamtliche. Regelmäßig kommt es für Mitglieder der DRK-Bereitschaften zu schwierigen Einsätzen, denn wenn ein Kind bei einem Unfall stirbt, eine Reanimation erfolglos verläuft, ist auch ihre Seele betroffen. Mit der Ausbildung von Peer-Präventionskräften ermöglicht die neue Stiftung des DRK Rems-Murr eine wichtige psychologische Stütze für das Ehrenamt.

Entlastung nach schwierigen Einsätzen

Das ehrenamtliche Engagement beim Roten Kreuz bringt es mit sich, dass Einsätze für Helferinnen und Helfer psychisch belastend sein können, erläutert Alexandra Zoller, Lehrbeauftragte an der DRK-Landesschule, die ehrenamtlich beim DRK-Ortsverein in Kernen aktiv ist. „Wir danken der DRK-Stiftung, dass sie eines unserer Herzensthemen im Rems-Murr-Kreis in den Fokus rückt.“ Was hat die Stiftung gefördert? Das Konzept „Peer-Prävention – Entlastung nach schwierigen Einsätzen“ hilft dabei, die psychische Gesundheit der Einsatzkräfte zu fördern. Es setzt auf Prävention, Begleitung vor Ort und Nachsorge. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden als Multiplikatoren, so genannte „Peers“ auf Ebene der Ortsvereine geschult.

 

Gemeinsam mit Heide Wieland leitete Alexandra Zoller das Ausbildungswochenende für zwölf Peer-Kräfte in Waiblingen. Die Ausbildung ist Teil der psychosozialen Notfallversorgung, die für Einsatzkräfte und Betroffene unverzichtbar ist. Seit Jahren leisten ehrenamtliche Kriseninterventionshelfer des DRK in akuten psychischen Krisensituationen psychosoziale Akuthilfe für Betroffene, beispielsweise für Menschen, die nach einem Unfall Angehörige verloren haben. Sie sind da, hören zu, trösten, begleiten, informieren und vermitteln. Doch auch Ehrenamtliche benötigen Unterstützung. Alexandra Zoller weiß, wie sich Einsatzkräfte nach belastenden Einsätzen fühlen.

„Bei einer Suchaktion mit der Hundestaffel haben wir unverhofft eine Leiche gefunden. Obwohl wir genau dafür trainieren, hat es mich noch Tage danach belastet. Aber unsere DRK-Gemeinschaft hat mich unterstützt, so dass ich das Geschehen gut verarbeiten konnte. Das Erlebnis begleitet mich weiterhin, aber es belastet mich nicht mehr“, sagt Alexandra Zoller. Nun will sie das Netz der Hilfe in jedem Ortsverein stärken.

Verantwortung gegenüber Menschen und Mitgliedern der Bereitschaft

Nach Teil eins ihrer Ausbildung sind die ersten kreisweiten Peer-Präventionskräfte seit einigen Wochen aktiv. Cedric Caspari ist DRK-Bereitschaftsleiter in Backnang und somit verantwortlich für viele ausgebildete Helferinnen und Helfer. Er organisiert und koordiniert die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, wenn es in Backnang zu Notfallsituationen kommt. Er habe nicht nur Verantwortung gegenüber den Menschen, denen er in Notlagen hilft, sondern auch gegenüber den Mitgliedern seiner Bereitschaft. Darum habe er sich für die Ausbildung angemeldet. Denn diese fördert Fertigkeiten, mit denen geschulte Einsatzkräfte in schwierigen Momenten für andere da sein können.

Das Konzept umfasst präventive Maßnahmen. Dabei geht es um Aufklärungs-, Informations- und Trainingsmaßnahmen. Bei schwierigen Einsätzen sollen die ehrenamtlichen Helfer bei Bedarf von vertrauten Peer-Kräften psychosozial begleitet werden. Die Nachsorge reicht von kurzen Gesprächen über die Vorbereitung von Einsatznachbesprechungen. „Ausgebildete Peer-Kräfte können bei sogenannten Tür- und Angel-Gesprächen kollegial und auf Augenhöhe helfen“, sagt Alexandra Zoller. Sie wissen, wie sie zuhören, reagieren und bei Bedarf weitere zusätzlich ausgebildete Fachkräfte vermitteln können. Dies einschätzen zu können ist ein weiterer Baustein der Ausbildung. Die angehenden Präventionskräfte lernen, wie sich Stress bei einem belastenden Einsatz auswirkt, wie sie Verhaltensweisen der Betroffenen einordnen und sie unterstützen können.

Ein tragfähiges Auffangnetz im direkten Miteinander

Die Peer-Kräfte können nun innerhalb ihres Ortsvereins tätig werden und andere Helfer vorbereiten. Sie wissen über mögliche psychische Belastungen im Einsatz Bescheid und kennen präventive Möglichkeiten. Ein zweites Ausbildungswochenende ist vorgesehen, um die Erkenntnisse zu vertiefen und erste Erfahrungen zu teilen. Der Kreisverband plant für jeden der 26 Ortsvereine zwei Peer-Kräfte auszubilden. Die Kräfte sollen aus dem breiten Pool der aktiven Mitglieder stammen. Die Stellung der Peer-Kräfte basiert auf dem Vertrauen innerhalb ihrer Gemeinschaft und auf ihrer fundierten Ausbildung. Ihre Unterstützung passiert auf Augenhöhe. „Unser Anliegen ist es, durch die Peer-Präventionskräfte ein tragfähiges Auffangnetz im direkten Miteinander einzurichten“, sagt Alexandra Zoller. Sie weiß, dass beispielsweise Einsätze, bei denen Babys, Kinder oder Jugendliche betroffen sind, akute Belastungsreaktionen, posttraumatische Störungen und ähnliches hervorrufen können. „Wir stärken die psychische Gesundheit der Einsatzkräfte. Die Einsatzkräftenachsorge soll dazu beitragen, die Verwundbarkeit der Einsatzkräfte zu reduzieren und ihre Resilienz, ihre Widerstandsfähigkeit, zu erhöhen“, sagt Alexandra Zoller.

DRK-Stiftung schafft Mehrwert

Die Unterstützung der DRK-Stiftung ermöglicht es, den Fokus auf die außergewöhnlichen Leistungen des Ehrenamts zu legen, betont DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler, der selbst ehrenamtlich beim DRK-Ortsverein in Alfdorf aktiv ist. Ihm ist es wichtig, dass vor allem auch junge und neue Einsatzkräfte vorher erfahren, worauf sie sich einlassen und welche Situationen ihnen begegnen können. Im Vorfeld aktiv werden, im Einsatz direkt helfen können und im Nachgang bei der angstfreien Aufarbeitung von belastenden Erlebnissen zur Seite stehen: Die Aufgabe von Peer-Kräften ist verantwortungsvoll und notwendig, sagt Sven Knödler.

Dass die Ausbildung der Peer-Präventionskräfte erstmals in Waiblingen angeboten werden konnte, ist der Stiftung des Deutschen Roten Kreuzes im Rems-Murr-Kreis zu verdanken. „Das Ziel der 2023 gegründeten Stiftung ist es, das Ehrenamt des DRK im Kreis zu unterstützen und Projekte zu ermöglichen“, erläutert Sven Knödler, Mitglied des Stiftungsrats. Mit der Peer-Prävention unterstützt die Stiftung ihr erstes Projekt. Damit das Leben im Rems-Murr-Kreis gewinnt.

Info:

2023 wurde die „Stiftung des Deutschen Roten Kreuzes im Rems-Murr-Kreis“ gegründet. Ziel ist es, das ehrenamtliche Engagement in den 26 Ortsvereinen und die kreisweite Arbeit des DRK für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren langfristig zu fördern und sicherzustellen. Wer das DRK unterstützt, fördert die Sicherheit, den Bevölkerungsschutz und das soziale Netz im Rems-Murr-Kreis. Informationen auf www.stiftung-drk-rems-murr.de.

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news-407 Mon, 15 Jan 2024 09:35:44 +0100 Schlaganfall-Helfer sind für Betroffene da https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/schlaganfall-helfer-sind-fuer-betroffene-da.html Ein Schlaganfall kommt plötzlich und unerwartet. Oft wird das bisherige Leben auf den Kopf gestellt. Nach Krankenhaus und Reha-Aufenthalt gilt es, sich wieder zu Hause zurechtzufinden. Eine Herausforderung für alle Beteiligten. Nun gibt es eine neue Form der unkomplizierten Unterstützung: Ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer können Betroffenen und deren Angehörigen gezielt und individuell Hilfestellung geben. Der DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V., die Rems-Murr-Kliniken und die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe haben ein in Baden-Württemberg einmaliges Projekt initiiert.

Rund 1300 bis 1400 Menschen im Rems-Murr-Kreis erleiden pro Jahr einen Schlaganfall. Das System aus Vorbeugung, Akutbehandlung und Nachsorge wird nun nachhaltig gestärkt. Nur drei Monate hat es gedauert, ein wichtiges Projekt bekannt zu machen und eine Lücke für Betroffene zu schließen: Am Donnerstagabend erhielten die ersten ehrenamtlichen Schlaganfall-Helferinnen und -Helfer in Baden-Württemberg in der Rems-Murr-Klinik in Winnenden ihr Zertifikat und können endlich loslegen. Die Hauptaufgabe der 16 Personen besteht darin, Schlaganfall-Patienten und ihre Angehörigen individuell in ihrem Lebensalltag zu begleiten und zu unterstützen. Da die ehrenamtlichen Unterstützer mit den Versorgungsstrukturen vor Ort sehr vertraut sind, können sie schnell und effektiv bei Herausforderungen im Alltag helfen – eine enorme Erleichterung für die Menschen. Für sie ist das Angebot kostenlos.

Den Wert der ehrenamtlichen Helfer für die Gesundheitsversorgung vor Ort würdigte Landrat Dr. Richard Sigel. Die medizinische Versorgung sei durch die Neurologie im Klinikum Winnenden und die Schlaganfalleinheit in Schorndorf hervorragend aufgestellt, doch benötigten die Menschen auch nach der Behandlung Unterstützung. „Sie helfen den Menschen, mit diesem schweren Schicksalsschlag umzugehen, sich im Alltag wieder zurecht zu finden und die Hoffnung nicht aufzugeben“, wandte er sich an die Absolventinnen und Absolventen des Kurses. „Als frische Schlaganfallhelferinnen und -helfer sind im besten Sinne eine Stütze der Menschen und damit eine Stütze der Gesellschaft.“

„Wir bieten individuelle Lösungen, damit das Leben im Rems-Murr-Kreis gewinnt.“

Initiiert wurde das Projekt von Prof. Dr. Ludwig Niehaus, Chefarzt für Neurologie am Klinikum Winnenden und Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „In der Akutphase sind wir schon gut aufgestellt. Aber wir haben festgestellt, dass danach viele Patienten in ein Loch fallen.“ Hier setzt das gemeinsame Angebot an.

„Unsere Wohlfahrts- und Sozialarbeit hat das Ziel, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und zu begleiten. Auch mit diesem wichtigen Projekt geben wir Hilfe zur Selbsthilfe“, hält DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler fest, „Wir bieten individuelle Lösungen, damit das Leben im Rems-Murr-Kreis gewinnt.“ Die Helfer können gezielt unterstützen, bis der Alltag organisiert ist.

Die Schulungsreihe umfasste 40 Stunden für die Teilnehmer. Ärzte, Vertreter eines ambulanten Therapiezentrums, des Landratsamtes, des DRK, der AOK, der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Rems-Murr sowie eine Logopädin informierten die Ehrenamtlichen umfassend über alle wichtigen Aspekte der Schlaganfall-Hilfe. Das DRK betreut und unterstützt die Schlaganfall-Helfer und vermittelt ihre Dienste nun  passgenau an Betroffene.

„Sie motivieren, helfen und leisten Gesellschaft.“

„Sie helfen bei Behördengängen, beraten zu Sozialleistungen, vermitteln Kontakte und stehen bereit, wenn Betroffene und Angehörige einfach mal Zuspruch und Motivation benötigen“, listet Karin Gericke, Referentin für Wohlfahrts- und Sozialarbeit beim DRK Rems-Murr auf. Sie gehen mit den Schlaganfall-Patienten spazieren, auch wenn es nur langsam vorangeht. Sie hören geduldig zu, auch wenn den Patienten das Sprechen schwerfällt. Sie helfen beim Einkaufen oder geben Tipps, wie Schlaganfall-Betroffene auch mit einer Hand noch selbst kochen können „Sie motivieren, helfen und leisten Gesellschaft.“ Pflegerische, hauswirtschaftliche oder therapeutische Leistungen erbringen sie nicht.

Claudia Bauer-Rabe, Leiterin der Rems-Murr-Klinik Winnenden,  bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern. „Sie haben viel gelernt, um Betroffene im Alltag zu unterstützen: Von medizinischen Basiswissen über die Rettungskette bis hin zur Nachsorge und Selbsthilfe. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Hilfe von Betroffenen und hoffe, dass Sie sich auch untereinander weiter austauschen und von Ihren Erfahrungen gegenseitig profitieren können.“

Ziel ist es nun, das Angebot bekannt zu machen und Helferinnen und Helfer zu vermitteln. Die Verantwortlichen von DRK und Selbsthilfegruppe werden im Interesse von Betroffenen eng kooperieren. „Ich freue mich, dass nun im Rems-Murr-Kreis Betroffene von dieser wertvollen Unterstützung profitieren können. Das DRK und den Rems-Murr-Kliniken sind großartige Projektpartner“, teilt Frederike Prisett von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe mit. Denn nun sind sie endlich startklar: Die ersten ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer im Rems-Murr-Kreis.

Info:

Sie benötigen Unterstützung und wünschen nähere Informationen über das Angebot der Schlaganfall-Helfer im Rems-Murr-Kreis? Beim DRK-Kreisverband engagieren sich 16 zertifizierte Schlaganfall-Helfer aus weiten Teilen des Rems-Murr-Kreises. Fragen beantwortet Ihnen gerne die DRK-Referentin der Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit, Karin Gericke, unter 07191 / 953691. Oder schicken Sie eine E-Mail an: karin.gericke(at)drk-rems-murr.

Mitwirkende

  • Rems-Murr-Kliniken, Abteilung Neurologie
  • DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V.
  • Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
  • Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Rems-Murr / Winnenden
  • AOK Ludwigsburg-Rems-Murr
  • Landratsamt Rems-Murr-Kreis
  • TheraVent aktiv Marbach a.N.: Ambulante neurologische Rehabilitation
  • Heidemarie Pfleiderer (Logopädie Pfleiderer)
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news-398 Thu, 23 Nov 2023 14:36:32 +0100 Unsere neue DRK-Stiftung: Hilfe, die bleibt! https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/unsere-neue-drk-stiftung-hilfe-die-bleibt.html Das Deutsche Rote Kreuz im Rems-Murr-Kreis ist nicht nur im Rahmen des Bevölkerungsschutzes der verlässliche Partner für die Menschen, Vereine und Behörden der Region. Es leistet Erste Hilfe, bietet eine tolle Jugendarbeit und macht wichtige Angebote für Familien und Senioren. Doch auch Helfer benötigen Hilfe. Mit der „Stiftung des Deutschen Roten Kreuzes im Rems-Murr-Kreis“ gibt es die neue Möglichkeit, das Ehrenamt der 26 DRK-Ortsvereine und kreisweite Projekte langfristig zu unterstützen. Damit der Landkreis lebenswert und sicher bleibt. Heute und in Zukunft.

„Es ist wichtig, sich für andere Menschen einzusetzen – nicht nur in Notlagen. Die DRK-Stiftung kann hierzu einen Beitrag leisten und Hilfe ermöglichen“, sagt DRK-Präsident Dr. Richard Sigel. Die Stiftung werde das gesamte Hilfeleistungssystem im Kreis dauerhaft stärken. „Wir schaffen einen neuen Baustein, der der Förderung des DRK-Ehrenamts dient; von Fellbach bis Alfdorf, von Winterbach bis nach Spiegelberg!“ Will das DRK-Ehrenamt in den 26 Ortsvereinen attraktiv bleiben, benötige man eine sichere und nachhaltige Finanzierung für Einsatzfahrzeuge, Aus- und Fortbildungen, um schwankende Spenden und sinkende Fördermitgliederzahlen auszugleichen. Die Stiftung des Deutschen Roten Kreuzes im Rems-Murr-Kreis gebe treuen Spendern und Förderern sowie Freunden des DRK die Möglichkeit, das Ehrenamt DRK nachhaltig zu unterstützen.

Langfristige Förderung für das Ehrenamt!

Aus den erwirtschafteten Überschüssen des Stiftungsvermögens werden die gemeinnützigen Zwecke der DRK-Stiftung langfristig gefördert. Der große Vorteil: Die finanziellen Mittel stehen dem Ehrenamt im Kreis auf Dauer zur Verfügung, da sie anders als Spenden nicht zeitnah verwendet werden müssen. Die neue Förderstiftung bietet somit eine sehr gute Möglichkeit, das DRK Rems-Murr auch gezielt testamentarisch zu bedenken. „Wir können somit das überragende Engagement unserer rund 1300 ehrenamtlichen Kräfte auf vielfältige Art unterstützen und langfristig ein attraktives Ehrenamt sicherstellen, das der Allgemeinheit dient“, sagt Präsident Dr. Richard Sigel. Stifter können gezielt Bereiche wie Bevölkerungsschutz, Jugendrotkreuz oder Gesundheit fördern. „Die Rettungskette, angefangen bei der Laienreanimation über Helfer vor Ort, Rettungsdienst und Klinik funktioniert bei uns im Rems-Murr-Kreis hervorragend. Stifterinnen und Stifter können nun ein wichtiges Glied dieser Rettungskette werden und dauerhaft Gutes tun“, wirbt Präsident Dr. Richard Sigel

Startschuss für viele DRK-Projekte!

DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler erläutert die Hintergründe: „Helferinnen und Helfer, die sich bei uns aktiv ehrenamtlich engagieren, zahlen keinen Beitrag. Mit Spenden, Fördermitgliederbeiträgen sowie eigenen Leistungen wie der Durchführung von Blutspende-Aktionen finanzieren die Ortsvereine ihre Ausgaben und auch das kreisweite System der ehrenamtlichen Lebensretter sowie die DRK-Rettungshundestaffel und die DRK-Drohnengruppe. Wo Spendeneinnahmen wegfallen, kann die Stiftung ehrenamtliche Hilfsangebote unterstützen, aber auch kreisweite rettungsdienstliche Aufgaben oder soziale Projekte, beispielsweise für das DRK-Frauen- und Kinderschutzhaus, voranbringen.“

Das Stiftungskapital der gemeinnützigen Stiftung beträgt zu Beginn 50.000 Euro. „Mit den daraus resultierenden Erträgen sowie weiteren Schenkungen, Spenden oder Zuwendungen aus Vermächtnissen, kann nachhaltig Gutes bewirkt werden“, sagt Dr. Sigel. Daher lautet das Motto der Stiftung: „Deine Hilfe bleibt“. Der Präsident  weiter: „Wir fördern die ehrenamtliche Hilfe bei uns im Rems-Murr-Kreis, weil nur ein starkes Ehrenamt starke Hilfe leisten kann!“

Stiftungsrat beschließt über Mittelverwendung

Über die Verwendung der Stiftungsmittel beschließt ein elfköpfiger Stiftungsrat. Anträge zur Bewilligung von Fördermitteln können der Kreisverband sowie die 26 Ortsvereine stellen. „So entsteht ein Wettbewerb der guten Ideen“, sagt Kreisgeschäftsführe Sven Knödler. Das erste Projekt, das die Stiftung fördert, heißt „Peer-Prävention“. Innerhalb der Ortsvereine sollen Peer-Kräfte ausgebildet werden, die nach belastenden Einsätzen als qualifizierte Ansprechpartner bereitstehen. Die Ausbildung fördert Fähigkeiten, mit denen man in schwierigen Momenten für andere da sein kann, beispielsweise, wenn bei Einsätzen Kinder zu Schaden gekommen sind.

Die Stiftung und damit die wertvolle Arbeit des DRK können sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen unterstützen, entweder durch Spenden – zur zeitnahen Verwendung – oder durch Zustiftungen zum dauerhaften Stiftungsvermögen. Wer den Helfern des DRK Rems-Murr nachhaltig unter die Arme greifen will, kann dies auch mit einem Testament zugunsten der Stiftung tun. Gebräuchlichste Form dafür ist das Vermächtnis. „Wer unsere neue Stiftung unterstützt, hilft allen Menschen im Kreis. Das ist Hilfe, die bleibt“, betont Sven Knödler.

Die Homepage: www.stiftung-drk-rems-murr.de

Info:

Die „Stiftung des Deutschen Roten Kreuzes im Rems-Murr-Kreis“ verfolgt das Ziel, die satzungsgemäßen Aufgaben des DRK im Rems-Murr-Kreis zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem die Förderung von Gesundheit, Kinder- und Jugendarbeit sowie die Rettung aus Lebensgefahr. Es können von den Ortsvereinen, aber auch vom DRK-Kreisverband Projekte initiiert oder vorgeschlagen werden, die dann mit Mitteln der neu gegründeten Stiftung unterstützt werden können. Eine neue Homepage wird aktuell erstellt: www.stiftung-drk-rems-murr.de.

Das DRK ist dankbar für jede Unterstützung, die das Netz der Hilfe im Rems-Murr-Kreis stärkt:

Stiftung des Deutschen Roten Kreuzes im Rems-Murr-Kreis
IBAN: DE05 6025 0010 1002 2217 21
BLZ: 602 500 10
BIC: SOLADES1WBN

Bitte geben Sie bei Überweisungen an, ob es sich um eine Spende (am besten mit Verwendungszweck) oder um eine Zustiftung zum dauerhaften Stiftungskapital handelt.

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