DRK Presseinformationen https://www.drk-rems-murr.de de DRK Tue, 28 Jun 2022 16:20:06 +0200 Tue, 28 Jun 2022 16:20:06 +0200 TYPO3 EXT:news news-320 Thu, 02 Jun 2022 09:40:45 +0200 Für alle Fälle gut vorbereitet: Outdoor-Erste-Hilfe für die Tourguides des Albvereins https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/fuer-alle-faelle-gut-vorbereitet-outdoor-erste-hilfe-fuer-die-tourguides-des-albvereins.html Waiblingen, Stuttgart. Beim Wandern mit dem Fuß umgeknickt, ein Insektenstich mit allergischer Reaktion, eine blutende Wunde – was tun? Bei dem Erste-Hilfe-Kursformat „Outdoor“ des DRK Rems-Murr lernen die Wanderführerinnen und Wanderführer des Schwäbischen Albvereins, spezifische Verletzungen bei Outdoor-Sportarten und anderen Aktivitäten im Freien zu versorgen. Im Vorfeld des 121. Deutschen Wandertags vom 3. bis 7. August im Remstal haben bisher über 80 Albvereins-Guides die speziellen Kurse des DRK-Kreisverband Rems-Murr besucht.

„Alle Wanderführerinnen und Wanderführer beim Deutschen Wandertag sollen auf eventuell eintretende Notfälle gut vorbereitet sein“, betont Wanderreferentin Karin Kunz vom Schwäbischen Albverein. „Das ist mir als Organisatorin des Wanderprogramms sehr wichtig.“ Für die Kurse habe man mit dem DRK Rems-Murr einen zuverlässigen Partner und mit DRK-Referentin Beate Wichtler eine engagierte und kompetente Referentin gefunden.

5 Vorbereitungskurse

Die Teilnehmenden lernten bei den insgesamt fünf Kursen unter anderem die Seitenlage auch in unwegsamem Gelände korrekt anzuwenden, Blutungen zu stillen, einen Fahrradhelm sachgerecht abzunehmen, gestürzte Menschen mit Wirbelsäulenverletzungen zu versorgen oder Insektenbisse und Sonnenstich zu behandeln. Außerdem erfuhren sie, welches Erste-Hilfe-Material in einen Rucksack gehört und welche Naturmaterialien hilfreich sein können, etwa um ein verstauchtes Fußgelenk zu schienen.

Ein weiterer wichtiger Bereich, so Beate Wichtler, sei das Thema Unterkühlung. „Wenn jemand gestürzt ist und am Boden liegt, kühlt der Körper schnell aus – dies kann Komplikationen hervorrufen und sogar im Sommer zu einem oft unterschätzen Problem bei Notfällen im Gelände werden“. Um eine Unterkühlung abzumildern ist als Schutz gegen Wind und Nässe sowie für die Reflektion der vom Köper abstrahlenden Wärme eine Rettungsdecke nützlich. „Zusätzlich wird zum Boden hin eine Isolationsschicht empfohlen, beispielsweise durch Laub oder die Jacken von Begleitpersonen“, erklärt Wichtler.

Im Notfall können sie kompetent helfen

Die Albvereins-Guides können bei Wanderung vor schwierige Situationen gestellt werden, denn ein Notfallort kann an einem steilen Hang oder in einem unzugänglichen Waldgebiet liegen. „Dann kann es etwas dauern, bis die Profis vom Rettungsdienst eintreffen“, so Wichtler. „Dann ist oft eine erweiterte Erste Hilfe notwendig. Das hat mit den Sofortmaßnahmen im Straßenverkehr dann wenig zu tun.“ Darauf wurden die Tourguides nun vorbereitet. Im Notfall können sie kompetent helfen.

Wanderreferentin Karin Kunz, die als Wanderführerin selbst an einem der Kurse teilnahm, schätzte vor allem „ die einfachen Merksätze“, die gelehrt wurden. „Das hat sich eingeprägt und man kann alles gut anwenden, um in komplexen Situation Lösungen zu finden“, so Kunz. „Das einzige was man falsch machen kann, ist nichts zu tun“, fügt Beate Wichtler hinzu.

Das DRK bietet eine breite Palette an Erste-Hilfe-Kursen an.

Weitere Informationen zum Deutschen Wandertag und zum Schwäbischen Albverein finden Sie unter www.dwt2022.de und www.albverein.net

Foto: Wizemann / Albverein

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news-318 Wed, 01 Jun 2022 11:17:11 +0200 Notfalldarstellung beim DRK: Üben unter realistischen Bedingungen https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/notfalldarstellung-beim-drk-ueben-unter-realistischen-bedingungen.html Bettina schreit die Helferin an, die ihr gerade den Arm verbinden will. Ob sie schon mal solche Schmerzen gespürt hätte? Am Ellenbogen hat sie eine tiefe Wunde. Blut tritt aus. Die Helferin spricht ruhig auf Bettina ein, legt behutsam einen Verband um. Was im Ernstfall täglich passieren kann, wird beim DRK Rems-Murr bei dieser Ausbildung lediglich trainiert. An drei Tagen wurden ehrenamtliche Einsatzkräfte der DRK-Ortsvereine in der Notfalldarstellung geschult. Schminken und das Darstellen von Verletzungen sind wichtige Erfolgsfaktoren bei Übungen.

Bei Aus- und Fortbildungen in Krankenhäusern, bei der Notfallrettung und den DRK-Bereitschaften sind realistische Rahmenbedingungen wichtig. Durch praktische Übungen erhöht sich der Lerneffekt nachweislich, weiß Kursleiterin Jennifer Klavs vom DRK-Kreisverband Ludwigsburg. Die überwiegend jungen Ehrenamtlichen bestätigen das. Bei Übungen mit realistischen Wunden und Mimen, die Bewusstlosigkeit, Apathie oder Aggression glaubhaft vermitteln, sei die Intensität bedeutet größer. Man sei mehr bei der Sache, da man sich Wunden nicht vorstellen, sondern in einer realistischen und unbekannten Situation agieren müsse. Daher wurde mit dem Grundlehrgang der wichtige Bereich der Notfalldarstellung beim DRK-Kreisverband Rems-Murr wieder gestärkt.

Je realistischer ein Szenario, desto mehr sind die Teilnehmer gefordert

„Dieses Darstellen von Unfall- und Notfallsituationen mit Mimen dient als sehr hilfreiches Mittel zur Vorbereitung der Helferinnen und Helfer und verbessert ihre psychische Belastbarkeit“, sagt Kursleiterin Jennifer Klavs. Sie erläutert: Aufgabe der Notfalldarstellung ist es, Personen für Notfallszenarien möglichst wirklichkeitsgetreu zu schminken und die Mimen zu befähigen, Verletzungs-, Erkrankungs- und Vergiftungsmuster mit den typischen Symptomen darstellen zu können. Je realistischer ein Szenario, desto mehr sind die Teilnehmer gefordert. Bei entsprechenden Übungen können die angehenden Ersthelfer richtiges Verhalten trainieren, was Ansprache, Körpersprache, Hilfeleistung etc. betrifft, denn sie erhalten eine direkte Reaktion der Mimen.

„Es ist schwieriger, wenn Blut fließt!"

Von der leichten Schürfwunde, über eine tiefe Schnittverletzung und Verbrennung bis hin zum komplizierten Knochenbruch können die Teilnehmer der Notfalldarstellung-Ausbildung zukünftig fast alle Verletzungen schminken und bei größeren Übungen glaubhaft darstellen. „Es ist schwieriger, wenn Blut fließt und Personen unterschiedlich reagieren“, berichten die Teilnehmer. Nach dem Schminken werden Fallbeispiele durchgespielt: Mal eine aggressive Verletze, mal eine apathische Peron, die kaum reagiert. Derart gefordert, erkennen die Ehrenamtlichen direkt, was gut läuft und besser gemacht werden könnte. So stellt neben der richtigen Schminktechnik, Materialkunde auch das Mimen von Verletzungen und Verhaltensmustern im Vordergrund, „eine angebrachte Schmerzäußerung“, nennt es Jennifer Klavs. Der Erfolg einer lehrreichen Übung hänge auch entscheidend von der realistischen Darstellung von medizinischen Notfällen ab. Denn es gelte, die psychologische Seite abzubilden. Schminken, Interaktion und eine direkte Reaktion auf die Behandlung seien wichtig.

„Wer unter solchen Bedingungen übt, bekommt keine weichen Knie"

Styropor stellt Knochen dar, Haargel Wundwasser und ansonsten bietet der Schminkkasten allerlei Möglichkeiten, um Verletzungen darzustellen. „Wenn man eine Wunde sieht, dann behandelt man sie anders“, sagt Marlene Knopp vom DRK-Ortsverein Winterbach, „wir sind konzentrierter.“ Außerdem tragen diese Übungen dazu bei, Angst vor Blut, Verletzungen und Schmerzreaktionen abzubauen und erleichtern es den Lernenden, sich in die Situation des Verletzten hineinzuversetzen. „Wer unter solchen Bedingungen Erste Hilfe übt, bekommt in der Realität keine weichen Knie", sagt Kursleiterin Jennifer Klavs vom DRK-Ludwigsburg.

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news-317 Fri, 20 May 2022 13:46:25 +0200 Frauen- und Kinderschutzhaus Rems-Murr aufgewertet: Freude über bunte Hauswand und Spielhaus https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/frauen-und-kinderschutzhaus-rems-murr-aufgewertet-freude-ueber-bunte-hauswand-und-spielhaus.html Wenn Frauen von ihrem Partner Gewalt erfahren, finden sie im Frauen- und Kinderschutzhaus im Rems-Murr-Kreis Schutz und Sicherheit. Regelmäßig finden Aktionen statt, die vor allem die Interessen der Kinder berücksichtigen und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Dank einer Förderung von der Rems-Murr-Stiftung verschönerte Graffiti-Künstler Janosch Müller nun den Spielplatzbereich. Aus trist wurde bunt. Dank einer Spende vom Hilfsverein des Zeitungsverlags Waiblingen e. V. hat sich auch innen viel getan.

Eine Matschküche steht auf dem Spielplatz, mit Backofen, Herd und Co. Eine Mitarbeiterin hat sie mit Kindern gebaut. Gemeinsame praktische Aktionen bereichern den Alltag der Kinder. So werden Kompetenzen ausgebildet und der Nachwuchs kann am Ende des Tages stolz etwas vorweisen. Das war auch der Plan mit Graffiti-Künstler Janosch Müller. Den konnte das Frauenhaus-Team gewinnen, um eine Hauswand, die den Spielplatz begrenzt, mit einem großen Kunstwerk zu verschönern. Neben den Spielgeräten blicken ab sofort bunte Tierfiguren auf die Kinder nieder. „Das riesige Graffiti wertet den gesamten Außenbereich auf“, freut sich das Team des Frauenhauses und auch die jungen Bewohner schauen mit großen Augen auf das Bild, das auf einmal den Garten ziert.  

Neue Interessen wecken

Janosch Müller hatte das Bild extra für die Garagen-Wand konzipiert und mit seinem Entwurf das Frauenhaus-Team überzeugt. Am Mittag zeichnen sich bereits erste Figuren ab. Viele Kinder aus dem Frauenhaus sind da noch im Kindergarten oder in der Schule. Sie freuen sich, als sie den Künstler später antreffen. Am Abend ist das Graffiti fertig. „Wir wollen die Kinder einbinden. Es geht darum, ihnen etwas zuzutrauen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Somit können wir ihnen auch verschiedene Dinge wie handwerkliches Arbeiten näherzubringen und neue Interessen zu wecken“, sagt eine Mitarbeiterin. Nicht nur draußen, sondern auch im Frauenhaus hat sich einiges getan.

Dank einer Spende vom Hilfsverein des Zeitungsverlags Waiblingen e. V. konnte ein tolles Spielhaus für die Kinder aufgebaut werden, in dem sie toben, klettern und rutschen können. Auch dies bedeutet eine enorme Aufwertung für die vielen jungen Bewohnerinnen und Bewohner, die sich über das Jahr verteilt im Frauenhaus aufhalten, freuen sich die Mitarbeiterinnen. Der Nachwuchs kann dort sicher spielen und gemeinsam Spaß haben. Und auch hier soll es bald etwas bunter werden. Die Wand hinter dem Spielhaus, das in hellen Holztönen strahlt, soll bald ein dicker Baum mit weiten grünen Ästen zieren. Dann heißt es bald: Draußen bunte Tiere an der Wand, drinnen Spielhaus mit Wald.

Danke an alle Spenderinnen und Spender

Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses danken allen Spenderinnen und Spendern, die mit ihrer Unterstützung das Frauen- und Kinderschutz aufwerten. „Dadurch können wir den Bewohnerinnen und Kindern etwas bieten, das den Alltag sinnvoll ergänzt, Kompetenzen ausbildet und den Frauen und vor allem ihren Kindern Freude schenkt.“

 
Info:
Fünf Mitarbeiterinnen sind im Frauenhaus im Rems-Murr-Kreis in Teilzeit tätig. Das Haus bietet für neun Frauen mit ihren Kindern Platz, insgesamt für 17 Personen. Zudem verfügt das Haus über ein Notzimmer. Betrieben wird diese wichtige Einrichtung vom DRK-Kreisverband Rems- Murr e.V.
Im Frauenhaus können die Bewohnerinnen vorübergehend Ruhe und Abstand finden. Die sozialpädagogischen Fachkräfte erarbeiten gemeinsam mit den Frauen unter anderem deren Zukunftsperspektiven, auch die der Kinder.

Außerdem bieten die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses zwei externe Beratungsstellen für von Gewalt betroffene Frauen im Rems-Murr-Kreis an. Diese Beratungen, die die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses durchführen, sind für die Betroffenen kostenfrei. Jede Bewohnerin und jedes Kind haben eine individuelle Geschichte. Die Aufnahme ins Frauenhaus, Kontakte zu Behörden, Verwaltung, Betreuung, die Organisation des Alltags sowie Beratungsgespräche und das gemeinsame Gestalten der Zukunft etc. fordern den Mitarbeiterinnen viel Zeit und persönliches Engagement ab.

 

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news-316 Mon, 16 May 2022 14:56:58 +0200 Juniorhelfer ausgebildet: Beim Helfen können alle Kinder glänzen https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/juniorhelfer-ausgebildet-beim-helfen-koennen-alle-kinder-glaenzen.html Stolz nehmen die Schüler der Hungerberg-Grundschule Winnenden die Urkunde entgegen. Endlich sind Amine, Amelie, Laura, Ilenja, Joele, Mia, David, und Stavros DRK-Juniorhelfer. Das haben sie nun schriftlich, nachdem sie ihre Prüfung souverän abgelegt hatten. Nun können die Drittklässler bei Pausen, Ausflügen und wann immer etwas passiert, als junge Ersthelferinnen und Ersthelfer eingreifen. Dafür mussten sie einen Tresor knacken.

Einige Monate haben sie sich auf diesen Tag vorbereitet – und das merkt auch Nina Siegle vom DRK-Kreisverband Rems-Murr, die kürzlich die erfolgreiche Prüfung der angehenden Juniorhelfer abgenommen hat. Die Pädagogin bildet Lehrerinnen und Lehrer aus, die an ihrer Schule den wichtigen Dienst der Juniorhelfer etablieren wollen.

"Es ist gut, schon bei den jungen Schülerinnen und Schülern anzufangen.“

Die Lehrkräfte können dann eigenständig Juniorhelfer ausbilden, die sich sozial engagieren und sich für ein gutes und sicheres Schulklima einsetzen. Das DRK unterstützt sie bei der Ein- und Durchführung. Dafür macht sich das Jugendrotkreuz seit Jahren stark. Schulleiterin Ulrike Dengler griff die Idee begeistert auf, denn „beim Helfen können alle Kinder glänzen!“. Sie freut sich, dass es für immer mehr Kinder selbstverständlich wird, im Notfall aktiv zu handeln. Das Thema Erste-Hilfe kommt ihr im Alltag zu kurz. „Viele Erwachsene können nicht helfen. Es ist gut, schon bei den jungen Schülerinnen und Schülern anzufangen.“


An vielen Schulen im Rems-Murr-Kreis sind bereits Schulsanitäter aktiv, die im Notfall helfen und Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen oder gemeinsam mit den Lehrern organisieren. Einmal ausgebildet, können sie viele Jahre mithelfen und ihr Wissen teilen. „Schon die Kleinsten können lernen, wie man sich in brenzligen, unsicheren oder gar gefährlichen Situationen richtig verhält und präventiv handelt“, sagt Nina Siegle. Sie spürte in Winnenden die Begeisterung und die Akribie beim Helfer-Nachwuchs. Die mussten Übungen meistern, um Tresor-Schlüssel zu erhalten.

„Sie sollten vielleicht in den nächsten Tagen noch zum Arzt gehen.“

Ein Beispiel: Ein Mitschüler ist beim Spielen auf dem Schulhof gestürzt. Der Handballen ist aufgeschürft, es blutet. Die Kinder stellen das Szenario nach. Nina Siegle schminkt die Wunde. Los geht’s. Sofort sind zwei Kinder beim Pausenhof-Pechvogel. Ob Pflaster oder Verband: Die Kinder versorgen jede Wunde. Einer kümmert sich um die Verletzung und die andere redet viel mit dem Schüler, streichelt den Rücken oder holt eine Wärme-Decke hervor.

Nina Siegle stellt viele Fragen. Auch David ist voll bei der Sache. „Sie sollten vielleicht in den nächsten Tagen noch zum Arzt gehen“, gibt er seiner Mitschülerin mit auf den Weg, die sich den Kopf an einer Kante gestoßen hatte. Auch bei diesem Fall ging es um Verbände und Versorgung, Kümmern und Kühlen, um Pflaster, Bakterien, Notruf und wichtige Regeln bei der Erste Hilfe wie die vier As: Anschauen, Augenhöhe, Ansprechen, Anfassen. Immer zwei Kinder kümmern sich um einen Patienten. Haben Sie Ihren Fall kompetent gelöst, öffnet sich ein weiteres Schloss des Tresors. Ihre Mitschüler können ihnen helfen. So wird gemeinsam jedes Schloss geöffnet. Und endlich gibt der Tresor sein Geheimnis preis.

„Ihr seht richtig professionell aus!“

Nina Siegle greift hinein, überreicht den jungen Helferinnen und Helfern einen großen Junior-Helfer-Rucksack. „Da drinnen ist alles, was ihr braucht: Pflaster, Verbände, Junior-Helfer-Weste und natürlich auch ein Tröste-Bär, der ist sehr wichtig.“ Besonders der Kühlkoffer sieht sehr professionell aus. Die Kinder schauen nach, untersuchen das Material und stolz nehmen sie von Rektorin Ulrike Dengler ihre offizielle Urkunde entgegen. Auch einen Ausweis kriegen alle. „Ihr seht richtig professionell aus“, sagt Ulrike Dengler.

In Zukunft bilden immer zwei Schüler eine Pausenaufsicht, um im Notfall Hilfe zu leisten und Hilfe zu holen. Denn eines kommt beim Helfer-Nachwuchs nicht in Frage: Zuschauen und nichts machen. Und das ist eine wichtige, vielleicht die wichtigste Lektion, die die Juniorhelfer wohl in ihrem ganzen Leben nicht mehr vergessen werden, sagt Nina Siegle.

Infos: Die Kreisverband Rems-Murr bietet verschiedene Angebote für die Grundschulen (Erste Hilfe Schnupperkurse, Blaulicht- oder Helfertag, Juniorhelfer) und die weiterführenden Schulen (Schulsanitätsdienst) an. Informationen für Kinder, Eltern und Schulen geben Heidrun Hellmuth und Nina Siegle vom DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V. Mail: JRK@drk-rems-murr.de, 07151 2002-24 und www.drk-rems-murr.de/jrk.

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news-315 Sun, 08 May 2022 10:00:00 +0200 08. Mai: Internationaler Weltrotkreuz- und Rothalbmondtag: Menschlichkeit im Fokus https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/08-mai-internationaler-weltrotkreuz-und-rothalbmondtag-menschlichkeit-im-fokus.html „Wir glauben an die Menschlichkeit“, schreibt das DRK anlässlich des internationalen Weltrotkreuz- und Rothalbmondtags am Sonntag, 8. Mai. „Ein Tag, um die Einzigartigkeit und Einheit unserer internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zu feiern“, teilt das DRK in einer Pressemitteilung mit. Dieses Jahr stellt das DRK die Menschlichkeit in den Fokus und fordert alle Menschen auf der Welt auf: #BeHumanKIND!

In der Ukraine wird das Leid der Menschen sowohl im Land als auch auf der Flucht immer dringlicher und größer und damit auch der Bedarf an humanitärer Hilfe. Das DRK stellt umfassende Hilfsmaßnahmen zur Versorgung der Menschen bereit. Das Ukrainische Rote Kreuz (UKR) befindet sich mit 800 hauptamtlichen und mehr als 10.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften im Einsatz. In Zusammenarbeit mit dem UKR und Polnischen Roten Kreuz (PRK) hat das DRK eine Versorgungslinie aufgebaut, um mit Hilfskonvois eine schnelle und direkte Lieferung von Hilfsgütern sicherstellen zu können und ist mit Helfern vor Ort präsent.

Ukraine-Krise: Das DRK Rems-Murr hilft!

Dank vieler Geldspenden kann das DRK dringend benötigte Hilfsgüter in die Ukraine und Nachbarländer liefern und Versorgungslinien aufbauen. Wer sich in Deutschland befindet und Angehörige aufgrund des Krieges in der Ukraine vermisst, kann sich an den DRK-Suchdienst wenden: www.drk-suchdienst.de oder telefonisch: 089 680 773 111.

Beauftragt durch Länder und Kommunen sind zahlreiche DRK-Landes- und Kreisverbände eigenständig und mit viel Herzblut und Kreativität im Einsatz, um den aus der Ukraine Geflüchteten zu helfen. Auch das Rote Kreuz im Rems-Murr-Kreis engagiert sich.

Es hat über seine drei Kleiderstuben bereits mehr rund 450 geflüchtete Menschen mit Kleidung ausstatten können. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Schorndorf, Backnang und Winnenden leisten wichtige Arbeit und die Dankbarkeit der Familien aus der Ukraine ist groß.

Seit Anfang April versorgen ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Landkreis im Ankunftszentrum für Kriegsflüchtlinge die Menschen mit Lebensmitteln. 13 Stunden pro Tag sind jeweils mindestens zwei Einsatzkräfte eingeteilt. Sie machen Frühstück und Abendbrot, geben das Mittagessen aus und sind auch Ansprechpartner für die geflüchteten Menschen und übernehmen wichtige Aufgaben. Das DRK zeigt erneut, dass auf die vielen und gut ausgebildeten ehrenamtlichen Einsatzkräfte Verlass ist. Dies hat es bereits während der Corona-Pandemie bewiesen; und tut es noch. In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten hat das DRK Rems-Murr im vergangenen Jahr mit rund 50 ehrenamtlichen Einsatzkräften geholfen. Viele waren mehrere Male vor Ort.

Hunderte Helferinnen und Helfer im Notfall

Im Extremfall sind Hunderte von ausgebildeten Einsatzkräften mit ihren Fahrzeugen, ihrer Ausrüstung und ihrem Wissen in kurzer Zeit verfügbar, um den Menschen im Rems-Murr-Kreis in einer Krisenlage helfen zu können: eine unschätzbar wertvolle Ressource im Kreis. Wird es notwendig, schickt das DRK die Spürnasen der Rettungshundestaffel. Mehr als 300 Kinder und Jugendliche engagieren sich beim Jugendrotkreuz. Auch in den Bereichen Gesundheit, Senioren und Familie macht das DRK wichtige Angebote. Auf dieses umfangreiche ehrenamtliche Engagement will das DRK am 8. Mai aufmerksam machen. Das Ehrenamt in den 26 Ortsvereinen können die Menschen als Fördermitglied unterstützen.

Info:

Der Weltrotkreuztag, genauer Weltrotkreuz- und Rothalbmondtag, am 8. Mai erinnert an den Geburtstag von Henry Dunant im Jahr 1828. Der Schweizer Geschäftsmann, Menschenfreund und Empfänger des ersten Friedens-Nobelpreises erlebte 1859 die Folgen der Schlacht von Solferino und gilt als Begründer der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.


Henry Dunant erlebte auf dem Schlachtfeld von Solferino in Italien mit vielen Tausenden toten und verletzten Soldaten grausame Szenen, die sich tief in sein Gedächtnis gebrannt haben. Fortan kämpfte er für einen menschlicheren Krieg und neutrale Hilfsgesellschaften, die die Not der Soldaten lindern sollten.


Die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung besteht heute aus dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) und 192 Nationalen Gesellschaften mit 14,9 Millionen Freiwilligen.

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news-314 Wed, 27 Apr 2022 15:13:24 +0200 Mit dem Rad zur Rettungswache https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/mit-dem-rad-zur-rettungswache.html Psychische Belastungen, mitunter schwere Lasten tragen und unregelmäßige Essenszeiten: Die Zwölf-Stunden-Schichten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK-Rettungswache in Schorndorf sind anstrengend. Darum ist körperliche Fitness wichtig. Immer mehr Notfallsanitäter nutzen daher ein Fahrrad oder E-Bike für den Weg zur Arbeit. Das hat mehrere Gründe.

„Der Knoten ist dann schon geplatzt"

„5000 Kilometer lege ich im Jahr mit dem E-Bike zurück“, sagt Notfallsanitäter Harald Ochsmann. Die Touren von seinem Wohnort Winnenden nach Schorndorf und zurück nennt er „Wohlfühl-Fitness“. Die knapp 18 Kilometer morgens oder abends gegen 19 Uhr auf dem E-Bike nutzt er, um den Körper vor Schichtbeginn auf Betriebstemperatur hochzufahren. „Der Knoten ist dann schon geplatzt, wenn du hier ankommst“, sagt er. „Wer den Beruf bis zum 67. Lebensjahr machen will, braucht eine Grundfitness.“ Das Rad sei daher Fahrzeug, Sportgerät und Ausgleich in einem. Und wer von Winnenden nach Schorndorf fahre, schone Umwelt und Geldbeutel. Mehr als 1600 Kilometer habe er in diesem Jahr bereits zurückgelegt. Das entspreche einer CO2-Ersparnis in Höhe von mehr als 200 Kilogramm, hat Harald Ochsmann ausgerechnet.

Fahrradgarage neben der Wache

Rettungsassistent Maic Schnell nutzt ebenfalls ein E-Bike. „Nach den ersten zwei, drei Kilometern bist du hellwach, positiv – und das ist gut.“ Und nach einem 12-Stunden Arbeitstag bekomme man auf dem Nachhauseweg den Kopf frei. So kämen sie – auch wenn der Tag anstrengend war – dank der Radtour gelassener zu Hause an. Denn viele Einsätze sind anstrengend, körperlich aber auch psychisch. An der frischen Luft könne man das besser verarbeiten. Wenn man gemeinsam fahre, könne man sich austauschen. „Das ist für mich der Hauptpunkt: Mit dem Rad tut man sich und auch der Psyche etwas Gutes. Du kannst den Tag und das im Rettungsdienst Erlebte verarbeiten“, sagt Maic Schnell.

Da die Rettungswachen über Umkleidekabinen und Duschen verfügen, bietet sich das Pendeln auf zwei Rädern an. „Mittlerweile wurde eine Fahrradgarage beschafft und installiert“, sagt Rettungswachenleiter Stefan Reu. Da der DRK-Kreisverband ein Jobrad anbietet, nutzten immer mehr Beschäftigte ein E-Bike. Mehr als 40 sind es bereits beim Kreisverband. „Einige Kollegen fahren fast täglich mit dem Fahrrad“, weiß Stefan Reu. Auch Rettungssanitäter Kai Gottwald hat die Vorteile des E-Bikes für sich entdeckt. Warum nutzt er das Rad? „Du bewegst dich und wenn nach dem Nachtdienst schönes Wetter ist, fahre ich mit meinem Kumpel den Umweg über Welzheim nach Rudersberg.“ Sein Fazit: „Es ist gesund, ich brauche kein Benzin und tue Gutes für die Umwelt.“

Fitness ist Grundvoraussetzung im Rettungsdienst

„Von Welzheim, Breitenfürst, Eselshalden durch den Wald und Richtung Wellingshof: Wenn morgens die Sonne aufgeht, dann hat das schon was“, sagt auch Maic Schnell. Natürlich, der Heimweg bergauf sei anstrengender. Aber mit E-Bike sei das ja kein Problem. „Wenn man zwölf Stunden geschafft hat oder aus dem Nachtdienst kommt und nicht geschlafen hat, dann geht es nicht ohne Akku.“ Nach bereits 1800 Kilometern im Sattel in den vergangenen Monaten sei er wieder fitter geworden. Denn einen Patienten, der auch mal 120 Kilogramm wiege, in einem Tragestuhl durch ein Treppenhaus zu tragen, gehe auf die Knochen.
In diesem Job gehöre es zur Eigenverantwortung, etwas für den Körper zu tun, betont das Team vom DRK. Aber auch Hilfsmittel wie elektronische Einzugshilfen für die Fahrtrage erleichtern dem Rettungsdienst die Arbeit. Darauf werde beim DRK großen Wert gelegt. Und so stehen in der Rettungswache der Daimlerstadt nicht mehr nur moderne Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug, sondern immer mehr Fahrräder und E-Bikes.


Info:
Rund 40 Beschäftigte arbeiten auf der Lehrrettungswache Schorndorf des DRK, die rund um die Uhr besetzt ist, darunter auch Beschäftigte des Krankentransports. Den Notruf erreichen Sie über die 112, den ärztlichen Bereitschaftsdienst über die 116117 und einen Krankentransport über die 19222.
Auf dem Foto (Siekmann / DRK): Michael Weber, Harald Ochsmann und Matthias Zehnder (von links)

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news-312 Wed, 13 Apr 2022 12:20:43 +0200 Einladung zum DRK-Vortragsabend am 19. Mai 2022 in Waiblingen „Testament, Vollmacht und Patientenverfügung“ https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/einladung-zum-drk-vortragsabend-am-19-mai-2022-in-waiblingen-testament-vollmacht-und-patientenverfuegung.html Was man bei einem Testament und einer Vorsorgevollmacht richtigmachen sollte und wo Fehler lauern, darüber informiert Rechtsanwalt Michael Prottengeier beim DRK-Vortragsabend „Testament, General- und Vorsorgevollmacht“ am Donnerstag, 19. Mai in Waiblingen. Dazu lädt der DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V. die Fördermitglieder und Interessierte ein. Die Besucher haben die Möglichkeit, sich im Anschluss für ein persönliches Beratungsgespräch anzumelden, das in Waiblingen stattfindet.  

Rechtsanwalt Michael Prottengeier aus Stuttgart ist seit 25 Jahren im Bereich Erbrecht und Vermögensnachfolge tätig, berät zu den Themen Testament, Vollmacht, Patientenverfügung, Unternehmensnachfolge, Stiftung. Er weiß, worauf es ankommt und wie wichtig es ist, sich frühzeitig Gedanken zu machen. Darüber informiert er kenntnis- und abwechslungsreich am:

Donnerstag, 19. Mai 2022, um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
im Bürgerzentrum (Welfensaal), An der Talaue 4 in 71334 Waiblingen

Parkplätze sind vor Ort vorhanden. Sie haben die Chance, nach dem Vortragsabend Ihr Interesse an einem separaten Beratungsgespräch – das in der DRK-Kreisgeschäftsstelle in der Henri-Dunant-Straße 1 in Waiblingen stattfindet – zu bekunden.

Bitte melden Sie sich bis zum 16. Mai 2022 zum Vortrag an: spenden(at)drk-rems-murr.de oder unter 07151/2002-0. Wichtig: Bitte geben Sie dabei eine Kontaktmöglichkeit an, unter der wir Sie im Anschluss zur Terminvereinbarung erreichen können. Sie erklären sich damit bereits einverstanden, dass wir diese Daten ggf. auch Herrn Prottengeier zur Verfügung stellen.

Wir weisen Sie daraufhin, dass zum jetzigen Zeitpunkt, 18. April 2022, das Tragen einer FFP2-Maske im Bürgerzentrum weiterhin Pflicht ist. Es gelten die Hygienevorgaben, die zum Zeitpunkt des Vortrag vorgeschrieben sind.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und eine interessante Veranstaltung mit Ihnen!

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news-311 Tue, 12 Apr 2022 14:33:50 +0200 DRK versorgt Flüchtlinge im Ankunftszentrum und spürt die Dankbarkeit der Menschen https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/drk-versorgt-fluechtlinge-im-ankunftszentrum-und-spuert-die-dankbarkeit-der-menschen.html Es könnte ein langer Einsatz für das DRK werden, der am Montag, 4. April begonnen hat. Das Rote Kreuz versorgt im Ankunftszentrum des Rems-Murr-Kreises für Kriegsflüchtlinge die Menschen mit Lebensmitteln. 13 Stunden pro Tag sind jeweils mindestens zwei Einsatzkräfte des DRK eingeteilt. Sie machen Frühstück und Abendbrot, geben das Mittagessen aus und sind auch Ansprechpartner für die geflüchteten Menschen.

„Unsere Aufgabe umfasst alles, was mit Verpflegung zu tun hat“, sagt Markus Frey vom DRK. Er ist ehrenamtlich beim Roten Kreuz Rems-Murr aktiv und organisiert die Dienstpläne für das Ankunftszentrum. Die Motivation der Helferinnen und Helfer sei hoch, stellt er fest. Wie auch beim Einsatz des DRK im Ahrtal gibt es viele Menschen, die sich freuen, nach der langen Corona-Pandemie wieder aktiv zu sein, um Menschen unmittelbar helfen zu können, die Unterstützung benötigen.

"Wir spüren direkt die Dankbarkeit der Menschen.“

„Viele Ukrainer kommen aus umkämpften Gebieten. Sie sind froh und dankbar, dass wir ihnen helfen und wieder ein Stück Alltag bieten können“, sagen die Ehrenamtlichen vor Ort. „Wir spüren direkt die Dankbarkeit der Menschen.“ Die Einsatzkräfte des DRK kaufen ein, bereiten ein Corona-konformes Frühstücks-Buffet vor und machen ein gutes Abendessen. Das Mittagessen werde geliefert und dann im Speisesaal ausgegeben. Mit am wichtigsten seien die Snacks für die rund 20 Kinder, von denen einige immer wieder bei den Helfern vorbeischauten und Kontakt aufnehmen würden. Mache man ihnen Tee, verteile Obst oder Süßigkeiten, dann strahlten die Kinderaugen.

„Das DRK Rems-Murr steht erneut als verlässlicher Partner des Landkreises bereit“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer. Die Einsatzkräfte können auch bei medizinischen Notfällen eingreifen. Als ein Kind über starken Husten klagte, organisierte das DRK die Behandlung. Mindestens ein ausgebildeter Sanitäter steht pro Schicht bereit. Jeweils zwei Einsatzkräfte übernehmen eine Schicht, die von 7 bis 13.30 Uhr beziehungsweise von 13.30 bis 20 Uhr geht – natürlich auch am Wochenende und über die Osterfeiertage. Manche verzichten dafür auch auf ein Treffen mit der Familie.

„Die wissen, dass wir dies alles für sie tun!“

Die Kommunikation mit den Flüchtlingen sei erschwert, da die wenigsten Menschen aus der Ukraine Englisch könnten. Unter den rund 40 Flüchtlingen in der ersten Woche hätten lediglich zwei Personen übersetzen können. Mit den Kindern würde man sich mit Händen, Füßen und Gesten verständigen. „Die wissen, dass wir dies alles für sie tun“, sagt Markus Frey.

Auch das tägliche Spülen von Besteck und Tellern übernimmt das DRK. Hier engagiert sich vor allem der Ortsverein Urbach. Bereitschaftsleiter Peter Fink und sein Team sind für die Logistik zuständig. Genau wie Markus Frey investiert er gerne einige Wochenstunden in die Erstellung von Dienstplänen und die Organisation des Einsatzes.

Je nach Lage in der Ukraine könnte es ein langer Einsatz für das Rote Kreuz werden, sagt Peter Fink. Aber auch das werden die Ehrenamtlichen des DRK im Rems-Murr-Kreis stemmen können, denn ihr Engagement komme unmittelbar an. Besonders dankbar waren die Flüchtlinge, als sie an einem Tag auf mehrfachen Wunsch selbstgemachten Eintopf nach DRK-Rezept erhielten.

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news-310 Fri, 08 Apr 2022 11:47:56 +0200 „Es ist nicht selbstverständlich, was unsere 200 Helfer vor Ort leisten“ https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/es-ist-nicht-selbstverstaendlich-was-unsere-200-helfer-vor-ort-leisten.html Der DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V. hat weitere 24 Helfer vor Ort mit Defibrillatoren ausgestattet, ein Schockgeber, der beispielsweise nach Herzinfarkten Leben retten kann. Zwei ehrenamtliche Einsatzkräfte, die in Schwaikheim als Nachbarn im Notfall helfen, haben über ihre Tätigkeit gesprochen – und deutliche Worte gefunden: Das große Engagement der Ehrenamtlichen sei nicht selbstverständlich.

Fast jede Woche gibt es in Schwaikheim einen Einsatz für die aktuell vier Helfer vor Ort, berichtet Bereitschaftsleiter und Notfallsanitäter Heiko Jung vom DRK-Ortsverein Schwaikheim. Helfer vor Ort werden bei schwerwiegenden Notfallereignissen wie Herz-Kreislauf-Stillstand und Bewusstlosigkeit standardisiert parallel zum Rettungsdienst alarmiert. „Wir sind in der Regel zwei bis fünf Minuten vor dem Rettungsdienst vor Ort“, sagt Rettungssanitäter Dennis Hilf. Sie überbrücken die therapiefreie Zeit, „und da bist du gefordert!“ Wenn es die Situation und der Arbeitgeber zulassen, erreicht er mit seiner Helferausrüstung im Auto nach drei, vier Minuten den Notfallort, sagt Vertriebler Dennis Hilf. 

"Helfer vor Ort hat es schon in sich“

„Du sitzt am Schreibtisch und kommst aus einer völlig anderen Situation in einen Einsatz“, schildert Dennis Hilf. Meist liegen schwere Verletzungen vor. Oft gehe es um Leben und Tod. Die Integrierte Leitstelle teilt mit, was und wen er vorfinden wird. „Vor allem wenn Kinder betroffen sind, stellt uns das vor besondere Herausforderungen. Helfer vor Ort hat es schon in sich“, sagt er. Es bedeute Stress, Adrenalin. „Es ist eine Herausforderung, aber man wächst mit der Aufgabe.“ Er findet mitunter bewusstlose Menschen vor und Patienten mit schweren Verletzungen. Manchmal kommt ihre Hilfe auch zu spät. Darauf müsse man vorbereitet sein.

Erreicht er einen Einsatzort, sind die Angehörigen dankbar und froh, dass da jemand kommt, der helfen will. Und helfen kann. Aber Dennis Hilf betont: „Es ist nicht selbstverständlich, was unsere 200 Helfer vor Ort im Kreis leisten!“, sagt er und betont: „Die Menschen sollten sich fragen: Kann ich selber Zeit investieren, einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen, um Menschen in einer Notlage helfen zu können oder bin ich bereit, andere, die dies in ihrer Freizeit tun, zu unterstützen? Das muss man mal ansprechen!“

„Es ist ganz klar, dass wir helfen“

Die professionellen Strukturen beim Ehrenamt des Roten Kreuz, das habe auch der Einsatz im Ahrtal gezeigt, erzeugten eine hohe Erwartungshaltung. Es werde oft als selbstverständlich angesehen, dass es 200 ehrenamtliche Helfer im Kreis gibt. Das sei es aber nicht. Das hohe Niveau vieler ehrenamtlicher Einsatzkräfte sei das Ergebnis ihrer hervorragenden Ausbildung, ihrer guten Ausstattung, vieler Übungsabende und Fortbildungen sowie ihrer Erfahrungen aus der Praxis. „Alles was wir hier machen, machen wir ehrenamtlich“, sagt auch Heiko Jung. „Es ist ganz klar, dass wir helfen“, aber die Ortsvereine stünden vor Herausforderungen: Neue Mitglieder finden, ständig einsatzklar sein, Aus- und Fortbildungen ermöglichen.

Ihr Ehrenamt kostet Freizeit, mitunter Nerven und immer auch Geld. Ein Beispiel: Elektroden, die bei einem Einsatz des Defibrillators ersetzt werden müssen, zahlt der Ortsverein genauso wie die regelmäßige Wartung und den Austausch der Batterien. Den überwiegenden Teil ihrer Ausgaben erwirtschaften Ortsvereine durch Spenden und Fördermitgliederbeiträge sowie durch aktive Leistungen wie Sanitätsdienste, Kursangebote und Blutspende-Aktionen. Viel Aufwand also. Aber die Ehrenamtlichen betonen die Vorteile ihres Ehrenamtes. „Im Ortsverein zusammenzukommen, zusammenzuarbeiten und Menschen zu helfen, das macht Spaß“, sagt Heiko Jung. Ihr Ehrenamt beim Roten Kreuz sei ein attraktives Hobby, bei dem sie Menschen helfen selbst gefordert werden.

„Das DRK ist in vielen Bereichen ein sehr professionelles Ehrenamt“

„Das DRK ist in vielen Bereichen ein sehr professionelles Ehrenamt“, sagt Kreisgeschäftsführer Sven Knödler mit Blick auf die Bereitschaften, den Notfallnachsorgedienst, die Rettungshundestaffel sowie die vielen Übungsleiterinnen und die Bereitschaftsleiter in den Ortsvereinen. „Sie alle investieren in ihrer Freizeit viel Herzblut.“ Im Notfall könne das DRK Rems-Murr für den Bevölkerungsschutz Hunderte von ausgebildeten ehrenamtlichen Einsatzkräften aktivieren. „Das, was das Ehrenamt leistet, ist das Ergebnis harter Arbeit. Es verdient Dankbarkeit, Anerkennung und Unterstützung. Daher sind wir über jeden Teilnehmer eines Erste-Hilfe-Kurses, über neue Mitglieder in den Ortsvereinen und über Fördermitglieder dankbar.“

Infos:

Dennis Hilf ist seit rund zwei Jahren als Helfer vor Ort aktiv. Seine ehrenamtliche Karriere beim DRK begann bereits vor 20 Jahren. „Ich bin wegen Corona wieder eingestiegen“. Als er die Bilder im Fernsehen sah, entschied er sich, „wieder das einzubringen, was ich gelernt habe.“ Er machte die Zusatzausbildung zum Helfer vor Ort. Heiko Jung ist seit einem Vierteljahrhundert beim DRK aktiv, hauptberuflich als Notfallsanitäter und ehrenamtlich als Bereitschaftsleiter und Helfer vor Ort in Schwaikheim.

Wer ausgebildeter Sanitäter ist, kann nach einer Zusatzausbildung als Helfer vor Ort tätig werden. Regelmäßig stehen Fortbildungen und Dienstabende an. „Unsere Helfer vor Ort verfügen über ein hohes Maß an Professionalität und wir können diese Menschen guten Gewissens in Einsätze schicken“, sagt Heiko Jung. Auskünfte gibt es auf www.drk-rems-murr.de und bei den DRK-Ortsvereinen.

Der DRK-Kreisverband dankt allen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung, denn so konnte das DRK in der Vergangenheit alle 200 Helfer vor Ort mit Defibrillatoren ausstatten. Unser Dank gilt unter anderem: Backnanger Kreiszeitung, Kreissparkasse Waiblingen, Zeitungsverlag Waiblingen.

Fotos: Siekmann / DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V.

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news-308 Tue, 22 Mar 2022 13:18:57 +0100 Erstausstattung für geflüchtete Familien aus der Ukraine: Das ist unser Ehrenamt. Darum sind wir hier! https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/erstausstattung-fuer-gefluechtete-familien-aus-der-ukraine-das-ist-unser-ehrenamt-darum-sind-wir-hier.html Die Zahl der geflüchteten Menschen, die aus der Ukraine auch in den Rems-Murr-Kreis kommen, nimmt zu. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt übernehmen die drei DRK-Kleiderstuben in Backnang, Schorndorf und Winnenden die Erstausstattung von geflüchteten Frauen, Kindern und Männern aus der Ukraine. In Schorndorf hat das DRK bereits viele Familien ausgestattet. Das JRK hat sich dabei etwas Besonderes einfallen lassen.

Der Besuch beim DRK-Ortsverein Schorndorf beginnt mit einer schönen Geste. Die Leiterin der Kleiderstube Birgit Kralisch zeigt einen kleinen Zettel. Der klebte auf einem gespendeten Rucksack: „Von Robin 9 Jahre für Euch!“ steht dort in Kinderbuchstaben. Auf die Rückseite hat Robin ein Friedenszeichen gemalt. Die Geste kam gut an bei den Ehrenamtlichen, die an diesem Tag viel zu tun haben. 15 Erwachsene und 16 Kinder statten sie mit Kleidung aus – und vielen anderen Sachen.

Die meisten Familien sind aus Mariupol geflohen

Ein kleiner Junge tippt Anke Sibler vom DRK Schorndorf auf die Schulter. Sie dreht sich um. Der Junge lacht. Verständigen können sich die beiden nur mit Händen, Füßen – und Süßigkeiten, die großzügig verteilt werden. Der Übersetzer der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Schorndorf ist nicht immer vor Ort. Mit einem Bulli bringt er Familien zur Kleidestube, die dort nach ihrer Ankunft im Rems-Murr-Kreis eine Erstausstattung erhalten. Viktor Rein weiß über einige Schicksale Bescheid.

Die meisten Familien seien aus Mariupol geflohen, sagt Viktor Rein. Die Hafenstadt ist besonders schwer von Kämpfen betroffenen. Im letzten Moment habe eine Familie die Stadt noch verlassen können. Acht Personen seien in einem kleinen Auto direkt nach Deutschland gefahren. Eine Familie habe lediglich ihre Pässe dabeigehabt. Diesen Menschen zu helfen, ist dem DRK-Ortsverein ein besonderes Anliegen. „Ein Ehepaar hatte 30 Minuten Zeit, um die Stadt zu verlassen“, berichten die DRK-Helferinnen. Aus den Beständen der Kleiderstube können sich die Geflüchteten bedienen. Manche Familien sind sehr zurückhaltend und unendlich dankbar. Ihnen müssten sie die Kleidungsstücke fast schon aufdrängen, sagt Anke Sibler. Manche bedienen sich großzügig aus den Beständen des DRK und die Helferinnen haben alle Hände voll zu tun, das passende Angebot vorzuhalten, denn die Familien stehen bald Schlange. Die Ehrenamtlichen tragen ein, wie viele Artikel sie ausgeben. So haben sie einen Überblick, was bald fehlen könnte.

„Das ist Hilfe, die direkt ankommt“

Birgit Kralisch freut sich über ihre Arbeit. „Das ist Hilfe, die direkt ankommt“, sagt sie. „Wir helfen Menschen, die in Not geraten sind, die nichts haben und jetzt etwas benötigen. Diese humanitäre Hilfe ist unser Ding, das ist das Rote Kreuz“, sagt sie. Viele Stunden haben sie Sachen hergerichtet, Spenden sortiert und leider auch wieder viel entsorgen müssen. Die Entsorgung von kaputten Schuhen etc. kostet das DRK jährlich eine Summe, die man lieber anders ausgeben würden. „Gute Sache benötigen wir“, sagt Anke Sibler, „Kleidung, die man sofort ausgeben kann, die gewaschen und gebügelt ist.“ So könnten sie sofort den Menschen helfen.

Die Ausstattung von geflüchteten Menschen bietet die DRK-Kleiderstube Schorndorf zusätzlich zum normalen Verkauf an. Der Normalbetrieb läuft weiter, auch wenn es mehr Zeit kostet. Seit Jahren spendet das Team einen Teil der Einnahmen für den guten Zweck. „Das Geld stammt ja von Bedürftigen, die bei uns einkaufen. Diese haben somit die Möglichkeit, mit ihrem Einkauf etwas Gutes zu tun.“, sagt Anke Sibler. Die übrigen Erlöse kommen der ehrenamtlichen Arbeit des Ortsvereins zugute. Die Familien aus der Ukraine müssen nichts bezahlen und können sich aus den Beständen bedienen. „Das ist unser Ehrenamt, darum sind wir hier“, sagt Birgit Kralisch und füllt ein leeres Regal mit neuer Ware.

Jedes geflüchtete Kind erhält eine Tüte

Auch das Jugendrotkreuz hat sich etwas einfallen lassen. Jedes geflüchtete Kind erhält eine Tüte mit Bastelsachen, Spielsachen, ein Stofftier sowie DRK-Playmobil-Männchen. 100 Tüten hat das Team vom Jugendrotkreuz bereits gepackt. Spenden gab es von Büro Hess, Lenhart Kosmetik, der Kreissparkasse Waiblingen, der Volksbank Backnang und der Volksbank Stuttgart. Das JRK wollte den Kindern den Start in Deutschland mit schönen Sachen etwas erleichtern. Eine Geste, die bei den Kindern genauso gut ankommt, wie der Brief vom neunjährigen Robin bei den ehrenamtlichen Helferinnen.

Info:

In Zusammenarbeit mit dem Landkreis und Städten und Gemeinden werden die Kleiderstuben bei der weiteren Versorgung der geflüchteten Menschen in puncto Koordinierung der Hilfen, Beschaffung und Ausgabe von Waren etc.  eine wichtige Rolle spielen. Auch die 26 Ortsvereine werden dabei unterstützen. Das DRK und Ihren Ortsverein können Sie unter anderem als Fördermitglied unterstützen.

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news-304 Wed, 02 Mar 2022 16:26:15 +0100 Die Arbeit des Roten Kreuzes in der Ukraine und ihren Nachbarländern https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/die-arbeit-des-roten-kreuzes-in-der-ukraine-und-ihren-nachbarlaendern.html Das Leid der Menschen in der Ukraine wird von Tag zu Tag größer. „Als Deutsches Rotes Kreuz müssen wir uns gerade in der gegenwärtigen Lage des immer weiter ausufernden bewaffneten Konflikts in der Ukraine besonders sensibel und konsequent an unseren Rotkreuz-Grundsätzen der Neutralität und Unparteilichkeit orientieren. Nur das erlaubt uns den humanitären Zugang zu den betroffenen Menschen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um gemeinsam mit unseren Partnern in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung Leid zu mindern, Leben zu schützen und Menschen in Not zu versorgen“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler.

Das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin ist mit der Planung und Umsetzung der humanitären Auslandshilfe betraut. Es agiert dabei in enger und stetiger Koordination mit den Schwestergesellschaften in den verschiedenen Ländern sowie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC). Dadurch kann das humanitäre Engagement des DRK im Ausland so bedarfsorientiert und zielgenau wie möglich ausgerichtet werden. Gemäß seines Mandats gelten für das DRK in all seinen Einsätzen die sieben Rotkreuz-Grundsätze: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Das DRK handelt stets mit dem Ziel, Menschen allein nach dem Maß der Not, Zugang zu humanitärer Hilfe zu ermöglichen. Gerade in höchst dynamischen, lebensgefährlichen und unübersichtlichen Kontexten wie dem aktuellen bewaffneten Konflikt in der Ukraine erfordert dies ein besonderes Maß an Koordination und Sensibilität.

Spenden

Angesichts der eskalierenden Gewalt weitet das DRK die Unterstützung seiner Schwestergesellschaften in der Ukraine und den Nachbarländern im Rahmen des Möglichen schrittweise aus. Dabei steht es fortlaufend in enger Abstimmung mit dem IKRK und der IFRC. Zurzeit ist ein Nothilfeexperte des Deutschen Roten Kreuzes für die Koordination der Hilfen mit den Partnern in der Ukraine im Einsatz.

Weitere Informationen, auch einen Spendenlink, finden Sie auf:
https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/drk-weitet-hilfe-in-der-ukraine-aus/

Das DRK bittet um Spenden für die betroffene Bevölkerung:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Nothilfe Ukraine

 

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news-302 Thu, 17 Feb 2022 10:22:05 +0100 Neuer Kurs beim DRK: Risiko Herzinfarkt https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/neuer-kurs-beim-drk-risiko-herzinfarkt.html Über 300.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt. Schätzungsweise 65.000 Menschen sind von einem plötzlichen Herzstillstand betroffen – auch jüngere, vermeintlich gesunde Menschen. Aus diesem Grund startet der DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V. ein neues Kursangebot, bei dem die Themen Herzinfarkt und Schlaganfall im Fokus stehen.  Nach dem Erste-Hilfe-Kurs wissen die Teilnehmer, wie sie Notfallsituationen sicher erkennen und kompetent Erste Hilfe leisten können. Das Kurs-Projekt „Erste Hilfe 45 plus: Schlaganfall, Herzinfarkt und Co.“ startet am Donnerstag, 10. März.

„Bereits ab Mitte 40 treten vermehrt altersbedingte Notfälle wie Schlaganfall, Herzinfarkt etc. auf“, sagt Beate Wichtler, Referatsleiterin für den Ausbildungsbereich beim Roten Kreuz Rems-Murr. Meist ist ein plötzlicher Herzstillstand Folge eines anhaltenden Kammerflimmerns. Dieses birgt das Risiko einer hohen Sterblichkeit oder kann langfristige Auswirkungen für die Betroffenen nach sich ziehen. „Die Überlebenschancen hängen wesentlich davon ab, wie schnell ein Herzinfarkt erkannt und erste Maßnahmen zur Wiederbelebung eingeleitet werden“, sagt die Beate Wichtler, „und genau hier setzt unser neues Kursangebot an. Eine schnelle Hilfeleistung und damit der Beginn der Rettungskette, ist entscheidend für den Verlauf eines Notfalls.“ Je früher die Erste-Hilfe beginnt, der Notruf abgesetzt wird und die betroffene Person in professionelle Versorgung kommt, desto höher ist die Chance, schwere Folgen von Notfallsituationen abzufangen.

Notfallsituationen sicher erkennen und kompetent Helfen können

„Wir möchten die Teilnehmer an einem Abend über die wichtigsten Grundlagen rund um die Erste-Hilfe bei Notfällen informieren, die mit zunehmendem Lebensalter wahrscheinlicher werden“, sagt Beate Wichtler. Der Kurs richtet sich daher an jeden und jede, die wissen wollen, wie sie sich selbst, Freunden, Familienangehörigen und Fremden im Notfall helfen können – auch um schwere Folgeschäden zu vermeiden. „In Theorie und Praxis wird ihnen vermittelt, wie Sie Notfallsituationen sicher erkennen und kompetent die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gewährleisten können“, sagt Beate Wichtler.

Kursinhalte sind Schlaganfall und Herzinfarkt sowie die Themen Diabetes, Bluthochdruck, Lungenembolie und weitere akute Erkrankungen. „Wir vermitteln Ihnen allgemeine Maßnahmen, die in allen Notsituationen helfen können“, sagt die erfahrene Ausbilderin Beate Wichtler, inklusive stabiler Seitenlage und Wiederbelebung. „Nach diesem Kurs wissen Sie, was sie in einer Notlage tun müssen. Unsere Ausbildungskräfte legen besonderen Wert auf die Praxis, damit das theoretisch Gelernte schnell umgesetzt wird.“

Infos:

Der Kurs umfasst vier Unterrichtseinheiten und dauert rund drei Stunden. Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr im Lehrsaal des DRK-Kreisverbandes Rems-Murr e.V., Henri-Dunant-Straße 1. Termine sind bisher Donnerstag, 10. März, sowie Mittwoch, 25. Mai. Die Teilnahme kostet 35 Euro. Informationen auf www.drk-rems-murr.de, ausbildung(at)drk-rems-murr.de und unter 07151 2002-0. DRK-Fördermitglieder erhalten einen Rabatt auf das Kursangebot.

Wie kann ein Herz-Kreislaufstillstand erkannt werden:

Wenn eine Person nicht reagiert, d.h. keine Reaktion auf Ansprechen und Anfassen erfolgt und keine normale Atmung vorliegt, muss von einem Herz-Kreislauf-Stillstand ausgegangen werden. In diesem Fall ist schnelles Handeln entscheidend:

Notruf 112 absetzen

 Beginn der Herzdruckmassage, unabhängig von vorhandener Übung. 

Drucktiefe: 5 bis 6 Zentimeter; Druckfrequenz 100 bis 120 Mal pro Minute;  auf festem Untergrund; Unterbrechung der Herzdruckmassage nur zur Ablösung durch weitere Unterstützung oder wenn der Defibrillator zur Unterbrechung auffordert

Wenn möglich Defibrillator verwenden. Dieser soll durch eine zweite Person geholt werden. Die Integrierte Leitstelle (Notruf) kennt die  Standorte und kann entsprechende Hinweise geben. Nach dem Einschalten gibt das Gerät alle erforderlichen Hinweise. 

Außerdem können die Disponenten eine Telefonreanimation mit dem Anrufer durchführen und Anweisungen zur Wiederbelebung geben. 

Wichtig: Die Herzdruckmassage ist die absolut entscheidende Maßnahme, bei der man nichts falsch machen kann. Haben Sie keine Angst zu helfen, denn außer nichts zu tun, können die Menschen bei der Herzdruckmassage nichts falsch machen, teilt das DRK Rems-Murr mit.

Bei Verdacht auf Vorliegen eines Herz-Kreislaufstillstands erhält der Anrufer vom Leitstellendisponenten nach der erfolgten strukturierten Notrufabfrage via Telefonreanimation Anweisungen zur Wiederbelebung. 186 Mal wurde eine Telefonreanimation im vergangenen Jahr durchgeführt.

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news-186 Wed, 01 Jan 2020 15:00:00 +0100 Das Rote Kreuz im Kreis auf einen Blick: Unsere Imagebroschüre https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/das-rote-kreuz-im-kreis-auf-einen-blick-unsere-imagebroschuere.html Endlich ist er da: Der neue Jahresbericht 2018, der keine Chronologie der Ereignise abbildet, sondern eine Imagebroschüre über das Rote Kreuz an Rems und Murr darstellt. Wenn Sie wissen wollen, was das DRK im Landkreis alles bietet, wie stark das Hauptamt ist und welche umfangreichen Angebote unser bärenstarkes Ehrenamt Kindern, Jugendlichen, Eltern, Familien, Senioren, Menschen mit Handicap, Pflegebedürftigen und vielen weiteren Menschen macht, dann investieren Sie ein paar Minuten und blättern oder scrollen Sie durch diesen Bericht. Unser Ehrenamt, unser Rettungsdienst, unser Krankentransport-, Leitstellen- und Pflege-Team sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich das verdient!

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