DRK Presseinformationen https://www.drk-rems-murr.de de DRK Thu, 06 Oct 2022 12:13:52 +0200 Thu, 06 Oct 2022 12:13:52 +0200 TYPO3 EXT:news news-338 Thu, 29 Sep 2022 14:30:13 +0200 Rotes Kreuz Rems-Murr macht den Kleinen eine große Freude https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/rotes-kreuz-rems-murr-macht-den-kleinen-eine-grosse-freude.html Seit vielen Monaten flüchten Familien aus der Ukraine auch in den Rems-Murr-Kreis. Im Ankunftszentrum übernehmen ehrenamtliche Einsatzkräfte des DRK die Verpflegung dieser Menschen. Die DRK-Kleiderstuben haben viele Flüchtlinge kostenlos mit Kleidung ausgestattet. Nun hat das Jugendrotkreuz gemeinsam mit dem DRK-Integrationsmanagement einige Familien in den Schwaben Park eingeladen.

Vor einigen Wochen fanden die JRK-Erlebnistage in Althütte statt. Kinder und Jugendliche verbrachten drei interessante Tage beim DRK. Es kam die Idee auf, auch Familien eine Freude zu machen, die in den vergangenen Monaten in den Rems-Murr-Kreis geflohen sind. Gemeinsam mit dem Team Integrationsmanagement um Jörg Schuber organisierte das JRK einen Ausflug in den Schwaben Park. Unter anderem sieben Kindern aus der Ukraine konnte das Rote Kreuz Rems-Murr einige unbeschwerte Stunden im Freizeitpark ermöglichen. Die Dankbarkeit der Menschen war so euphorisch wie das freudige Geschrei der Kinder in der Achterbahn.

Bereits vor Monaten hatte das Jugendrotkreuz vielen Kindern aus der Ukraine Willkommenstüten mit Geschenken überreicht. „Wir wollen den Menschen, die Schweres erlebt haben, eine Freude machen und sie hier bei uns willkommen heißen“, teilt das DRK mit. Und so zog der DRK-Bollerwagen quer durch den Schwaben Park. „Wir wollten den Kindern einen schönen Tag bescheren, an dem sie alles andere ausblenden konnten“, betont DRK-Jugendreferentin Heidrun Hellmuth. Die Kommunikation war teilweise erschwert, aber das Lachen und fröhliche Geschrei zeigte dem DRK-Team, dass sie mit ihrer Idee einen Volltreffer gelandet hatten. 

„Die Kinder waren so glücklich!“

„It is so nice“, sagte eine junge Mutter, als sie ihre Beine ausstreckte und das Leben genießen konnte. Denn ihre Kinder saßen fröhlich in der Achterbahn. Heidrun Hellmuth freut sich über den gelungenen Ausflug: „Die Kinder waren so glücklich!“ Und wenn es an den Attraktionen mal länger dauerte, wurden Spiele gemacht oder Lieder gesunden, um sich die Zeit zu vertreiben.

Interessant war auch, wie die übrigen Gäste die Präsenz des DRK wahrnahmen. Da alle Helferinnen und Helfer das Rote Kreuz auf der Brust trugen und einen Notfallrucksack dabeihatten, wurden sie von vielen Besuchern angesprochen. Etwa um Wespenstiche zu behandeln oder ein Pflaster aufzukleben. „Wir waren Ansprechpartner für alle möglichen kleinen medizinischen Anliegen“, sagt Heidrun Hellmuth. Und so ermöglichte das DRK Rems-Murr einigen Familien, die es im Alltag nicht einfach haben, einen wunderschönen Tag im Schwaben Park – und sorgte bei den übrigen Gästen für Sicherheit.

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news-337 Mon, 26 Sep 2022 14:10:52 +0200 24-Stunden-Übung: Junge Retter meistern ihre Herausforderungen https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/24-stunden-uebung-junge-retter-meistern-ihre-herausforderungen.html Bei der 24-Stunden-Übung der Jugendrotkreuz-Gruppen Plüderhausen und Weinstadt konnten die 17 Teilnehmer nicht nur einen Rettungswagen besichtigen, sie konnten sich für einen Tag auch wie der Rettungsdienst fühlen. Vermisstensuche, Knochenbrüche, Autounfall und bewusstlose Personen in Plüderhausen: Die Ortsvereine hatten viel vorbereitet und stellten die Nachwuchsretter vor so manche Herausforderung.

Am Samstag ging es nach dem Mittagessen noch recht entspannt los. Noch erinnerte vieles an normale Übungsabende, doch im Laufe des Tages blinkte das Blaulicht immer greller und die Kinder und Jugendliche wurden richtig gefordert. Vertraut sind die Jugendrotkreuzler damit, Personen, die Hilfe brauchen, medizinisch zu versorgen. Eine bewusstlose Person zu reanimieren, das haben sie schon ein paar Mal geübt. Doch damit nicht genug. Ein Rettungswagen fährt vor und der Nachwuchs kann viel ausprobieren, beispielsweise Trage und Tragestuhl. Um Technik und Sicherheit ging es bei der dritten Station. Danach wurde es immer hektischer, denn gegen Abend besetzten sie Einsatzfahrzeuge und wurden zu einem fingierten Einsatz gerufen.

Gruppenleiter haben alles im Blick

Ein Auto mit zwei Personen war gegen einen Baum gefahren. Immer unter Aufsicht von erfahrenen Einsatzkräften befreien die jungen Leute eine verletzte Person mit Halswirbelsäulen-Trauma aus dem hinteren Fahrzeugbereich und versorgen sie. Doch wo ist der Fahrer? Der fehlt. Sofort wird eine Vermissten-Suche eingeleitet. Per Funk tauschen sich die Retter aus. Ein Teil ging auf Suche, die übrigen Helfer richten eine Unfallhilfsstelle her und leuchten einen Platz aus; alles Aufgaben, die die Bereitschafen, dort sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte innerhalb eines Ortsvereins tätig, ebenfalls abdecken müssen, um Menschen zu helfen.

Der Autofahrer wird schließlich im Wald gefunden: Bewusstlos und unterkühlt. Auch hier sorgen geschminkte Mimen dafür, dass sich der Einsatz echt anfüllt, beschreibt Lisa Maier vom JRK Weinstadt das Szenario. Gemeinsam mit Christoph Gabler vom JRK Plüderhausen und weiteren Helfern hatten sie die 24-Übung vorbereitet. Sie beobachten fachmännisch, wie das junge Helfer-Team den Vermissten zur Unfallhilfsstelle transportiert und dafür unter anderem die Vakuum-Matratze einsetzt. Wie im realen Einsatz gibt es Gruppen- und Zugführer und klare Hierarchien, damit der Einsatz strukturiert abläuft. Schließlich sind beide Personen versorgt. Kurz vor Mitternacht liegen alle Helfer auf ihren Schlafmatratzen in der Schlossgartenschule.

Alles wirkt realistisch, der Lerneffekt ist groß

Ein paar Stunden können sie durchschnaufen. Doch am Sonntagmorgen blinkt das Blaulicht wieder. Nach einer Nachtwanderung werden drei Personen vermisst. Wieder muss ein Einsatz koordiniert werden. Helfer aus den Ortsvereinen unterstützen den Nachwuchs beim Funken und Fahren der Einsatzfahrzeuge. Angeblich wollten die drei Ausgebüchsten zum Plüderhäuser Badesee. Dieser Spur gehen die Helfer nach. Ein Team findet schließlich eine bewusstlose und unterkühlte Person auf einem Steg. Es wirkt realistisch, als die jungen Retterinnen und Retter die Person ansprechen, Atmung prüfen, reanimieren und alles anwenden, was ihnen in der Vergangenheit vermittelt wurde. Durchatmen können sie noch nicht, denn weiterhin werden zwei Jugendliche vermisst. Auch sie werden schließlich gefunden. Nach einer Nacht ohne Unterschlupf und mit gebrochenem Fußgelenk, die Mimen spielen ihre Rolle sehr gut, werden die Vermissten versorgt und betreut. Und so neigt sich die 24-Stunden-Übung ihrem Ende zu.

„Die Kinder fanden es mega“, sagt Lisa Maier. Solche Fallbeispiele unter fast realen Bedingungen, mit Funk, Fahrzeugen und Vermissten, das schule ungemein. Die Übungen mit den Mimen fühlten sich echt an. Der Lerneffekt sei groß und die Kinder und Jugendlichen seien mit Begeisterung und Ernst bei der Sache gewesen, schließlich wollen sie lernen, wie sie später als Mitglied einer Bereitschaft im Ernstfall helfen können. Darum war diese Übung fordernd, interessant, lehrreich und unheimlich spannend für die Kinder, so das Fazit der Gruppenleitungen. Außerdem seien beiden Ortsgruppen näher zusammengewachsen, denn auch Gemeinschaft zeichne das Rote Kreuz aus. „Die Kinder und Jugendliche konnten sich an diesem Wochenende richtig austesten. Viele können es kaum erwarten, bald den Bereitschaften beizutreten.“ Denn das, was sie in Plüderhausen in 24 Stunden komprimiert erlebt haben, damit können sie als ehrenamtliche Einsatzkräfte im Alltag ebenfalls konfrontiert werden. Und dann zahlt sich eine gute Ausbildung aus.

Infobox:

Alle Teilnehmer wurden im Vorfeld auf Corona getestet. Wer beim Jugendrotkreuz mitmachen will, kann sich gerne ans JRK Plüderhausen (christoph.gabler(at)drk-rems-murr.de) oder beim JRK Weinstadt melden, lisa.maier(at)drk-weinstadt.de.

Fotos: Jugendrotkreuz Plüderhausen / Weinstadt

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news-336 Fri, 23 Sep 2022 12:50:34 +0200 Kreisversammlung in Alfdorf: DRK Rems-Murr bleibt auf Wachstumskurs https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/kreisversammlung-in-alfdorf-drk-rems-murr-bleibt-auf-wachstumskurs.html Eine DRK-Hochzeit, emotionale Verabschiedungen und neue Verstärkungen für das Team des DRK-Rems-Murr prägten die Kreisversammlung in Alfdorf. Dr. Richard Sigel wurde erneut zum Präsidenten gewählt. Gemeinsam will das Rote Kreuz Rems-Murr seine Erfolgsgeschichte fortschreiben, denn seit Jahren ist der Kreisverband auf Wachstumskurs. Auf die Innovationskraft wurde auch das Bundesinnenministerium aufmerksam.

Mit einer tollen Neuigkeit überraschte Dr. Richard Sigel die rund 170 Teilnehmer der DRK-Kreisversammlung. Mit einem „magischen Rettungswagen“ sollen Kinder im Rems-Murr-Kreis in Zukunft virtuell und dreidimensional Ausrüstung, Technik und Erste Hilfe erkunden können. Das Bundesinnenministerium will diese Idee mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ würdigen. Beispielhaft werde mit diesem Projekt die Innovationskraft des DRK und seiner Protagonisten im Landkreis deutlich. Dr. Sigel verwies auch auf die DRK-Drohnengruppe Rems-Murr, die seit einem Jahr bei der Vermisstensuche eingesetzt wird. So skizzierte der Präsident das Bild eines erfolgreichen Kreisverbandes mit einem vielfältigen und passgenauen Portfolio: starke Jugendarbeit, engagierte Wohlfahrts- und Sozialarbeit, die vor allem Familien und Senioren im Blick habe sowie das überragende Engagement der mehr als 900 ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die sich in den Bereitschaften der 26 Ortsvereine engagieren.

"Ehrenamtliche und Energie"

Vor dem Hintergrund zahlreicher Krisen, Dr. Sigel streifte die Themen Corona, Hochwasser-Katastrophe, Ukraine-Krise und Energie, verbreitete der Präsident Optimismus und Zuversicht. „Auf das DRK ist Verlass, in Krisenzeiten und immer, wenn schnelle und direkte Hilfe gefragt ist.“ In seinen vier Jahren als Präsident habe er vor Ort immer wieder erfahren, „welche Kraft hinter der Idee, hinter den Werten des Deutschen Roten Kreuzes steckt.“ Er dankte der DRK-Familie für ihre „ehrenamtliche Energie“ und gratulierte dem frisch vermählten Ehepaar Sina und Heiko Fischer zur Hochzeit. Beide engagieren sich Jahren für das DRK. Gemeinsam mit dem DRK-Team sei er gerne bereit, begonnene Projekte und Themen sowie den gesamten Kreisverband weiter voranzubringen. Beispielhaft ist hier der Neubau von Kreisgeschäftsstelle, Rettungswache Waiblingen sowie Integrierte Leitstelle zu nennen. Einstimmig wurde Dr. Sigel in seinem Amt bestätigt.

„Ich weiß, was das Ehrenamt Tag für Tag leistet“

Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz verlieh als Gastgeber und Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Alfdorf seiner großen Verbundenheit zu den Blaulichtorganisationen Ausdruck. „Ich weiß, was das Ehrenamt Tag für Tag leistet“, sagte er. Nicht nur in Krisenzeiten sei das DRK das Rückgrat der Gesellschaft. Die Menschen könnten sich auf das Rote Kreuz verlassen. Im Anschluss standen die drei großen Gliederungen des DRK im Fokus: Bereitschaften, Jugendrotkreuz sowie die Wohlfahrts- und Sozialarbeit, für die sich im Kreis mehr als 1500 Menschen engagieren. Präsident Sigel dankte allen Akteuren für ihren Einsatz und sprach die gesamte DRK-Familie an, unter anderem die Kleiderstuben, die Einsatzkräfte im Ankunftszentrum für Flüchtlinge sowie auch Vorsitzende, Führungskräfte, Übungsleiter und Mitglieder des Präsidiums.

Der letzte Bericht von Schatzmeister Bohn

Manfred Bohn machte in seinem letzten Bericht als DRK-Schatzmeister zwei Dinge deutlich. Zum einen sorgten die Vielfältigkeit und der Erfolg der Geschäftsfelder dafür, dass der Kreisverband finanziell sicher aufgestellt sei und damit notwendige Investitionen in die eigene Zukunftsfähigkeit tätigen könne. Das bestätigte auch der Wirtschaftsprüfer. Zum anderen wurde Manfred Bohn bei seiner Verabschiedung als Schatzmeister emotional. Die Jahre im Präsidium seien bewegend gewesen. Am meisten beeindruckt habe ihn die DRK-Gemeinschaft. Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt, das habe ihn angespornt. Im Namen des gesamten Kreisverbandes dankte Dr. Richard Sigel dem scheidenden Schatzmeister für seine überragende und wertvolle Tätigkeit für das Rote Kreuz. Zu seinem Nachfolger wurde Olaf Kordian, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Waiblingen, gewählt. Neu im DRK-Präsidium ist auch Katharina Thiem. Als Vertreterin der Ortsvereine übernimmt sie den Sitz von Hans Bühler, den Kreisgeschäftsführer Sven Knödler mit herzlichen Worten verabschiedete. Seit 64 Jahren engagiert sich Bühler für das DRK, kreisweit vor allem aber auch für das Fellbacher DRK sowie das Funk- und Fernmeldemuseum. Aus dem Präsidium ausgeschieden ist zudem Kreisverbandsjustitiar Volker Kurz. Alle anderen Präsidiumsmitglieder standen für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Auch Delegierte der Landesversammlung wurden gewählt.

Nach einer straffen Tagesordnung war Zeit für persönliche Gespräche, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren Corona-bedingt zu kurz gekommen waren. Der rege Austausch und der Zuspruch zahlreicher Gäste machten deutlich, das DRK ist auf einem guten Weg und bleibt ein verlässlicher Partner für die Menschen im Rems-Murr-Kreis.

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news-335 Thu, 08 Sep 2022 09:25:49 +0200 Notfallsanitäter Kai Frinke sammelt Spenden: Mit dem Rad über die Alpen für das Kinderhospiz Stuttgart https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/notfallsanitaeter-kai-frinke-sammelt-spenden-mit-dem-rad-ueber-die-alpen-fuer-das-kinderhospiz-stuttgart.html „Ich habe in 20 Jahren Rettungsdienst alles gesehen“, sagt Kai Frinke. Im Berufsalltag hat der Notfallsanitäter tagtäglich mit schwerstkranken Patienten zu tun. Doch wenn Kinder betroffen sind, steigt der Puls noch höher. Seit vielen Jahren fragt er sich: Was wird aus diesen Kindern? Kann ich etwas für diese Familien tun? Nun will Kai Frinke mit dem Fahrrad die Alpen überqueren. Mit seiner Tour will er Spenden für eine Einrichtung sammeln, in der einzigartige und einfühlsame Arbeit geleistet wird.

Mit den Erlebnissen aus ihrem Alltag geht jeder Notfallsanitäter anders um. Kai Frinke schaltet auf dem Fahrrad ab. Doch nicht ganz. Das Schicksal von schwerstkranken Kindern und Jugendlichen ohne Heilungschancen beschäftigt ihn. Wer begleitet sie und ihre Familien auf dem letzten Weg, wenn kein Rettungswagen mehr helfen kann? Kai Frinke hat mit Menschen gesprochen, recherchiert und kürzlich das Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart besucht. Mit einer Spendentour will er den Fokus auf die wertvolle Arbeit rücken und mit seinem Einsatz Kindern, Jugendlichen und Familien letzte Wünsche erfüllen. Ohne Blaulicht und Sonderrechte will er Tausende Höhenmeter fahren, zum Gardasee und zurück. „Ich spende meine Kraft und freue mich über jeden Euro, der für diese Einrichtung und die einzigartige und einfühlsame Arbeit der Menschen dort gespendet wird.“

„Das hat mich berührt!“

Ersatzschläuche, Müsliriegel, Routenplanung und Gepäck verstauen: Die nüchterne Darstellung der Reisevorbereitungen passt nicht so ganz zu den Beweggründen seiner Radtour. „Bei meinem Besuch habe ich tolle Menschen kennengelernt. Ihre Arbeit mit todkranken jungen Patienten bei einer gleichzeitig positiven Atmosphäre in der gesamten Anlage, „das hat mich berührt!“ Mit seinen Spenden will er Projekte unterstützen, damit beispielsweise Familien von todkranken Kindern eine Auszeit erhalten oder gemeinsam mit ihrem Kind einen fantastischen Tag erleben können. Er will ihnen das ermöglichen, was die Krankenkassen nicht finanzieren können.

Der Blick über die Alpen nach einem stundenlangen Anstieg, ein Sonnenuntergang mit Blick auf die Zugspitze und die Aussicht auf viele Spenden, das motiviert Kai Frinke, jeden Tag 100 bis 120 Kilometer zurückzulegen. Los geht es am Montag, 12. September. Den ersten Tag im Sattel verbringt er am Dienstag ab Sonthofen im Allgäu. Dann wird die österreichische Grenze überquert. Ziel ist „Riva del Garda“. Von dort geht es zurück nach Sonthofen, wahrscheinlich über Innsbruck und an der Zugspitze vorbei. Nach elf Tagen und rund 950 Kilometern und vielen Tausend Höhenmetern will er zurück in Waiblingen sein.

„Die Spenden gehen zu 100 Prozent an das Hospiz."

Das Wichtigste auf der Tour sei sein Gravel Bike, ein geländefähiges Rennrad, und die passende Ausrüstung. Im Welzheimer Wald und in Oberstdorf hat er sich auf die Tour vorbereitet und bereits mehr als 3000 Kilometer in den Beinen. Er hat verschiedene Etappenziele, die er je nach Tagesform ansteuern wird.

Das DRK Rems-Murr unterstützt die Aktion. 80 angesammelte Überstunden kann er in diesen besonderen Urlaub umwandeln. Freunde, Unbekannte und Kollegen haben die Spendenaktion bereits finanziell unterstützt. Die Höhe der Spenden richtet sich nicht nach der Anzahl der gefahrenen Kilometer. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet. „Die Spenden gehen zu 100 Prozent an das Hospiz. Alle Unkosten wie Unterkunft, Ausrüstung etc. zahle ich selbst.“

Was ihn antreibt: „Ich weiß, um was es geht, welches Elend es gibt und welchen Menschen die Einrichtung helfen kann. Das motiviert mich!“ Naiv geht er nicht an die Sache heran. Berge, Wetter, Gepäck, Sattel und Abfahrten: Die Alpen machen die Tour spannender. Und anstrengender: Da geht es über mehrere Stunden nur bergauf. „Das tut schon weh!“ Aber das nimmt er gerne in Kauf, um anderen Menschen helfen zu können. Auch in seiner Freizeit. „Das ist ein Urlaub für den guten Zweck!“

Sie können Kai Frinke mit einer Spende zugunsten des Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart unterstützen. 100 Prozent gehen an den guten Zweck. „Ich benötige Ihre Unterstützung, denn nur durch Ihre Bereitschaft, die Aktion zu fördern, können wir der Einrichtung helfen, damit sie weiterhin diese großartige und wichtige Arbeit leisten kann.“

Spendenkonto:  

IBAN: DE03 6009 0800 3103 9277 09

Kontoinhaber: Kai Frinke

Verwendungszweck: Spende für das Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart für die Radtour Allgäu an den Gardasee

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news-331 Sat, 20 Aug 2022 09:00:00 +0200 Wichtige Qualifizierung des DRK-Ehrenamts: Teamentwicklung und Konfliktmanagement https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/wichtige-qualifizierung-des-drk-ehrenamts-teamentwicklung-und-konfliktmanagement.html Menschliches Leid zu lindern und zu verhindern, ist die zentrale Aufgabe des DRK. In Deutschland setzt es sich deshalb konsequent im Bevölkerungsschutz und in der Rettung ein. Der Bevölkerungsschutz dient dazu, die Auswirkungen schwerer Notlagen wie Katastrophen zu begrenzen und zu bewältigen. Rund 900 Ehrenamtliche engagieren sich dazu beispielsweise in den Bereitschaften des DRK Rems-Murr. Sie übernehmen viel Verantwortung. „Um den Herausforderungen als ehrenamtliche Leitungs- und Führungskraft angemessen begegnen zu können, ist auch ein gutes Qualifizierungsprogramm notwendig. Das Kommunikationstraining bildet dabei eine sehr wichtige Säule, die kürzlich beim DRK-Kreisverband mit viel Spaß und Intensität durchgeführt wurde“, sagt Beate Wichtler, Referatsleiterin Rotkreuzdienste.

„Teamentwicklung und Konfliktmanagement“ lautete der Titel des Kommunikationstrainings für angehendende ehrenamtliche Leitungs- und Führungskräfte, das der DRK-Kreisverband Rems-Murr in der Geschäftsstelle angeboten hatte. „Es freut mich sehr, dass wieder ehrenamtliche Leitungs- und Führungskräften im Roten Kreuz mit einem wertvollen Sozialkompetenztraining auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden konnten“, dankt Beate Wichtler allen Teilnehmern. Nachdem sich die Teilnehmer in den vergangenen Wochen mit E-Learning-Modulen mit der Theorie vertraut gemacht hatten, stand nun das Praxiswochenende mit vielen Übungen und einem wichtigen Austausch zu den Bereichen Kommunikation, Teamentwicklung und Konflikte an. 15 Teilnehmer bildeten sich fort, die im Ortsverein und auf Kreisebene Verantwortung übernehmen. Das Seminar Teamentwicklung und Konfliktmanagement stellt eines von insgesamt fünf Modulen der Leitungskräftequalifizierung dar. „Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht die Gruppe zu begleiten und die gelungene Teamentwicklung zu beobachten“, hat Beate Wichtler beobachtet.

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news-330 Mon, 15 Aug 2022 09:00:00 +0200 Rauchbomben und Trümmer: Jugendrotkreuz probt Ernstfall https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/rauchbomben-und-truemmer-jugendrotkreuz-probt-ernstfall.html Kürzlich stand für das Jugendrotkreuz Winnenden etwas Großes bevor: Sie waren Teil einer ambitionierten 24-Stunden-Übung und unterstützen dabei die Jugendfeuerwehr Berglen. Morgens um 8 Uhr schaute das JRK Winnenden in Berglen vorbei – und ließ es ruhig angehen: Gemeinsames Frühstück mit der Feuerwehr. Dann ging es von Null auf Hundert, denn von den Nachwuchsrettern wusste niemand, was sie genau erwartet. Und die Feuerwehr hatte ordentlich aufgefahren!

Gegen 10.30 Uhr stand eine „technische Hilfeleistung“ auf dem Programm. Was nüchtern klingt erweist sich als Herausforderung für alle. In diesem Beispiel müssen nach einem Unfall eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen geschnitten werden – und das nicht nur theoretisch, sondern praktisch. Vor der Kulisse des Sandwerks leistet der Nachwuchs enorm viel. Die Feuerwehr befreit die fünf Personen. Nun muss das JRK eingreifen. Die Kinder und Jugendlichen müssen schnell entscheiden, wer zuerst Hilfe benötigt. Zwei sind schwerverletzt. Um sie kümmern sich die sechs JKRler primär. Aber natürlich wird allen geholfen.

Mit zwei Einsatzfahrzeugen sind sie vor Ort. Ein Helfer schlüpft in die Rolle des Gruppenführers und muss Verantwortung übernehmen. Die Mimen, vom JRK gestellt, machen ihre Aufgabe sehr gut. Sie wurden geschminkt und spielen realistisch. Das war der erste Teil. Jetzt wird es brenzlig. Gegen 13 Uhr werden Jugendfeuerwehr und JRK erneut alarmiert: Wohnungs- und Gebäudebrand mit sieben Verletzten in Öschelbronn. Der Nachwuchs von Feuerwehr und DRK stellt sich der Herausforderung unter realistischen Bedingungen. Es qualmt, manche Opfer liegen unter Trümmern. Das alles wirkt extrem echt. Schnell wird klar: Drei Personen sind schwer verletzt. Eine Person, in diesem Fall eine Puppe, muss reanimiert werden.

Die Kinder wussten nicht, was auf sie zukommt

JRK-Gruppenleiter Niko Mpourgaslis unterstützt den Nachwuchs an dieser Stelle beim Einsatz von Defibrillator und bei einer Intubation. Alle Register werden gezogen. Purer Stress für die sechs jungen Leute vom DRK Winnenden. Irgendwann wird deutlich. Eine Person hat es nicht geschafft. Mit einem weißen Tuch wird die Puppe abgedeckt. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, dass auch solche Szenarien geübt werden“, sagt Niko Mpourgaslis. Denn als Einsatzkraft, beispielsweise später als Helfer vor Ort, werden Ehrenamtliche auch mit dem Tod konfrontiert. „Wir haben den Regelrettungsdienst nachgeahmt. Die Kinder wussten nicht, was auf sie zukommt. Das war etwas völlig Neues. Alle standen unter Stress und Spannung“, ordnet er das Szenario ein. „Wir haben beobachtet, falls was passieren sollte. Aber es lief reibungslos.“ Die Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahre „waren voll dabei!“ Fahren durften sie noch nicht, aber funken und Patienten versorgen, erläutert Niko Mpourgaslis. „Für die Kinder und Jugendlichen war diese Übung ein totales Highlight.“

Der Lerneffekt ist groß, wenn es raucht und qualmt

Ausgiebig hatten Feuerwehr und DRK im Vorfeld geübt und den Nachwuchs vorbereitet. „Bei so einer realistischen Großübung nehmen die Kinder und Jugendlichen die Hilfeleistungen noch ernster. Das ist ein richtiger Impuls für sie, später Verantwortung zu übernehmen.“ Wo der Nachwuchs mitunter noch teilweise überfordert war, halfen erfahrene Einsatzkräfte nach direkter Aufforderung. Alles wurde im Nachgang besprochen und ausgewertet. Der Lerneffekt ist groß, wenn es raucht und qualmt, die Mimen schreien und heulen, weiß Niko Mpourgaslis.

Für die Jugendfeuerwehr war es spannend, auch mal die Seite vom Rettungsdienst zu sehen – andersrum natürlich auch. „JRK ist mehr als nur Pflaster kleben“, sagt Niko Mpourgaslis selbstbewusst.Wir haben es so gemacht, als wenn wir der Rettungsdienst gewesen wären, mit EKG, Vakuummatratze – volles Programm.“ So fiel das Fazit des Retter-Nachwuchses eindeutig aus: „Die Kinder fanden es super. Es war sehr aufregend und so etwas hatten sie noch nie erlebt: Die Autos waren echt, die Mimen haben alles gegeben, Rauchbomben wurden geschmissen!“ Niko Mpourgaslis ist stolz auf sein JRK-Team um Alisa, Kevin, Christian, Jana, Philippa und Maximilia.

Info:

25 Aktive engagieren sich beim JRK Winnenden. Sie treffen sich mittwochs von 18.15 bis 19.45 Uhr (außer in den Schulferien). Gruppenleiter Niko Mpourgaslis will „die Liebe zum Roten Kreuz vermitteln“ und einen Anreiz liefern, beim Roten Kreuz mitzumachen und Menschen zu helfen. Er selbst arbeitet im Rettungsdienst und ist seit 2016 JRK-Gruppenleiter. Infos auf: www.drk-winnenden.de und bei nikolaos.mpourgaslis(at)drk-winnenden.de

Fotos: Jugendfeuerwehr Berglen / DRK-Kreisverband Rems-Murr

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news-334 Thu, 11 Aug 2022 13:57:40 +0200 Starkes Ehrenamt in der Ukraine-Krise: DRK-Kleiderstuben statten mehr als 1000 Flüchtlingen mit Kleidung https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/starkes-ehrenamt-in-der-ukraine-krise-drk-kleiderstuben-statten-mehr-als-1000-fluechtlingen-mit-kleidung.html Binnen weniger Monate hat das Ehrenamt des DRK viel geleistet und mehr als 1000 Flüchtlinge, die seit März in den Rems-Murr-Kreis kommen, kostenfrei mit Kleidung ausgestattet. Die Helferinnen und Helfer in den drei Kleiderstuben in Backnang, Schorndorf und Winnenden arbeiten und ermöglichen viel. Sie haben mehrere Wünsche.

Seit vielen Jahren engagiert sich das Team des DRK-Backnang für seine Kleiderkammer – und ist spätestens seit den Flüchtlingsströmen 2015 krisenerprobt. Rund 280 Frauen und Kinder haben die Backnanger mit Kleidung ausgestattet; während der regulären Öffnungszeiten der Kleiderstuben, teilweise an zusätzlichen Terminen. „Wir sind am Limit“, sagen die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler. „Wir sind alle ehrenamtlich tätig“, hält das Team um Anne Fix von der Kleiderstube Backnang fest und betont mit Hinblick auf die Unterbringung und Ausstattung der Ukraine-Flüchtlinge: „Die deutsche Gesellschaft bringt es erneut fertig, das zu leisten.“ Es ist eine Mischung aus Stolz auf die eigene Leistung und der Spaß, gemeinsam etwas Gutes zu tun, das den Werten des DRK entspricht, die die Helferinnen und Helfer motiviert. Und die ehrliche Dankbarkeit der allermeisten Menschen aus der Ukraine, denen sie helfen.

„Das ist Hilfe, die direkt ankommt“

Allein das Team der Kleidestube Schorndorf hat seit März mehr als 280 Erwachsene und 210 Kinder und Babys mit Kleidung ausgestattet. An einzelnen Tagen über viele Stunden sichten die Helferinnen gespendete Sachen, sortieren aus und ein und füllen die Regale auf. Frust und Freude gibt es: Freude über tolle Spenden und Danknachrichten; Frust über dreckige und löchrige Hosen, Jacken und Schuhe, die instinktlos abgeben werden. Birgit Kralisch engagiert sich seit Jahren für jene Menschen, die es nötig haben. Natürlich würden weiterhin auch die bisherige Kundschaft versorgt. „Das ist Hilfe, die direkt ankommt“, sagt sie. „Aktuell helfen wir Menschen, die in Not geraten sind, die nichts haben und jetzt etwas benötigen. Diese humanitäre Hilfe ist unser Ding, das ist das Rote Kreuz!“ Bis jetzt hat das Team der DRK-Kleiderstube Schorndorf bereits mehr als 500 Stunden ins Zeug gelegt und fast 600 Menschen geholfen.

„Zum Glück haben viele Menschen gespendet und die Menschen bringen immer noch etwas. Bisher hat jeder Flüchtling etwas gefunden“, sagt Anne Fix von der Kleiderkammer Backnang. Die Konzentration auf die Kleiderausgabe habe sich ausgezahlt. „Sonst verzettelt man sich“, sagt sie im Hinblick auf räumliche und personelle Kapazitätsgrenzen. Für Geschirr etc. gebe es andere Anbieter. Aber natürlich gebe es Dinge, die fehlen: Neue Unterwäsche, dies hat hygienische Gründe, sowie Kinder- und Herrenschuhe und Kinderkleidung fehlen unter anderem. Und noch etwas.

Die Ehrenamtlichen der Kleiderstuben danken allen Spenderinnen und Spendern, betonen aber auch, dass in Zukunft mehr Leute animiert werden müssen, nicht mehr nur zu spenden, sondern sich auch ehrenamtlich einzubringen. Wenige, oftmals auch bereits ältere Menschen, leisten in den drei Kleiderstuben enorm viel. Man suche neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter für ihre sinnvolle Tätigkeit.

Motiviert durch freudige Kinderaugen und dankbare Mütter

In den nächsten Wochen werden die DRK-Kleiderstuben weiterhin einiges zu tun haben. Immer noch kommen neue Flüchtlinge und manche fragen höflich, ob sie nach ihrer Erstausstattung ein zweites Mal kommen können. Die Dankbarkeit der Menschen aus der Ukraine sei sehr groß, freut sich das Ehrenamt. Das sei zwar bei der großen Mehrheit der Fall, leider aber nicht bei allen Kunden. Freudige Kinderaugen und dankbare Mütter, das ist der Treibstoff für das ehrenamtliche Engagement. Das betont auch das Team der Kleiderstube Winnenden um Gaby Sauer. Auch in Winnenden fehlt es nicht an ehrenamtlichen Engagement, aber mitunter an Kinderschuhen.

Wie auch die anderen Kleiderstuben organisieren sie im Notfall auch Neuware, wenn es beispielsweise darum geht, Frauen mit Unterwäsche auszustatten. „Denn wir sind kein Kaufhaus. Wir können nicht alles in jeder Größe vorrätig haben“, sagt Gaby Sauer.

DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler hebt das tolle Engagement des Helfer-Teams hervor, „und das nicht erst seit der Ukraine-Krise. 1000 Menschen kostenfrei auszustatten, das ist mehr als beachtlich. Diese unkomplizierte ehrenamtliche Hilfe muss gewürdigt werden. Das vielschichtige Ehrenamt beim Roten Kreuz zeigt erneut seinen hohen Wert für die Menschen im Landkreis.“

Foto: Habermann / Zeitungsverlag Waiblingen

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news-333 Wed, 10 Aug 2022 15:32:30 +0200 JRK-Erlebnistage in Althütte: Das gute Gefühl, helfen zu können https://www.drk-rems-murr.de/das-drk/mitteilungen-und-infos/presse-service/meldung/jrk-erlebnistage-in-althuette-das-gute-gefuehl-helfen-zu-koennen.html Zum ersten Mal fanden in Althütte die JRK-Erlebnistage des DRK-Kreisverbandes Rems-Murr statt. Drei Tage lang drehte sich beim DRK-Ortsverein alles um Erste-Hilfe, Spielen, Basteln, Toben und Gemeinschaft. Ein DRK-Duo mit Einsatzfahrzeug schaute vorbei und Rettungshunde spürten den Nachwuchs auf – während einer Vorführung. Tolle Tage für 22 Kinder, von denen einige jetzt zum Jugendrotkreuz wollen. Warum, das weiß Tina Becker vom Ortsverein.

Die Erlebnistage zeigen an drei Tagen, welche Bandbreite das Jugendrotkreuz bietet. Nach dem richtigen Anlegen eines Druckverbands findet eine Wasserschlacht statt. Bei einer Wanderung im Wald gibt es Erste-Hilfe-Stationen. Bevor die Rettungshunde die Witterung aufnehmen, bastelt der Nachwuchs Traumfänger. Das Jugendrotkreuz bietet Spaß und verbindet das mit dem wichtigen Thema Helfen, sagt Jugendreferentin Heidrun Hellmuth vom DRK-Rems-Murr. Spaß und Helfen: Beides ist dem Nachwuchs wichtig.

Gefreut hat sich JRK-Gruppenleiterin Tina Becker, als ein Kind stolz feststellte: „Wenn ich jetzt auf einen Spielplatz gehe, weiß ich, was ich machen kann, wenn mein Freund hinfällt.“ Hilfe leisten, trösten und einen Notruf absetzen: Das alles lernt der Nachwuchs konzentriert und doch spielerisch beim Jugendrotkreuz.

Ein Höhepunkt ist natürlich, als am Montag ein Einsatzfahrzeug des DRK-Alfdorf vorbeischaut und zwei Helfer geduldig jede Frage der Kinder beantworten. Danach berichtet Fabian Becker, was ein Helfer vor Ort leistet. Der rückt mit dem Notfallrucksack aus, wenn in der Nähe ein Notfall passiert. Meistens noch vor dem Rettungsdienst beginnt er dann, Menschen zu helfen – und das alles in seiner Freizeit.

Tröste-Kissen und Rettungshunde

Helfen. Das ist ein Thema, das den Nachwuchs und den Ortsverein bewegt. Was sie im Notfall machen können, das gibt ihnen das Team um Tina Becker mit auf den Weg. Da werden Tröste-Kissen gebastelt, ein Notruf-Gespräch simuliert und Verbände angelegt. Vierbeinige Helfer kriegen die Kinder auch zu Gesicht, als sie die Rettungshundestaffel vom DRK-Ortsvereinen Kernen besuchen. Ihre Spezialität ist die Flächensuche. Wie vielseitig das DRK helfen kann, sogar eine Drohnen-Gruppe gibt es im Kreis, beeindruckt den Nachwuchs.

Rückt erst das eigene Umfeld in den Fokus, also der Familie und Freunden helfen zu wollen, weitet sich der Radius aus und die Kinder lernen, dass Rotkreuzler allen Menschen helfen. Das verbindet und schafft eine Gemeinschaft, die die Kinder an den drei Tagen erleben konnten.

Heidrun Hellmuth und Nina Siegle kamen vom Jugendrotkreuz des Kreisverbandes. Fabian Becker, Stefanie Falker-Sing, Tina Becker, Simon Schwabe, zuständig für die sensationellen Spaghetti Bolognese, sowie Sven Semet waren die Gesichter des Ortsvereins. Wer jetzt beim JRK in Althütte einsteigen will, der kennt diese vertrauten Menschen. Dass sich nun einige Kinder beim Jugendrotkreuz Althütte anmelden, darauf setzt und hofft JRK-Gruppenleiterin Tina Becker. Denn Helfer-Nachwuchs wird im gesamten Rems-Murr-Kreis benötigt. Hundeführerin, Rettungssanitäter, Bereitschaftsleiter, Helfer vor Ort, Feldkoch und Babysitter-Ausbilderin: Das DRK bietet viel. Und das, verbunden mit dem guten Gefühl, anderen in Notlagen helfen zu können, haben die 22 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren in an diesen Tagen sehr genossen.

Info:
Wer sich über das Jugendrotkreuz informieren möchte, wird auf der Seite des DRK Rems-Murr fündig: www.drk-rems-murr.de/jrk. Das JRK in Althütte trifft sich wieder ab dem 20. September jeden zweiten Dienstag von 17 bis 18.30 Uhr am Vereinsheim in der Ebniseestraße 1. Das Team um Tina Becker freut sich über bekannte und neue Gesichter. Wer Fragen hat: jrk@drk-althütte.de
Fotos: DRK Rems-Murr

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