In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2024 kam es in einigen Gebieten des Rems-Murr-Kreises zu starken Hochwasser-Ereignissen. Binnen weniger Stunden hatte sich die Lage am Sonntagabend unerwartet verschärft. Im Landratsamt tagte der Verwaltungsstab und der Führungsstab der Blaulichtfraktion, um die Lage gemeinsam mit den Städten und Gemeinden zu bewältigen.
Rettungsdienst und Integrierte Leitstelle leisteten wichtige vorausschauende Arbeit: Um jederzeit auf Vorkommnisse reagieren zu können, wurden die Kräfte in der Integrierten Leitstelle sowie die Kapazitäten der Notfallrettung frühzeitig stark erweitert, teilt der DRK-Kreisverband mit. Die rettungsdienstlichen Kapazitäten wurden auf 26 Rettungswagen erhöht, die im Nachtbetrieb in den Einsatz gebracht wurden. In Rudersberg koordinierte ein gemeinsamer Einsatzleitwagen den Einsatz im Schadensgebiet. Für einen schnellen rettungsdienstlichen Zugriff wurden Bereitstellungsräume durch die Integrierte Leitstelle definiert. „Die Leistungsfähigkeit der Notfallrettung im gesamten Landkreis wurde maßgeblich durch den DRK-Rettungsdienst sichergestellt, teilt der Kreisverband Rems-Murr mit.
Auch auf das DRK-Ehrenamt war Verlass. 250 lokale Einsatzkräfte halfen. Erstmals kamen alle zur Verfügung stehenden Schnelleinsatzgruppen zum Einsatz, erläutert DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler, der als Krisenmanager fungierte. Das DRK-Team hat Menschen medizinisch versorgt, Erstaufnahmestellen aufgebaut und Menschen betreut. Einsatzleitwagen koordinierten die Hilfsmaßnahmen vor Ort. Einsatzkräfte der DRK-Ortsvereine halfen bei der Evakuierung, bei der medizinischen und der psychologischen Versorgung von Helfern und Betroffenen.
Auch nach der Akutphase half das DRK: Binnen eines Tages wurde eine mobile Arztpraxis des DRK nach Rudersberg gebracht sowie mehr als 100 DRK-Bautrockner organisiert. „Was unsere haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte geleistet haben, ist übermenschlich. Rund 5000 Stunden waren sie im Einsatz und sind weit über ihre Grenzen gegangen, um den Menschen zu helfen“, bedankt sich Sven Knödler.
