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Ausgezeichneter Schulsanitätsdienst an 2 Schulen im Rems-Murr-Kreis

Ausgezeichneter Schulsanitätsdienst an zwei Schulen

Gleich zwei Schulen im Rems-Murr-Kreis wurden vom Jugendrotkreuz Baden-Württemberg für ihr besonderes Engagement im Schulsanitätsdienst als „Ausgezeichnete Schule“ gewürdigt. Die Auszeichnungen unterstreichen den hohen Stellenwert von Erster Hilfe, Gesundheitsbildung und sozialem Verantwortungsbewusstsein an den Schulen sowie den engagierten Einsatz der betreuenden Lehrkräfte und der jungen Schulsanitäter.

Am Gustav-Stresemann-Gymnasium (GSG) in Fellbach-Schmiden überreichte Werner vom DRK-Ortsverein Fellbach die Auszeichnung. Eine weitere Ehrung erhielt die Reinhold-Nägele-Realschule in Weinstadt, wo Lisa vom DRK-Ortsverein Weinstadt die Auszeichnung im Rahmen eines Sponsorenlaufs direkt an das Schulsanitätsteam übergeben konnte. Der Sponsorenlauf bot einen würdigen Rahmen, um die jungen Helfer für ihren Einsatz zu ehren. Im Anschluss hatten die Schüler die Möglichkeit, einen Rettungswagen aus nächster Nähe kennenzulernen und den DRK-Helfern zahlreiche Fragen rund um Rettungsdienst und Erste Hilfe zu stellen.

Wie die Arbeit der Schulsanitäter im Schulalltag aussieht, welche Aufgaben sie übernehmen und was junge Menschen motiviert, sich für ihre Mitschüler einzusetzen, beschreibt die Schülerin und Schulsanitäterin Amela Meier vom Gustav-Stresemann-Gymnasium im folgenden Beitrag aus erster Hand:

„Ein Schulsani bitte zum Saniraum, danke!“

Den Satz hat vermutlich jeder schon einmal während seiner Schulzeit hier am GSG gehört. Er ist das Signal für uns Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen, dass wir gebraucht werden. Aber was motiviert uns, diesen Job auszuüben und wie verläuft eigentlich ein Schultag für die diensthabenden Schulsanis?

Unsere Motive sind sehr unterschiedlich. Die einen sind interessiert am Erwerben erster medizinischer Kenntnisse, die anderen wollen schlichtweg helfen, sich nützlich machen oder sich in der Schule einbringen und einen Beitrag für die Schulgemeinschaft leisten. Ab der 7. Klasse können interessierte Schülerinnen und Schüler eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolvieren und an der AG Schulsanitätsdienst teilnehmen.

Ein typischer Schultag für die Sanis im Dienst beginnt genau so, wie für jeden anderen auch. Wir kommen mal mehr, mal weniger motiviert an die Schule und machen uns auf den Weg zu unseren Klassen. Mit einem kleinen Abstecher ins Sekretariat. Dort holen wir unsere Walkie-Talkies ab, über die wir im Notfall von den Sekretärinnen kontaktiert werden. Nur, falls vergessen wird, die Funkgeräte abzuholen, werden wir über die Lautsprecher gerufen. Aber das passiert natürlich äußerst selten ;-) Nachdem wir die Walkie-Talkies abgeholt haben, geht für uns ganz normal der Unterricht los. Zumindest so lange, bis jemand Hilfe benötigt und wir gebraucht werden. Von Bauchschmerzen über verletzte Gliedmaßen bis hin zur Ohnmacht war schon alles dabei. Unsere Aufgabe ist es, je nach Fall erste Hilfe zu leisten und für die Betroffenen eine Erstversorgung zu gewährleisten. Dadurch ist es für die Ärztinnen und Ärzte leichter, die Personen weiter zu behandeln, falls das nötig sein sollte. Denn es gibt einige Sachen, die wir - trotz unserer umfangreichen Erste-Hilfe-Ausbildung - nicht behandeln dürfen. Lediglich die Erstversorgung ist unsere Aufgabe. Wenn beispielsweise ein körperfremder Gegenstand in der Haut steckt, dürfen wir diesen nicht entfernen. Auch das Verabreichen von Medikamenten oder das Desinfizieren von Wunden dürfen wir nicht durchführen.

Bei Kratzern, Schürfwunden und blutenden Wunden hingegen, können wir konkret helfen. Unter anderem verteilen wir Pflaster und legen Verbände an. Auch bei Hyperventilation, epileptischen Anfällen, verknacksten Füßen oder Kreislaufbeschwerden können wir erste Hilfe leisten. Wenn nötig, rufen wir natürlich auch den Rettungsdienst. Jeder Einsatz wird anschließend in unserem Verbandbuch protokolliert. Damit wir immer auf dem neuesten Stand sind und weitergebildet werden, finden regelmäßige Sanitreffen statt, die von unserer Lehrerin Frau Goscimski geleitet werden. Dort vertiefen wir unser Wissen und Können bei der Versorgung verschiedener Verletzungen, wie zum Beispiel an der Wirbelsäule, nach Bissen oder Stichen durch Tiere oder erste Hilfe nach Verkehrsunfällen. 

Für die Arbeit der Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen wurde unsere Schule am Dienstag, den 14.07.2026 durch Herrn Steininger vom Deutschen Roten Kreuz ausgezeichnet. Diese Auszeichnung haben wir mit den Klassensprechern und Klassensprecherinnen des GSG gefeiert. Anhand verschiedener Notfallsituationen haben wir unser Vorgehen demonstriert und erklärt, damit sie einen kleinen Einblick in die Erste Hilfe und unsere Arbeit am GSG bekommen. Wir fühlen uns sehr geehrt, dass der Schulsanitätsdienst ausgezeichnet wurde und geben weiterhin unser Bestes, damit es unseren Mitschülern und Mitschülerinnen bei großen oder kleinen Beschwerden schnell wieder besser geht.

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