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#Fiaccolata2026 - Fackelzug der Menschlichkeit im Rems-Murr-Kreis

Ein „Fackelzug der Menschlichkeit“ zieht seit Februar über Deutschland bis nach Italien – und machte in diesem Jahr auch Station im Rems-Murr-Kreis. Mit der Fiaccolata (italienisch für Fackelzug) wird seit 1992 an die Ursprünge der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung erinnert. Wofür die vielen haupt- und ehrenamtlichen Kräfte des DRK im Landkreis brennen, hat das DRK in einem Video eingefangen..

Ganz unterschiedliche Menschen hielten die brennende Fackel in den vergangenen Tagen in ihren Händen: Hundeführer und Drohnenpiloten, Schulbegleiter und Notfallsanitäter, Integrationsmanager und Busfahrer. Werner Flathau muss nicht lange überlegen. Wofür er brennt? „Ich brenne für meine Senioren“, sagt der ehrenamtliche Aktivierungscoach des DRK, der im Raum Remshalden mit betagten Menschen Gymnastik macht und sie regelmäßig besucht. Melanie Kurrat ist Mitglied der Rettungshundestaffel. Sie brennt dafür, dass ihre Suchaktionen erfolgreich abgeschlossen werden, um vermisste Personen im besten Fall wohlbehalten an ihre Angehörigen zu übergeben. Es sind Botschaften wie diese, die der DRK-Kreisverband seit Samstag gesammelt hat, um für ein Engagement – sei es haupt- oder ehrenamtlich – beim DRK zu werben.

Althütte, Aspach, Kernen, Kirchberg, Oppenweiler, Remshalden, Schorndorf, Sulzbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim und Winnenden 

In Geislingen startete die Fiaccolata 2026 Anfang Juni in Baden-Württemberg und machte in den vergangenen Tagen Station im Rems-Murr-Kreis. In Althütte, Aspach, Kernen, Kirchberg, Oppenweiler, Remshalden, Schorndorf, Sulzbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim und Winnenden stellte das DRK jene Helfer vor, die sich für andere Menschen engagieren. „Ziel der Aktion war es, den Menschen zu zeigen, wie vielfältig, interessant und sinnstiftend ein Engagement bei uns ist“, erläutert Geschäftsführer Sven Knödler. Für diesen Zweck hat das DRK die Fackelwanderung mit der Kamera begleitet.

Wofür brennt Sven Knödler? Als Geschäftsführer treibt es ihn an, mit einem starken Team zu gestalten und nicht einfach nur zu verwalten. „Für mich bedeutet das, Verantwortung für ein komplexes Hilfeleistungssystem mit 850 Mitarbeitern und 1.500 Ehrenamtlichen zu übernehmen und daraus ein starkes Team zu formen. Daraus entsteht die besondere Stärke des DRK: ein verlässliches Netzwerk aus Menschen, die gemeinsam an einem Ziel arbeiten. So können wir die Versorgung im Rems-Murr-Kreis ganz konkret verbessern und Hilfe dort leisten, wo sie gebraucht wird.“

Bei den Stationen vor Ort standen die Menschen im Mittelpunkt, die das DRK prägen. In Weinstadt stellte die Bereitschaft gemeinsam mit der Feuerwehr eine Einsatzszene nach, wie sie im Rems-Murr-Kreis regelmäßig vorkommt. Mit Blick auf die Weinberge präsentierten sich Rettungsdienst, Drohnenstaffel und Rettungshundestaffel und zeigten, warum sie für das DRK brennen. In Winnenden zeigte der Nachwuchs, was es beim Jugendrotkreuz zu lernen und zu erleben gibt. „Wir bilden die Retter von morgen aus“, sagt Jugendleiter Niko Mpourgaslis mit stolzer Simme. Valery floh 2022 mit ihrer Tochter aus der Ukraine. Vier Jahre später arbeitet sie hauptamtlich für das DRK und engagiert sich im „Offenen Kreis Asyl“ des DRK-Ortsvereins Althütte. In Welzheim berichtet Schulbegleiterin Maria Theresia Alexander, wie sie Kinder stärkt und begleitet. Am Donnerstag endete der Fackelzug durch den Rems-Murr-Kreis. DRK-Präsident und Landrat Dr. Richard Sigel dankte allen Aktiven im DRK-Kreisverband: „Sie sind immer da, wenn es zählt und wenn es schnell gehen muss. Dieses Engagement macht den großen Wert des Roten Kreuzes für unsere Gesellschaft aus.“ Mit dieser Botschaft verlässt die Fackel den Rems-Murr-Kreis. Sie wird zeitnah an das Bayerische Kreuz übergeben und wir dann die Grenze nach Italien überschreiten. 

Das Video finden Sie auf www.youtube.com/watch?v=0T0am7MqwA8

Hintergrund:

Die Fiaccolata ist ein internationaler Fackellauf, der an die Ursprünge der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung erinnert. Seit 1992 tragen jedes Jahr tausende Rotkreuz-Helfer die Fackel als „Licht der Menschlichkeit“ durch Europa bis nach Solferino in Norditalien. Dort wird am 24. Juni der historischen Wurzeln gedacht: der Schlacht von Solferino im Jahr 1859, bei der Henry Dunant den Grundstein für die heutige Bewegung legte. Diese Schlacht war eine der blutigsten des 19. Jahrhunderts, bei der zehntausende Verwundete ohne ausreichende medizinische Versorgung auf dem Schlachtfeld zurückblieben. Die Eindrücke dieses Leidens bewegten Dunant dazu, die Idee einer neutralen Hilfsorganisation zu entwickeln – daraus entstand das Rote Kreuz.

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