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Mehr als 800 registrierte Ersthelfer: Den Landkreis mit Corhelper sicherer gemacht

Der Notruf 112 aktiviert eine hochprofessionelle Rettungskette und bringt qualifizierte Hilfe dorthin, wo sie gebraucht wird. Bei Stichworten wie Herzstillstand werden auch qualifizierte Ersthelfer alarmiert. Seit Einführung einer wichtigen Ersthelfer-Alarmierungs-App 2024 haben sich mehr als 820 Ersthelfer und Ersthelferinnen beim DRK registriert. Das Rote Kreuz will im ersten Halbjahr die 1000er Marke knacken – und den Rems-Murr-Kreis noch sicherer machen, wie der DRK-Kreisverband anlässlich des europäischen Tags des Notrufs am 11. Februar betont. 

Am 11.2 erinnert der DRK-Kreisverband daran, wie wichtig schnelles und richtiges Handeln im Notfall ist. „Erste Hilfe rettet Leben“, betont DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler. „Jede Minute zählt im Notfall. Dass inzwischen über 800 Menschen bereit sind zu helfen, ist ein großer Erfolg und ein Gewinn für die Sicherheit im Rems-Murr-Kreis“, betont Sven Knödler, der selbst als Ersthelfer registriert ist. „So wird unser Rems-Murr-Kreis Schritt für Schritt zum Retter-Kreis.“ 

Rettungsdienst, Helfer vor Ort und qualifizierte Ersthelfer

Grundlage für diesen Erfolg ist ein Projekt, das der DRK-Kreisverband Ende 2024 gestartet hat. Zusätzlich zum Rettungsdienst und dem bewährten „Helfer-vor-Ort-System“ des DRK können sich registrierte Ersthelfer bei definierten Einsatzstichworten über die App corhelper alarmieren lassen. Bei einem Notfall in ihrer Nähe werden so viele registrierte und qualifizierte Helfer alarmiert, dass schnell ehrenamtliche Hilfe am Notfallort eintrifft – oftmals noch vor dem professionellen Rettungsdienst. 

Wie wichtig schnelle Hilfe ist, erleben die Ersthelferinnen und Ersthelfer im Alltag immer wieder hautnah. „Man sieht bei jedem Einsatz als Ersthelfer, dass die Angehörigen oder die Patienten sehr dankbar sind, wenn schnell Hilfe eintrifft, denn sie befinden sich in einer akuten Notlage und brauchen Hilfe“, sagt Tobias Blatt vom DRK-Ortsverein Allmersbach im Tal, der als Ersthelfer registriert ist. Die medizinische Erstversorgung eines Patienten betrachtet er als wichtige persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Einem Menschen vielleicht das Leben zu retten oder ihn vor medizinischen Folgeschäden bewahren zu können, sei eine große Bereicherung für das eigene Leben. 

Ersthelfer Christian Franck aus Winnenden hebt den entscheidenden Zeitfaktor hervor: „Ich habe mich bei Corhelper registriert, da es bei einem Kreislaufstillstand auf jede Minute ankommt und ich bei Notfällen in meinem Umkreis bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes helfen kann.“ Sven Knödler wirbt um weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. „Je mehr qualifizierte Ersthelfer verfügbar sind, desto größer ist die Chance, dass bei einem medizinischen Notfall schnell geholfen wird.“

Teil eines wegweisenden Hilfeprojekts werden

Der Landkreis unterstützte das Projekt von Beginn an. Das DRK freut sich, wenn in Zukunft noch mehr medizinische Fachkräfte, Pflegepersonal, Feuerwehrangehörige, Mitarbeiter der Rettungsorganisationen sowie medizinisch qualifizierte Bürger die App installieren und sich als ausgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer registrieren lassen. „Wer über die erforderliche Qualifikation verfügt und helfen möchte, kann Teil eines wegweisenden Hilfeprojekts werden“, so Knödler. 

Die Ersthelfer-App ist kostenlos. „Das Rote Kreuz sorgt dafür, dass Ersthelferinnen und Ersthelfer noch schneller vor Ort sind, um Leben zu retten“, sagt Beate Wichtler, Referentin für Rotkreuzdienste. Sie betont: Das DRK bietet Unterstützung bei der Registrierung, Schulungen, Fortbildungen sowie Begleitung nach belastenden Einsätzen. Neben den bewährten Erste-Hilfe-Kursen versucht der Kreisverband auch mit neuen Angeboten wie dem Resilienz-Zentrum des DRK Rems-Murr Menschen zu motivieren, sich in Notlagen für andere einzusetzen. Motto: Damit das Leben im Rems-Murr-Kreis gewinnt. Extrem wichtig bleibt dabei: Sofort die 112 anrufen. Mithilfe einer softwaregestützten, strukturierten Notrufabfrage erfassen die Leitstellen-Disponenten systematisch alle relevanten Informationen. Bereits während des Notrufgespräches erhält der Anrufer eine sofortige Hilfestellung durch Erste Hilfe-Hinweise, Sicherheitshinweise oder durch die Unterstützung bei der Herzdruckmassage im Rahmen einer Reanimation. 

Info:

Corhelper gewährleistet im Falle einer zeitkritischen Situation die Alarmierung von qualifizierten Einsatzkräften für Notfälle, um die Zeit bis zum Eintreffen des
Rettungsdienstes zu überbrücken und das therapiefreie Zeitfenster zu verkürzen, um die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten zu steigern. Über die App werden registrierte und qualifizierte Ersthelferinnen und -Helfer im unmittelbaren Umfeld des Notfalls alarmiert und zur Einsatzstelle geleitet. Weitere 

www.drk-rems-murr.de/retter

www.corhelper.de

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