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Qi Gong beim DRKQi Gong beim DRK

„Wir kommen zur Ruhe“ – Qi Gong beim DRK

Fotos: Siekmann / DRK RM

 „Und die Arme fest auseinanderdrücken“, sagt Gabriele Walter und es scheint, als wollten ihre Hände die Luft neben ihr wegschieben. Die Teilnehmerinnen des Qi Gong-Kurses des DRK Waiblingen sollen sich vorstellen, ihre Arme drückten gegen einen Türrahmen, sagt sie und „nun putzen wir den Türrahmen“, beschreibt die Übungsleiterin die nächste Bewegung beim Warmmach-Programm. „Putzen - das passt ja zu Corona“, sagt eine Frau und es wird gelacht. Doch dann kehrt schnell Ruhe ein, unterbrochen nur vom Vogelgezwitscher und dem Rauschen der Blätter im Wind. Denn die eigentliche Qi Gong-Stunde beginnt. Ein gutes Dutzend Frauen – und ein Mann – treffen sich im Grünen für eine kleine Auszeit. „Wir kommen zur Ruhe“, spricht Gabriele Walter leise.

 „Wir wollen Energie aufnehmen und sie fließen lassen“

Es gehe darum, mal bewusst in sich hineinzuhören, sagt die Übungsleiterin vor Kursbeginn. „Wir wollen Energie aufnehmen und sie fließen lassen“. Das komme doch im Alltag viel zu kurz. In der warmen Jahreszeit treffen sie sich jeden Freitag um 9 Uhr im Raum Waiblingen für ihre Entspannungseinheit im Freien. „Und die Fersen anheben“, leitet Gabriele Walter zur nächsten Übung weiter. „Und die Arme kreisen lassen.“  Auch der Blick kreist über Bäume, einen strahlend blauen Himmel und Sonnenstrahlen, die durch die Blätter blitzen. Ein leichter Wind weht und unterstreicht die Worte der Übungsleiterin zuvor: „Wir müssen bewusster atmen. Sauerstoff ist die wichtigste Energie, die wir brauchen“, berichtet sie. Seit mehr als 20 Jahren gibt sie Qi Gong-Kurse – seit einigen Jahren für das DRK Waiblingen.

"A bissle in sich hineinhören"

Ihre Gruppe steht im Schatten, hat nun einen Kreis gebildet. „Wirbel für Wirbel kommen wir höher“, spricht die DRKlerin und ein Dutzend Rücken richten sich langsam auf. Und während sich die Körper aufrichten, kommen alle Teilnehmer nach und nach „runter“. „Entspannung“, sagt Gabriele Walter, „a bissle in sich hineinhören.“ Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind gerne gesehen – das Alter spielt keine Rolle. Nach gut einer Stunde steigt der Geräuschpegel wieder an und es wird gesellig. Die Äste verneigen sich zum Abschied. Ende der Auszeit. Bis nächste Woche.