Foto: D. Ende / DRK e.V.
Psychosoziale NotfallversorgungSeelische Hilfe nach Not-Fällen

Psychosoziale Notfallversorgung

Die Maßnahmen der Psychosozialen Notfallversorgung (auch Notfallnachsorgedienst genannt) zielen auf die Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und der damit einhergehenden Belastungen für Betroffene (Angehörige, Hinterbliebene, Vermissende, Unfallzeugen von Notfällen) einerseits und für Einsatzkräfte andererseits. Um die Qualität nach einheitlichen Standards sicherstellen zu können, sind Ziele, Aufgaben, Einsatzindikationen, Maßnahmen, sowie Anforderungen und Ausbildungscurricula im DRK-Rahmenkonzept PSNV beschrieben.

Psychosoziale Notfallversorgung des DRK.

Der Notfallnachsorgedienst ist vor allem für Menschen da, die durch plötzlich eintretende Not- und Unglücksfälle aus der Normalität ihres Lebens gerissen werden. Wenn Eltern durch das plötzliche Versterben ihres Kindes wie gelähmt sind, wenn plötzlich der Ehepartner verstirbt, wenn die Polizei nach einem schweren Verkehrsunfall der Familie die Nachricht über den Tod des Vaters überbringen muss oder auch bei Großeinsätzen mit vielen Opfern, immer sind die Notfallnachsorgekräfte für die Betroffenen da.
Mitarbeitende dieser Dienste sind in einer psychosozialen Grundausbildung, der Qualifizierung zum Kriseninterventionshelfer, sowie Hospitations- und Praktikumsphasen auf Ihre Einsatztätigkeit vorbereitet worden. Regelmäßige Fortbildungen und Supervision sind verbindlicher Standard.

Ansprechpartner

Herr
Markus Frey
Referatsleiter Rotkreuzdienste

Tel. 07151 2002-99
Fax:  07151 2002-52

Mail: rotkreuzdienste(at)drk-rems-murr.de


„Mitfühlen – aber nicht mitleiden.“

In allen akuten psychischen Krisensituationen leisten  ehrenamtliche  Kriseninterventionshelfer des Deutschen Roten Kreuzes diese psychosoziale Akuthilfe für Betroffene. Sie sind da, hören zu, trösten und begleiten. Aber sie kümmern sich auch um erste organisatorische Belange, verständigen Angehörige und Freunde, sorgen für ein Unterkommen oder helfen bei den ersten Schritten, die in solchen Fällen getan werden müssen. Deshalb gehen die Helfer auch immer zu zweit in den Einsatz, so dass sowohl die individuelle, persönliche Betreuung als auch die anderen Aufgaben bewältigt werden können  und das soziale Netz oder weiterführende Hilfen mobilisiert werden können. Der Kriseninterventionsdienst trifft auf Menschen, die gerade mit schweren Schicksalsschlägen konfrontiert wurden. Oftmals ist diese Arbeit sehr berührend, traurig und belastend. Deshalb haben die Helfer auch eine spezifische Ausbildung, durchlaufen. Die Helfer lernen sich ihrer Rolle bewusst zu sein und sich nicht mit dem Schicksal der Betroffenen zu identifizieren. Das Motto ist dabei „Mitfühlen – aber nicht mitleiden.“